DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Warum die Netflix-Aktie gerade stärker nachlässt als deine Motivation beim Binge-Watching



Der Online-Videodienst Netflix hat mit einem überraschend schwachen Nutzerwachstum im zweiten Quartal enttäuscht. Auch Umsatz und Ausblick blieben hinter den Erwartungen zurück, wie Netflix am Montag nach US-Börsenschluss in einem Bericht offenbarte.

Die Quittung der Anleger folgte unmittelbar: Im nachbörslichen US-Handel stürzten die Aktien zeitweise um mehr als 14 Prozent ab.

epa05090582 (FILE) A file picture dated 16 September 2014 of Netflix CEO Reed Hastings arrive for the Netflix party in Berlin, Germany. Video streamer Netflix on 06 January 2016 went live around the world, adding 130 new countries to its service and launching what Netflix chief executive Reed Hastings called a 'global internet TV network.' The announcement more than triples the number of countries where Netflix is available, from 60 to 190, including the potentially huge markets of India, Russia and South Korea.  EPA/BRITTA PEDERSEN *** Local Caption *** 51572622

Netflix-CEO Reed Hastings im Jahr 2014 in Berlin.  Bild: EPA/EPA FILE

«Wir hatten ein starkes, aber kein herausragendes Quartal», räumte Netflix ein und gab zu, sich bei seinen Vorhersagen verkalkuliert zu haben. Vor allem die Abozahlen überzeugten nicht.

Im US-Heimatmarkt kamen von April bis Juni nach Unternehmensangaben 670'000 neue Nutzer hinzu, international seien es 4.47 Millionen Neukunden gewesen. Analysten und auch Netflix selbst hatten mit deutlich mehr gerechnet. Zur Jahresmitte brachte es der Streaming-Riese insgesamt auf gut 130 Millionen Nutzer.

Der Ausblick auf das laufende Vierteljahr kam ebenfalls nicht gut an: Netflix, das sich mit Serienhits wie «House of Cards» einen Namen machte und derzeit etwa in Indien grosse Expansionspläne verfolgt, geht von fünf Millionen neuen Nutzern aus. Die Prognosen der Analysten hatten bei 6.3 Millionen gelegen.

Netflix – von der Online-Videothek zum Streaming-Giganten

1 / 19
Netflix – von der Online-Videothek zum Streaming-Giganten
quelle: ap/netflix / daniel daza
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Gewinn- und Umsatzzuwächse

Im abgelaufenen Quartal schoss der Umsatz im Jahresvergleich um 40 Prozent auf 3.9 Milliarden Dollar in die Höhe, blieb aber ebenfalls unter den Erwartungen.

Obwohl der Gewinn in den drei Monaten bis Ende Juni verglichen mit dem Vorjahr von 65.6 Millionen auf 384.3 Millionen Dollar stieg, war die Enttäuschung an der Wall Street gross. Allerdings zählte Netflix zuvor auch lange zu den Überfliegern an der Börse – seit Jahresbeginn hatte sich der Aktienkurs schon mehr als verdoppelt.

Einige Experten hielten eine Korrektur deshalb schon länger für unausweichlich. Nach einer starken Kursrally neigen Anleger dazu, bei Anzeichen einer möglichen Trendwende Gewinne mitzunehmen.

Netflix hat sich in wenigen Jahren vom Streaming-Pionier zu einem Schwergewicht der Unterhaltungswelt entwickelt, das Hollywoods Filmindustrie und die klassischen Kabelanbieter gleichermassen in Aufruhr versetzt. Nicht zuletzt weil sich Platzhirsche wie Disney und Comcast, aber auch Branchen-Quereinsteiger wie der Mobilfunkriese AT&T mit Zukäufen für die Ära des Online-Fernsehens rüsten wollen, läuft das Übernahmekarussell in den USA derzeit auf Hochtouren. (sda/dpa)

Jugendliche wegen Serie in Notfallpsychiatrie eingeliefert

Video: srf/SDA SRF

Film, Serien, Netflix und Co.

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Analyse

Wie links ist Joe Biden wirklich?

Der US-Präsident ist nicht über Nacht zum Revolutionär mutiert. Er passt sich pragmatisch den neuen Umständen an.

Auf der Meinungsseite des «Wall Street Journal» werden einmal mehr konservative Krokodils-Tränen vergossen. «Er hat uns Normalität verkauft – Mr. Biden werde ein kompetenter, beruhigender, überparteilicher Moderater sein, der einen Kampf ‹um die Seele der Nation› führen werde», klagt das Blatt. «Das war damals. Nun entpuppt er sich als radikaler, aggressiver Parteipolitiker, der eine Art politische Revolution vorantreibt, welche er noch in den Primärwahlen verurteilt hat.»

In der «Financial …

Artikel lesen
Link zum Artikel