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Verkauf von Air Berlin soll bis zu 350 Millionen Euro einbringen

24.09.2017, 11:0024.09.2017, 11:46
Bild: DPA

Der Verkauf der insolventen Air Berlin soll einem Zeitungsbericht zufolge 250 bis 350 Millionen Euro einbringen. Davon gehe der Gläubigerausschuss aus, berichtete die Berliner Zeitung «B.Z.» unter Berufung auf Unternehmenskreise.

Mit dem Geld solle der 150-Millionen-Euro-Kredit der deutschen Regierung zurückgezahlt werden, mit dem Air Berlin den Flugbetrieb derzeit aufrecht erhält.

Dem Bericht zufolge soll die Lufthansa die Frachttochter von Air Berlin, LG Walter, bekommen. Die 38 Maschinen, die Lufthansa für seine Tochter Eurowings bereits von Air Berlin geleast hat, sowie bis zu 40 weitere Flugzeuge, die Lufthansa kaufen will, sollen demnach in die LG Walter überführt werden.

Lufthansa biete 200 Millionen Euro, berichtete die «Bild am Sonntag». Deutschlands grösste Fluggesellschaft sei darüber hinaus bereit, in der Übergangszeit Betriebskosten in Höhe von bis zu 100 Millionen Euro zu übernehmen.

Zwischen der Unterzeichnung des Kaufvertrags und dem Vollzug könnten nach Schätzung von Insidern etwa drei Monate vergehen, da die Zustimmung der deutschen und europäischen Wettbewerbsbehörden abgewartet werden müsse.

Der britische Billig-Flieger Easyjet soll laut dem «B.Z.»-Bericht die Air-Berlin-Tochter Aeronautics erhalten. Air Berlin hatte am Donnerstag nach einer Sitzung des Gläubigerausschusses mitgeteilt, verhandelt werde mit Lufthansa und Easyjet, und zwar bis zum 12. Oktober.

Die Tochter Air Berlin Technik mit rund 850 Beschäftigten soll laut «B.Z.» wahrscheinlich an den Berliner Logistikdienstleister Zeitfracht gehen. Der solle sich dann für Lufthansa und Easyjet um deren Flugzeuge in Berlin und möglicherweise in Düsseldorf kümmern. Die Bieterfrist für Air Berlin Technik war bis zum 6. Oktober verlängert worden.

Düstere Aussichten für die Langstrecke

Am Montag wird der Verwaltungsrat von Air Berlin tagen. Im Anschluss will die Airline über den Stand des Verkaufs informieren.

Insgesamt umfasst die Flotte von Air Berlin 144 Flugzeuge, darunter 17 Langstreckenflieger. Die Airline beschäftigt mehr als 8500 Menschen. Die Beschäftigten sollen laut «B.Z.» am Montag in Berlin und am Dienstag in Düsseldorf auf Betriebsversammlungen informiert werden.

Düster sieht es für die Langstrecken aus. Lufthansa will sie nicht kaufen, wie Unternehmenschef Carsten Spohr bereits mitgeteilt hatte. Bereits in den kommenden Tagen werden laut «Bild am Sonntag» zwei Leasingunternehmen ihre Airbus-Maschinen zurückbekommen. Das Unternehmen AerCap hat demnach bereits zehn Airbus A330 zurückgefordert. (sda/afp)

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