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Russische Soldaten sollen laut Berichten auch Männer vergewaltigt haben

Nicht nur Frauen sollen unter den Vergewaltigungsopfern in der Ukraine sein. Die bislang bekannten Verbrechen seien ausserdem nur die «Spitze des Eisbergs», warnte die UN-Beauftragte Pramila Patten. 
04.05.2022, 13:35
Bild: keystone
Ein Artikel von
t-online

Auch Männer und Jungen sollen unter den mutmasslichen Vergewaltigungsopfern in der Ukraine sein. Das sagten Beamte der Vereinten Nationen und der Ukraine am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Kiew. Darüber berichtet der britische «Guardian». Sie habe solche Berichte erhalten, sagte Pramila Patten, die UN-Sonderbeauftragte für sexuelle Gewalt bei Konflikten, demnach. Diese seien jedoch noch nicht überprüft.

Zahlreiche Fälle sexualisierter Gewalt, ausgeübt durch die russischen Truppen in der Ukraine, werden bereits untersucht. Diese Fälle seien nur die «Spitze des Eisbergs», warnte Patten und rief Überlebende dazu auf, kein Stillschweigen darüber zu bewahren. 

Patten fügte hinzu, dass es für männliche Überlebende von Vergewaltigungen besonders schwierig sein könne, die Verbrechen anzuzeigen. «Für Frauen und Mädchen ist es unter anderem wegen der Stigmatisierung schwierig, [Vergewaltigung] anzuzeigen, aber für Männer und Jungen ist es oft noch schwieriger. Wir müssen diesen sicheren Raum für alle Opfer schaffen, damit sie Fälle von sexualisierter Gewalt melden können», erklärte die UN-Beauftragte. 

Die ukrainische Generalstaatsanwältin Iryna Wenediktowa erklärte am Dienstag, ihre Behörde habe Berichte über sexualisierte Gewalt durch russische Truppen gegen Männer und Frauen aller Altersgruppen, von Kindern bis zu älteren Menschen, gesammelt. In Irpin, einem Vorort von Kiew, würde Moskau Vergewaltigungen als bewusste Kriegsstrategie nutzen, um den Widerstand der ukrainischen Bevölkerung zu brechen und die Ukraine zur Kapitulation zu bewegen, hiess es.

Nach dem humanitären Völkerrecht zählen Vergewaltigungen zu Kriegsverbrechen, genauso wie beispielsweise Folter, Tötung, Nötigung oder Vertreibung von Zivilisten. 

(t-online )

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125 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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stegiKnüller
04.05.2022 14:01registriert Dezember 2020
seit es russische oder früher sowjetische Armeen gibt, wurde gestohlen, gebrandschatzt, gefoltert und vergewaltigt. aus ehemaligen Kriegen wurden Buben- und Männervergewaltigungen ruchbar; auch von Sodomie wurde geschrieben und gesprochen.
Keine Neuheit, aber tiefes Entsetzen; nur verabscheuungswürdig.
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Rivka
04.05.2022 13:49registriert April 2021
Und warum überrascht mich dieser barbarischer Akt der Russen nicht?
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Leverage
04.05.2022 14:50registriert Dezember 2017
Der Ruf der russischen Menschen sinkt täglich. Ich bin absolut gegen pauschalisierungen aber es fällt mir auch immer schwerer Russen nicht abschätzig zu behandeln...
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