Gesellschaft & Politik
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People gather around a crater created after an explosion of one of two vehicles laden with explosives in Ajilari-Gomari near the city's airport, in Maiduguri March 2, 2014. At least 10 people were killed after a bomb went off at around 6 p.m. (1700 GMT) on Saturday in a busy market area in Ajilari-Gomari, in Maiduguri, witnesses and a police source said, in a region where the Islamist sect Boko Haram is pursuing a bloody insurgency. The final death toll was likely to be higher because dozens of people were trapped in the rubble, the witnesses said. REUTERS/Stringer (NIGERIA - Tags: CIVIL UNREST POLITICS)

Ein Anschlag auf die nigerianische Stadt Maiduguri am Sonntag riss zahlreiche Menschen in den Tod.
Bild: Reuters

Gewalt hält an

Fast 80 Menschen bei Anschlägen und Angriffen in Nigeria getötet

Mutmassliche Kämpfer der Islamistengruppe Boko Haram sollen im Nordosten Nigerias zwei Anschläge verübt haben. Erst letzten Dienstag kam es zu einem Angriff auf eine Schule bei dem 43 Menschen getötet wurden.

Ein Doppelanschlag in der Stadt Maiduguri im Bundesstaat Borno forderte mindestens 35 Opfer, bei einem Angriff im Dorf Mainok kamen am Samstagabend mindestens 39 Menschen ums Leben.

Nach dem Anschlag in Maiduguri waren Polizisten und Sicherheitskräfte am Sonntag noch immer damit beschäftigt, die Leichen zu bergen. Bislang seien 35 Tote gefunden worden, sagte der Polizeichef von Borno, Lawal Tanko.

Nach Angaben von Augenzeugen brachten freiwillige Helfer, Polizisten und Soldaten sogar 50 Leichen in ein Spital. Unter den Toten waren demnach auch Frauen und Kinder.

Bombe gegen Helfer

Die Bomben waren kurz vor dem Abendgebet in einem belebten Stadtteil der Provinzhauptstadt im Nordosten Nigerias explodiert. Besonders viele Opfer gab es bei der öffentlichen Fernsehübertragung eines Fussballspiels.

Zahlreiche Menschen wollten nach einer ersten Explosion helfen, unter anderem strömten sie von einer nahen Hochzeitsfeier herbei. Ein zweiter Bombenanschlag riss viele von ihnen in den Tod. Unter den Toten seien auch viele Kinder, hiess es.

Two boys stand near the charred chassis of a vehicle after a bomb attack near a busy market area in Ajilari-Gomari near the city's airport, in Maiduguri March 2, 2014. At least 10 people were killed after a bomb went off at around 6 p.m. (1700 GMT) on Saturday in a busy market area in Ajilari-Gomari, witnesses and a police source said, in a region where the Islamist sect Boko Haram is pursuing a bloody insurgency. The final death toll was likely to be higher because dozens of people were trapped in the rubble, the witnesses said.  REUTERS/Stringer (NIGERIA - Tags: CIVIL UNREST POLITICS)

Die Bombe explodierte in der Nähe eines belebten Marktes. Bild: Reuters

People search the area where a twin car bomb exploded in Maiduguri, Nigeria, Sunday, March 2, 2014. Twin car bomb blasts at a bustling marketplace killed at least 51 people in Maiduguri, the northeast Nigerian city that is the birthplace of Nigeria's Islamic extremist terrorist group, a Red Cross official said Sunday. (AP Photo/Haruna Umar)

Menschen durchsuchen die Trümmer nach den Anschlägen. Bild: AP/AP

Mit Kalaschnikows gegen Zivilisten

Zur selben Zeit töteten bewaffnete Angreifer im Dorf Mainok, das 50 Kilometer weiter westlich liegt, fast 40 Menschen. Bewaffnete Angreifer stürmten mit Autos und Motorrädern in das Dorf, wie der Dorfbewohner Yahaya Umar sagte. Dort hätten sie mit Panzerfäusten und Kalaschnikows um sich geschossen und 39 Menschen getötet.

Die gesamte Ortschaft, die bereits mehrfach von Islamisten angegriffen wurde und zuletzt im Juli 25 Todesopfer verzeichnete, sei bei dem Angriff zerstört worden. Von Seiten der nigerianischen Polizei und Armee gab es zunächst keine Bestätigung für die Attacke.

Zentrum von Boko Haram

Zu beiden Anschlägen bekannte sich zunächst niemand. Maidaguri gilt jedoch als Geburtsort der islamistischen Gruppe Boko Haram, die seit 2009 mit Anschlägen – vor allem gegen Christen – Tausende Menschen getötet hat.

Die Terrororganisation kämpft für einen islamischen Gottesstaat. In Maidaguri ist auch das Hauptquartier der Militär-Sondereinheit im Kampf gegen Boko Haram.

Erst in der Nacht zum vergangenen Dienstag hatten islamische Terroristen eine Schule in Buni Yadi im Bundesstaat Yobe angegriffen und 43 Menschen getötet. Vielen der meist jugendlichen Opfer schnitten die Angreifer die Kehlen durch, um nicht durch Schüsse aufzufallen. (pru/sda)



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    Alle Leser-Kommentare
  • zombie1969 02.03.2014 19:50
    Highlight Highlight Boko Haram in Nigeria, Ansar Dine in Nordmali, al-Shabaab in Somalia, die Taliban in Afghanistan und Pakistan, ISIS in Syrien und Irak. Alle verüben Brutalitäten im Namen des Islam.
    Es verwundert, dass viele Muslime diesem Treiben nicht entschiedener begegnen. Hier wären deutlichere Zeichen nötig.

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