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EM-Tagesticker

UEFA bestraft Ungarn für Fans +++ Italiens Chance auf den «Doppelsieg» Wimbledon/Fussball

10.07.2021, 10:03

Liveticker: EM-Tagesticker, 10.7.21

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Seltener «Doppelsieg» Wimbledon/Fussball
Die Wimbledon-Finals der geraden Jahre pflegen – gleichzeitig oder um eine Woche verschoben – mit den Finals einer WM oder einer EM im Fussball einherzugehen. Welches Land stellt beide Sieger?

Dass der Wimbledonsieger und der Welt- oder Europameister eines Jahres aus dem gleichen Land kommen, war bisher erst zweimal der Fall: 2008 und 2010 triumphierte Rafael Nadal in Wimbledon, während Spaniens Fussballer beim ersten Mal Europameister und beim zweiten Mal Weltmeister wurden. Die jeweiligen Finals lagen einen Sonntag auseinander.

Diesen Sonntag – pademiebedingt ausnahmsweise in einem ungeraden Jahr – könnte dieses spezielle Double den Italienern gelingen. Sie schicken dafür Matteo Berrettini und die Squadra Azzurra ins Rennen. Der doppelte Triumph wäre umso denkwürdiger, als er an einem einzigen Tag zustande käme.

Nebst Spanien und Italien hatten in der Vergangenheit nur die Deutschen Chancen auf das Double. Aber es klappte beide Male lediglich zur Hälfte. 1986 siegte Boris Becker in Wimbledon, aber die Fussballer verloren den WM-Final gegen Argentinien. 1990 lief es umgekehrt: Beckenbauers Mannen wurden Weltmeister, aber Boris Becker musste sich Stefan Edberg beugen. (zap/sda)
Italy's Matteo Berrettini celebrates after defeating Poland's Hubert Hurkacz during the men's singles semifinals match on day eleven of the Wimbledon Tennis Championships in London, Friday, July 9, 2021. (AP Photo/Alberto Pezzali)
Bild: keystone
Ungarn zwei Spiele ohne Fans
Wegen diskriminierenden Verhaltens seiner Fans bei den EM-Spielen gegen Portugal, Frankreich und Deutschland muss Ungarns Nationalmannschaft seine nächsten zwei Heimspiele in offiziellen Wettbewerben der UEFA ohne Zuschauer austragen. Für eine dritte Partie gilt eine Bewährung von zwei Jahren.

Das entschied die Disziplinarkammer der UEFA. Dazu muss der ungarische Verband eine Busse von 100'000 Euro zahlen und bei den Partien ohne Zuschauer ein Banner mit der Aufschrift #EqualGame präsentieren.

Wegen des Verhaltens der ungarischen Fans in den drei EM-Spielen hatte die UEFA Ermittlungen eingeleitet. Knapp zwei Stunden vor Beginn des Spiels Deutschland - Ungarn in München hatten ungarische Fans nach Angaben der Polizei homophobe Sprechchöre skandiert. Sie versuchten zudem, «gemeinsam in einen anderen Block überzuwechseln».

Französische Spieler waren von einigen ungarischen Fans teils wüst und rassistisch beschimpft worden. Wenn der schwarze Stürmer Kylian Mbappé am Ball war, ertönten immer wieder Affenlaute von den Rängen. Dies berichtete ein dpa-Reporter aus dem Stadion. (zap/sda/dpa)
Czech Republic fans celebrate their 2-0 win in the Euro 2020 soccer championship round of 16 match between the Netherlands and Czech Republic at the Ferenc Puskas stadium in Budapest, Sunday, June 27, 2021. (AP Photo/Laszlo Balogh, Pool)
Bild: keystone
Vier 66er-Helden noch am Leben
55 Jahre liegt der erste und bis heute einzige grosse Triumph der englischen Nationalmannschaft zurück. Von der Mannschaft, die 1966 im Wembley den WM-Final gegen Deutschland 4:2 nach Verlängerung gewann, könnten diesen Sonntag noch vier Spieler lebende Zeugen des englischen EM-Titels werden. Dies sind Verteidiger George Cohen, Mittelfeldspieler Bobby Charlton sowie die Stürmer Roger Hunt und Geoff Hurst, damals dreifacher Torschütze und vor allem Schütze des legendären Wembley-Tors in der Verlängerung. Sir Bobby Charlton ist mit 83 Jahren der älteste noch lebende englische Weltmeister.

Aus der Mannschaft von Nationalcoach Alf Ramsey, die damals - Wechselmöglichkeiten gab es nicht - noch eine echte Elf war und keine Vierzehn oder Sechzehn wie heute, starben allein seit 2018 fünf Spieler: Ray Wilson, Martin Peters, Torhüter Gordon Banks, Nobby Stiles und Jacky Charlton. Captain Bobby Moore war 1993 mit nur 51 Jahren an Krebs gestorben. Alan Ball folgte ihm 2007 mit 61 Jahren. Von der damaligen deutschen Elf sind nur drei Spieler gestorben: Lothar Emmerich, Helmuth Haller und im vergangenen Jahr Torhüter Hans Tilkowski.
England's soccer captain Bobby Moore, carried shoulder high by his team mates holds aloft the FIFA World Cup in this July 30 1966 file photo. England defeated Germany 4-2 in the final of the 1966 tournament played at London's Wembley Stadium. (KEYSTONE/AP Photo/Str)
Fan macht für Fussball blau und wird gefeuert
Der Klassiker: Du schwänzt bei der Arbeit, um stattdessen zu einem Fussballspiel zu gehen. Du wirst im Stadion gefilmt, dein Chef sieht's – und du hast Probleme. Oder keinen Job mehr.

Jüngstes «Opfer» ist die Engländerin Nina Farooqi (Bild: Mitte). Wie der «Daily Telegraph» berichtet, meldete sie sich am Mittwoch krank, als ihr ein Ticket für den Halbfinal England – Dänemark angeboten wurde. Nach dem grossen Freudentaumel über den Finaleinzug folgte am nächsten Morgen die Ernüchterung. Der Arbeitgeber sah sie im Fernsehen, hatte kein Verständnis fürs Blaumachen und kündigte ihr.

Farooqi sagt, sie bedaure dies ein bisschen, weil niemand gerne gefeuert werde. «Aber ich hätte es auch gehasst, das Spiel verpasst zu haben. Ich würde es noch einmal machen. Fussball ist mein Leben.»
Chiellini rechnete nicht mit der Schweiz
Italiens «Verteidigungsminister» Giorgio Chiellini sagte vor dem Final, man habe im Halbfinal nicht mit Spanien als Gegner gerechnet, sondern mit Frankreich. Der Weltmeister scheiterte indes im Achtelfinal an der Schweiz. «Die Franzosen waren der grosse Favorit, sie hatten die nötige Qualität und internationale Erfahrung», sagte Chiellini bei der RAI. «Ich dachte, dass Frankreich eine Stufe über dem Rest war, deshalb dachte ich, unser Weg in den Final würde über Belgien, Frankreich und England führen.»

Mit England habe er schon vor dem Turnier gerechnet, so der Juve-Abwehrspieler. Schliesslich sei es an der WM 2018 in den Halbfinal vorgestossen und bestreite an der Euro 2020 im Prinzip ein Heimturnier. «Sie haben Qualität und die nötige Physis, sie sind solide und treten organisiert auf. Es mag vielleicht nicht so aussehen, aber es ist sehr schwer, die Engländer zu schlagen.»
Italy's Giorgio Chiellini reacts during the Euro 2020 soccer semifinal match between Italy and Spain at Wembley stadium in London, Tuesday, July 6, 2021. (Laurence Griffiths, Pool via AP)
Bild: keystone
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Nico «surft» mit Legende Robby Naish – und weiss nicht mehr, wo oben und unten ist

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