Russland
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In this Dec. 14, 2016, photo and released on Feb. 22, 2018, by the Argentine Security Ministry, a police officer opens up a package of cocaine found in an annex building Russian embassy in Buenos Aires, Argentina. A Russian diplomatic official and an Argentine police officer are among those arrested after authorities seized a cocaine shipment of 860 pounds (389 kilograms) at the Russian embassy in Buenos Aires that prompted them to launch a yearlong joint investigation to dismantle a drug ring, the government said. (Argentine Security Minister via AP)

Beschlagnahmtes Kokain. Bild: AP/ARGENTINE SECURITY MINISTRY

400 Kilo Kokain: Dealer benutzten russische Botschaft in Argentinien als Drehscheibe



In einer gemeinsamen Aktion haben Ermittler aus Argentinien und Russland fast 400 Kilogramm Kokain in der russischen Botschaft in Buenos Aires beschlagnahmt. Mehrere Mitglieder einer internationalen Drogenbande wurden festgenommen.

Wie die argentinische Sicherheitsministerin Patricia Bullrich am Donnerstag mitteilte, sollte das Kokain offensichtlich als Diplomatengepäck nach Russland und vermutlich auch nach Deutschland verschifft werden. Sein Schwarzmarktwert betrug rund 50 Millionen Euro.

Kokain mit Mehl ausgetauscht

Auf die Spur gebracht wurden die Ermittler laut der Ministerin vom russischen Botschafter. Dieser habe den argentinischen Behörden im Dezember 2016 den Drogenfund in einem Nebengebäude der diplomatischen Vertretung gemeldet. Insgesamt waren 398 Kilogramm reines Kokain in 16 Koffern versteckt.

In this photo taken on Dec. 14, 2016, and released on Feb. 22, 2018, by the Argentine Security Ministry, a police officer guards suitcases that carried cocaine, that were found in an annex building of the Russian embassy in Buenos Aires, Argentina. A Russian diplomatic official and an Argentine police officer are among those arrested after authorities seized the cocaine shipment of 860 pounds (389 kilograms) at the Russian embassy in Buenos Aires that prompted them to launch a yearlong joint investigation to dismantle a drug ring, the government said. (Argentine Security Ministry via AP)

Das Kokain sollte offensichtlich als Diplomatengepäck nach Russland und vermutlich auch nach Deutschland verschifft werden. Bild: AP/ARGENTINE SECURITY MINISTRY

Argentinische und russische Rauschgiftfahnder einigten sich daraufhin auf eine verdeckte Operation: Sie tauschten das Kokain heimlich gegen Mehl aus und versahen die Koffer mit Ortungsgeräten. Drei Mal kamen Mitarbeiter der russischen Sicherheitsbehörden nach Argentinien, um bei der Operation zu helfen.

Nach Angaben der argentinischen Ministerin wurden schliesslich fünf mutmassliche Drogenschmuggler festgenommen - drei in Russland und zwei in Argentinien. Bei einem von ihnen handle es sich um einen russischstämmigen Polizisten aus Buenos Aires. Der mutmassliche Drahtzieher ist demnach noch auf der Flucht. Er soll sich in Deutschland aufhalten. (whr/sda/afp)

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