Vegan Vegetarisch
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Nestle muss den veganen «Incredible Burger» umbenennen



epa07296533 An employee presents the 'Incredible Burger' - a vegetarian burger by Nestle - at the International Green Week fair in Berlin, Germany, 18 January 2019. The International Green Week fair runs from 18 to 27 January 2019.  EPA/JENS SCHLUETER

Der Incredible Burger darf nicht mehr Incredible Burger heissen. Bild: EPA/EPA

Der Lebensmittelkonzern Nestle hat vor dem Den Haager Bezirksgericht einen Rechtsstreit um die Namensrechte seines fleischlosen «Incredible Burgers» verloren. Der Burger soll nun umbenannt werden, der Fall dürfte aber in eine nächste Runde gehen.

Das Den Haager Gericht befand, Nestle habe den Namen «Incredible Burger» so gewählt, dass das Produkt mit dem «Impossible Burger» des amerikanischen Unternehmens Impossible Foods verwechselt werden könne. Dadurch entstehe bei den Konsumenten Verwirrung. Ausserdem werde somit die Marktlancierung des Burgers von Impossible Foods in Europa erschwert, wie mehrere Medien am Montag berichteten.

Das 2011 gegründete Unternehmen Impossible Foods hat seinen Burger 2016 herausgebracht und will ihn künftig auch auf dem europäischen Markt verkaufen. Es wartet allerdings noch auf die Erlaubnis der europäischen Lebensmittelsicherheitsbehörden, weil es für den «Impossible Burger» eine gentechnisch veränderte Hefe nutzt, die nach Fleisch schmeckt.

Nestle habe 2018 mit Impossible Foods Verhandlungen aufgenommen, um ein mögliches Lizenzierungsabkommen auszuhandeln. Wie Gerichtsunterlagen zeigen sollen, habe der Schweizer Lebensmittelmulti seinen Burger dann aber lanciert, während diese Verhandlungen noch am Laufen waren. Das habe den Verdacht geweckt, dass Nestle versucht habe, die erfolgreiche Einführung des Konkurrenzprodukts in Europa zu vereiteln.

«Incredible Burger» aus Regalen verbannt

Das Gericht hat gegen Nestle nun eine einstweilige Verfügung ausgesprochen. Gemäss dieser hat der Konzern vier Wochen Zeit, die veganen «Incredible»-Burgerpatties der Marke «Garden Gourmet» aus den Regalen der Detailhändler zu nehmen. Andernfalls sei das Unternehmen für jedes einzelne seiner zehn in den Fall involvierten Subunternehmen zur Zahlung von 25'000 Euro pro Tag verpflichtet.

Ox Beef, Tacos und vegane Currywurst

Video: watson/Oliver Baroni, Emily Engkent

Auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP zeigt sich Nestle über das Urteil enttäuscht. «Wir sind der Ansicht, dass jeder in der Lage sein sollte, beschreibende Begriffe wie 'incredible' (dt: unglaublich) zu verwenden, um die Eigenschaften eines Produkts anzupreisen», sagte eine Sprecherin.

Das letzte Wort ist im Fall noch nicht gesprochen. «Wir werden diese Entscheidung befolgen, aber gleichzeitig Berufung einlegen», hiess es.

Nestle werde in Kürze eine neue Version des Burgers in Europa vorstellen, sagte die Sprecherin. Künftig soll er «Sensational Burger» heissen. Der neue Name wird gemäss der Sprecherin auch für alle anderen Produkte verwendet, die zuvor in Europa mit «incredible» beschrieben wurden.

Auch in der Schweiz als Nicht-EU-Land würden diese Änderungen zeitnah umgesetzt. Nestle gehe davon aus, dass keine Waren vernichtet werden müssen. (aeg/sda/awp)

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37Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Merida 02.06.2020 22:03
    Highlight Highlight Hat Nestle irgendwo seine Finger nicht drin?!
    Es wird immer schwieriger diesen Konzern zu boykottieren...
  • Zwiebeln haben Schichten 02.06.2020 21:51
    Highlight Highlight "Es wartet allerdings noch auf die Erlaubnis der europäischen Lebensmittelsicherheitsbehörden, weil es für den «Impossible Burger» eine gentechnisch veränderte Hefe nutzt, die nach Fleisch schmeckt."

    Dann weiss ich schon mal, dass ich den niemals kaufen werde.
  • ThePower 02.06.2020 20:46
    Highlight Highlight Ist mir egal, ich will ein Stück totes Tier zwischen meinem Brötchen🍔😛
  • Tschaesu 02.06.2020 19:08
    Highlight Highlight Mission Incredible heisst die Filmreihe, oder?
  • Glenn Quagmire 02.06.2020 17:54
    Highlight Highlight Wenn ich Gemüse will kaufe ich Rüebli, Broccoli, Blumenkohl etc. Wenn immer möglich gerade dann wann es saisonal ist. Diesen Un-Burger kaufe ich jedenfalls nicht, egsl wie er heisst. Da ist mir eine gegrillte Selleriescheibe als Vegiburger lieber!
    • Bits_and_More 03.06.2020 08:41
      Highlight Highlight Darum ist es dieser Burger ja auch Fleisch- und nicht Gemüseersatz ;-).
  • Cocalero 02.06.2020 17:08
    Highlight Highlight Genmanipulierte hefe !!
    Echt jetzt was soll denn das?
    Was kommt nachher......?
    • Bildung & Aufklärung 03.06.2020 06:26
      Highlight Highlight Stimmt, da ist die 'genmanipulierte', qualgezüchtete Fleischmaschine (andere sagen auch Tier, aber sind ja 'Nutztiere' die fühlen und spüren nichts, nicht so wie das Büsi oder der Hund), ja vieeel besser!

      Und all das irrsinnig viele Kraftfutter (oft von da, wo mal Urwald war und deswegen nie mehr sein wird) ist ganz, ganz sicher absolut nicht genmanipuliert...

      Und dann hat man auch erst noch all die gesunden Antibiotika, Hormone, Schmerzmittel etc. gratis dabei.

      Was kommt nachher......?

      Ach so: 'En Guete'!
    • Bits_and_More 03.06.2020 08:14
      Highlight Highlight Und wo siehst du das Problem damit?
      Sehr viele Medikamente, die notabene nicht gegessen sondern direkt in unseren Kreislauf geschossen werden, werden durch gentechnisch veränderte Organismen produziert und das seit Jahrzehnten, z.B. Insulin. Vor dieser Zeit wurden dafür Insulin direkt aus Schweinen "gewonnen".

      Warum sollen wir also Technologien, welche sich seit Jahrzehnten bewährt haben, nicht verwenden um ressourcenschonender und mit weniger Tierleid produzieren zu können?
  • Else 02.06.2020 16:59
    Highlight Highlight Als ich den Titel las hoffte ich schon, die dürfen diesen Protein-Klumpen nicht mehr "Burger" nennen :-)
    • Felix Meyer 02.06.2020 18:21
      Highlight Highlight Wieso nicht? "Burger" bezeichnet die Form, nicht die Zutaten.
    • Bildung & Aufklärung 03.06.2020 06:36
      Highlight Highlight Haha, der war echt gut! :-)

      Weil all die Klumpen aus zerhackten, getöteten Tieren mit ALL dem üblen Scheiss (teils durchaus wortwörtlich, die Tiere müssen ja grösstteils in ihrer Scheisse schlafen, 'leben', essen etc.) drin, ja so viel mehr 'Burger' sind.

      Was sonst noch alles an leckeren 'Resten' in den allermeisten handelsüblichen Patties sind, erspare ich, wir sind ja wohl alle mündig, selbstverantwortlich und alt genug, um das zu wissen, oder endlich mal zu recherchieren.

      (Immerhin Protein-Klumpen, sonst gehen all die schwachen Veganer ja noch mehr ein, mit ihrem Proteinmangel ;-))

  • blueberry muffin 02.06.2020 16:54
    Highlight Highlight Und für jedes mal wenn impossible burger sagt, sie wollen der Umwelt helfen in dem sie ein Fleischersatz Burger anbietet, erinnert euch: Aus Profitgier verbannten sie ein Konkurrenz Produkt aus den Läden.

    Als Veganer geht mir die Scheinheiligkeit dieser Weltretter auf die Nerven. Wenn sie sich tatsächlich so um die Umwelt und das Tier kümmern würden, hätten sie das Produkt opensource gemacht - damit alle die wollen solche Produkte herstellen können. Damit diese überteuerten veganen Burger schnell günstiger produziert werden könnten und eine echte Alternative, auch für ärmere Haushalte, wären.
    • Frässe 02.06.2020 18:17
      Highlight Highlight Schon mal überlegt das es genau darum ging Nestle einen reinzuwürgen? Wenn sich ein Konzern nicht um die Umwelt oder das Tierwohl schert ist das hier wohl Nestle die nur auf den Veganzug aufgesprungeen sind, weil es gerade Mode ist und man viel Geld damit verdienen kann. Nestle Heuchelt Vernunft und alle lassen sich an der Nase rumführen da unterstütze ich 100000 mal lieber impossible Burger. Sorry wer Nestle untertützt muss mir nicht erzählen das ihm Umwelt und Tierwohl am Herzen liegen...
    • Frances Ryder 02.06.2020 19:22
      Highlight Highlight Wo steht, dass sie das Produkt verbannen wollen? Sie wollen nur, dass es einen anderen Namen hat. Passt dir aber nicht so gut in die Agenda, oder?
    • Bits_and_More 03.06.2020 08:16
      Highlight Highlight Dafür hat es diese Firme geschafft, vegane Burger extrem stark zu fördern. Den meisten Konsumenten schmeckte die bis anhin verkaufte Gemüsepampe in Paniermehl nicht. Das sie damit Geld verdienen finde ich nicht verwerflich, wir haben in der Regel ja Ende Monat auch mehr Vermögen als Anfangs Monat.
  • Guetzli 02.06.2020 16:26
    Highlight Highlight Warum muss ein pflanzlicher Fleischersatzburger nach Fleisch schmecken? Aufklärung erwünscht!
    • Ass 02.06.2020 16:54
      Highlight Highlight Das frage ich mich auch immer!
    • TJ Müller 02.06.2020 17:02
      Highlight Highlight Nein, du wüschst dir keine Aufklärung, denn diese Frage wurde schon tausendmal beantwortet und nur fanatisch Fleischesser wollen es einfach nicht wahrhaben, dass der Geschmack nicht das Problem ist, sondern die Herkunft bez. Produktion ihres Fleisches.
    • MahatmaBamby 02.06.2020 17:11
      Highlight Highlight Der Klassiker. Warum nicht? Warum muss dein Wienerli die Form eines...ich meine einer Wurst haben?
      Spring mal über deinem Schatten und probier so ein Ding. Die aus dem Lidl sind heftig. Musst danach auch nicht zugeben dass der Burger gut war;)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hangover 02.06.2020 15:45
    Highlight Highlight Incredible
    Impossible

    =

    Inedible

    • Katzen und Faulenzen 02.06.2020 19:22
      Highlight Highlight @Hangover: wie sehr du dich täuscht. Einfach mal offen sein und probieren.
    • Hangover 03.06.2020 07:40
      Highlight Highlight An alle Empörten und Blitzer:
      Schaut mal die Zutatenliste dieser Burger an.
      Vegan und vegetarisch geht auch gesünder.


    • Shabaqa 03.06.2020 08:52
      Highlight Highlight @Hangover: Und?
  • Hangover 02.06.2020 15:27
    Highlight Highlight "Wie Gerichtsunterlagen zeigen sollen ... "

    Zeigen sie es nun oder nicht?
    • The Real Deadpool 02.06.2020 15:40
      Highlight Highlight Wenn ein Journalist oder Medium sich auf eine Aussage einer Quelle stützt, ohne es selber überprüfen zu können, schreibt man es in der Möglichkeitsform.

      Wenn sie schreiben würden "Wie Gerichtsunterlagen zeigen", würden sie sonst Unwahrheiten schreiben, wenn sie es nicht tatsächlich selber einsehen konnten.
  • Thorium 02.06.2020 15:25
    Highlight Highlight Gibt ja noch andere Städte auf dieser Welt. Z.B. The Freiburger. Weil frei von Fleisch. Höhö tschecksch?
  • Findolfin 02.06.2020 15:25
    Highlight Highlight Nestel: «Wir sind der Ansicht, dass jeder in der Lage sein sollte, beschreibende Begriffe wie 'incredible' (dt: unglaublich) zu verwenden, um die Eigenschaften eines Produkts anzupreisen»

    Witzig, das Nestle so eine Stellungsnahme veröffentlicht, machen sie doch genau das Gleiche:

    https://www.watson.ch/wirtschaft/schweiz/151399380-nestle-zwinge-einen-familiengefuehrten-schoggishop-in-die-knie

    • The Rogue 02.06.2020 16:42
      Highlight Highlight Freckles und Mini Freckles ist glaube ich schon etwas anderes als Incredible und Impossible, nicht? 🤦‍♂️
    • blueberry muffin 02.06.2020 16:55
      Highlight Highlight Also sind die Hippie Weltretter von Impossible Foods gleich wie Nestle? Super...
  • DanielaK 02.06.2020 14:58
    Highlight Highlight Also incredible und impossible sollte man schon noch unterscheiden können. So dumm sind die Menschen nun auch wieder nicht. Das kann man auch unterscheiden wenn man nicht weiss was es heisst.
    • ChiliForever 02.06.2020 16:21
      Highlight Highlight Na ja, ich weiß, daß es vegane Burger gibt und die irgendetwas mit "impossible" oder "incredible" heißen, mehr aber auch nicht...
      Ist vielleicht in meinem Fall egal, da ich nicht die Zielgruppe dafür bin, es mich also auch nur bedingt interessiert.
    • ursus3000 02.06.2020 22:23
      Highlight Highlight Veganer eben nicht 🤣

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