Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Klimaschutz: Rekordzahl von 175 Staaten unterzeichnet Klima-Abkommen



Eine Rekordzahl von 175 Staaten hat während einer feierlichen Zeremonie am UNO-Hauptsitz in New York das neue Klimaschutzabkommen unterzeichnet. UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon sprach am Freitag von einem «historischen Moment».

Als erster setzte der französische Präsident François Hollande seine Unterschrift unter das Dokument - er war der Gastgeber der UNO-Klimakonferenz von Paris, bei der das Abkommen vor vier Monaten ausgehandelt worden war.

Rund 60 Staats- und Regierungschefs nahmen an der Zeremonie in New York teil. Für die Schweiz wurde das Abkommen von Umweltministerin Doris Leuthard unterzeichnet; die Bundesrätin ist derzeit auch Vizebundespräsidentin.

Genehmigt das Parlament in Bern das Abkommen, bestätigt die Schweiz beim UNO-Klimasekretariat, dass sie ihre Treibhausgasemissionen bis 2030 um 50 Prozent unter das Niveau von 1990 senken will.

Die Unterzeichnung des Abkommens sei mehr als nur eine symbolische Geste. «Wir sagen ja zu einer Welt, die das Zeitalter der fossilen Brennstoffe nach und nach hinter sich lässt», sagte Umweltministerin Leuthard in Ihrer Rede am UNO-Hauptsitz. Sie forderte die Staaten auf, rasch an der Aufhebung von Subventionen für fossile Brennstoffe zu arbeiten.

Ban fordert rasche Ratifizierung

Auch UNO-Generalsekretär Ban forderte, dass auf die Unterzeichnung auch möglichst rasch die Ratifizierung in den einzelnen Ländern folgen müsse. Zusammen mit dem Armutsbekämpfungsprogramm der UNO habe die Klima-Vereinbarung «die Kraft, die Welt zu verändern», betonte er.

Hollande forderte die Staaten der Europäischen Union auf, sie sollten «das Beispiel setzen» und das Abkommen bis Jahresende ratifizieren.

Das Abkommen sieht vor, die Erderwärmung auf ein beherrschbares Mass von deutlich unter zwei Grad und möglichst unter 1.5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen. Ferner soll in der zweiten Jahrhunderthälfte eine «Treibhausgasneutralität» erreicht werden.

Im Gegensatz zu seinem Vorgänger - dem 1997 geschlossenen Kyoto-Protokoll - ist das Abkommen von Paris rechtlich nicht bindend. Vielmehr bleibt es jeder Nation weitgehend selbst überlassen, ihre Zusagen einzuhalten.

Damit das Abkommen in Kraft treten kann, müssen es mindestens 55 Staaten ratifizieren, die zusammen mindestens 55 Prozent des Treibhausgasausstosses verursachen.

Widerstand in den USA

Besonders heikel ist der Ratifizierungsprozess in den USA, wo der von den Republikanern dominierte Kongress das Abkommen ablehnt. Der Klimaschutz könnte daher zu einem zentralen Thema im US-Wahlkampf werden.

China, neben den USA der grösste Produzent von Treibhausgasen, signalisierte am Freitag Entgegenkommen. Der chinesische Vize-Regierungschef Zhang Gaoli kündigte an, sein Land werde das gesetzliche Prozedere noch vor dem G20-Gipfel im September in Hangzhou zum Abschluss bringen.

Klima-Allianz Schweiz fordert mehr

Die Schweiz müsse ihre Klimaschutz-Ambitionen verdoppeln und sich das Ziel setzen, bis spätestens 2050 ihre Klimagasbilanz auf null zu reduzieren, schreibt die Klima-Allianz Schweiz, nach eigener Darstellung ein Zusammenschluss von 67 Organisationen, in einer Mitteilung vom Freitag.

Ausserdem müsse die Schweiz ihre Verantwortung für die Auswirkungen des Klimawandels in Entwicklungsländern wahrnehmen und die von ihr im Ausland direkt oder indirekt verursachten Emissionen reduzieren. Und der Schweizer Finanzplatz und die Schweizer Pensionskassen seien konsequent an einer fossilfreien Energiezukunft auszurichten. (sda/afp/dpa/reu)

Das könnte dich auch interessieren:

Geld allein macht nicht glücklich – aber was dann, Herr Glücksforscher?

Link zum Artikel

Love-Scamming: Wie ich einer Russin (fast) auf den Leim gegangen bin

Link zum Artikel

Die Geschichte dieses Bildes steht exemplarisch für den momentanen Gender-Knorz

Link zum Artikel

Bond fährt E-Auto? (00)7 Vorschläge, wie er sich noch besser an die Generation Y anpasst

Link zum Artikel

Vegane Influencerin bekommt ihre Periode nicht mehr – jetzt zieht sie Konsequenzen

Link zum Artikel

Warum ich bete

Link zum Artikel

Die Influencer der Zukunft sind nicht menschlich – und sind jetzt schon Millionen wert

Link zum Artikel

Roger Federer ein Spielball der Strömung – das könnte zum Problem werden

Link zum Artikel

Kassieren SVP und SP eine Schlappe? 7 wichtige Punkte zu den Zürcher Wahlen

Link zum Artikel

Im 30'000-Franken-Outfit – so rückt Leroy Sané in die DFB-Elf ein

Link zum Artikel

Bye-bye Beno: Wie der ehemalige Gassen-Mönch in die völkische Szene abrutschte

Link zum Artikel

Das sind die 3 typischen Phasen eines Pyro-Vorfalls

Link zum Artikel

Wie Trump im Fall Manafort schachmatt gesetzt wurde

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen