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Wut bei Beisetzung von erschossenem Schwarzen in Kalifornien



Hunderte Menschen haben an der Beisetzung eines 22-jährigen Afroamerikaners teilgenommen, der - obwohl er unbewaffnet war - in Sacramento von Polizisten erschossen worden war. Der schwarze Bürgerrechtler Al Sharpton prangerte in einer wütenden Rede Polizeigewalt an.

Ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP sah am Donnerstag etwa 400 bis 500 Menschen, die sich vor der Kirche einreihten, um an dem ökumenischen Gottesdienst in Kaliforniens Hauptstadt teilzunehmen.

Polizisten hatten den zweifachen Vater am 18. März bis in den Garten seines Wohnhauses verfolgt und 20 Schüsse auf ihn abgefeuert. Sie hatten das Smartphone, das er in seiner Hand hielt, für eine Waffe gehalten. Zuvor war bei der Polizei ein Notruf eingegangen, weil jemand in dem Viertel Autoscheiben einschlug. Die Polizisten verfolgten den Mann mit Hilfe eines Helikopters. Die Polizei hält den Getöteten bis heute für den Hauptverdächtigen.

Nach den tödlichen Schüssen auf den Unbewaffneten hatte es in Sacramento tagelang wütende Proteste gegeben, Demonstranten blockierten Strassen und lieferten sich Strassenschlachten mit Polizisten. Immer wieder gibt es in den USA Fälle von Polizeigewalt, wobei sich diese oft gegen Schwarze richtet. (sda/afp)

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