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US-Schütze wollte Identifizierung mit Verstümmelung verhindern

29.06.18, 02:08


Der mutmassliche Schütze in einer Zeitungsredaktion in Annapolis verstümmelte sich vor seiner Tat die Finger. Damit habe er offenbar einen Abgleich seiner Fingerabdrücke durch die Polizei verhindern wollen, teilte ein Ermittler mit.

Trotz der Aktion habe der Verdächtige aber identifiziert werden können. Später sagte ein Behördenvertreter, die Identität des mutmasslichen Todesschützen sei dank Gesichtserkennungstechnologie bestimmt worden.

Bei der Schiesserei in der Redaktion der Zeitung «The Capital Gazette» wurden am Donnerstag laut der Polizei fünf Menschen getötet. Es gab mehrere Verletzte.

Der mutmassliche Täter, ein erwachsener Mann mit einem Gewehr, sei festgenommen worden, teilte die Polizei mit. Er werde verhört. Laut dem Sender CBS handelte es sich um einen etwa 20-Jährigen.

Angriff am Nachmittag

Der Angriff ereignete sich um 14.40 Uhr Ortszeit (20.40 Uhr Schweizer Zeit) in der Redaktion der Zeitung. Diese befindet sich in einem vierstöckigen Bürogebäude in Annapolis, der Hauptstadt von Maryland, unweit der US-Hauptstadt Washington. 170 Menschen seien aus dem Gebäude, in dem sich mehrere Unternehmen befinden, in Sicherheit gebracht worden, sagte der Interims-Chef der Polizei des Bezirks Anne Arundel, Bill Krampf.

In den vergangenen Monaten hatte es in den USA wieder zahlreiche tödliche Schiessereien mit hohen Opferzahlen gegeben. Sie hatten die Debatte über Verschärfungen des US-Waffenrechts angeheizt. US-Präsident Donald Trump unterstützt in dieser Debatte die mächtige Waffenlobby NRA, die Einschränkungen ablehnt.

Trump dankte Helfern

Am Donnerstag schrieb Trump im Kurzbotschaftendienst Twitter wie bei den Vorfällen zuvor, seine «Gedanken und Gebete» seien bei den Opfern und ihren Familien. Er dankte zudem allen Helfern.

Ob es sich um einen gezielten Angriff gegen Journalisten handelte, war zunächst unklar. Trump teilt immer wieder hart gegen die sogenannten «Fake News»-Medien aus, die seiner Ansicht nach falsch über ihn und seine Politik berichten.

Die Organisation Reporter ohne Grenzen zeigte sich «zutiefst schockiert» über den Vorfall. «Das ist eine neue Tragödie für den Journalismus, Opfer einer zunehmenden Gewalt gegen Journalisten auch in Demokratien», erklärte Generalsekretär Christophe Deloire. (sda/ap/afp)

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