Nordkorea
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In this Monday, Jan. 7, 2019, photo provided on Tuesday, Jan. 8, 2019 by the North Korean government, North Korean leader Kim Jong Un walks with his wife Ri Sol Ju at Pyongyang Station in Pyongyang, North Korea, before leaving for China. Kim left for China for a four-day trip, the North's state media reported Tuesday, amid speculation that he may attempt to coordinate his positions with Beijing ahead of his likely summit with U.S. President Donald Trump. Independent journalists were not given access to cover the event depicted in this image distributed by the North Korean government. The content of this image is as provided and cannot be independently verified. Korean language watermark on image as provided by source reads:

Kim Jong Un und seine Frau Ri Sol Ju vor der Abreise nach China. bild:Korean Central News Agency/Korea News Service

Kim Jong Un feiert in China Geburtstag – der Besuch in 7 Punkten



Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un feiert heute – womöglich – Geburtstag. Der 8. Januar 1984 gilt nach Angaben der südkoreanischen Regierung als wahrscheinlichstes Datum für die Geburt des dritten und jüngsten Sohns des früheren Herrschers Kim Jong Il. Eine Bestätigung aus Nordkorea gab es bislang nicht.

Die Geburtstage der früheren Machthaber Kim Il Sung und Kim Jong Il – sein Grossvater und Vater – werden in Nordkorea immer gross gefeiert. Bei dem jungen Führer ist das heute anders. Er arbeitet. In China.

Wieso ist Kim in China?

Kim Jong Un ist am Dienstag überraschend zu einem mehrtägigen Staatsbesuch in das Nachbarland gereist. Kim besuche das Nachbarland bis Donnerstag auf Einladung des chinesischen Präsidenten Xi Jinping. Dies meldeten nordkoreanische und chinesische Staatsmedien am Dienstag. Nachdem ein mysteriöser Sonderzug am Montagabend über die Grenze bei Dandong nach China gefahren war, bestätigten beide Regierungen den Besuch, der bis Donnerstag dauern wird. In sozialen Medien kursierten am Vormittag Videos von einem Autokonvoi, der vom alten Pekinger Bahnhof durch die Innenstadt rollte.

epa07268701 A vehicle (C), that is allegedly carrying North Korean leader Kim Jong-un, leaves the railway station with other cars in Beijing, China, 08 January 2019. According to media reports, North Korean leader Kim Jong-un is making four-day visit to China.  EPA/ROMAN PILIPEY

In diesem Konvoi soll Kim durch Peking gebraust sein. Bild: EPA/EPA

Was macht Kim da?

Bei seiner vierten Visite bei dem grossen Nachbarn will sich Kim mit Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping vor seinem geplanten zweiten Gipfeltreffen mit US-Präsident Donald Trump abstimmen. Der Besuch erfolgt vor dem Hintergrund der stockenden Verhandlungen zwischen den USA und Nordkorea über eine atomare Abrüstung des isolierten stalinistischen Staates, der unter massiven internationalen Sanktionen leidet.

Ah, ein zweites Treffen mit Trump: Wann findet das statt?

FILE - In this June 12, 2018, file photo, North Korea leader Kim Jong Un, left, and U.S. President Donald Trump shake hands at the conclusion of their meetings at the Capella resort on Sentosa Island in Singapore. To hear a beaming Donald Trump at his June summit with Kim Jong Un in Singapore, the solution to North Korea’s headlong pursuit of nuclear weapons, a foreign policy nightmare that has flummoxed U.S. leaders since the early 1990s, was at hand. (AP Photo/Susan Walsh, Pool, Fie)

Kim und Trump im Juni in Singapur. Bild: AP/Pool AP

Das ist noch unklar. Auch über den Ort werde noch verhandelt, sagte Trump am Sonntag. «Es wird möglicherweise in nicht allzu ferner Zukunft verkündet.» Trotz der mangelnden Fortschritte bei der Abrüstung versicherte Trump, der Dialog laufe gut. Es gibt Spekulationen, dass der Gipfel in Vietnam stattfinden könnte. Auch war in US-Berichten von Indonesien oder der Mongolei die Rede. 

Bei ihrem historischen ersten Gipfel im Juni in Singapur hatten sich Trump und Kim allgemein auf das Ziel einer atomaren Abrüstung auf der koreanischen Halbinsel geeinigt. Doch konkrete Zusagen, bis wann das nordkoreanische Atomwaffenarsenal abgerüstet werden soll und wie die Gegenleistungen der USA aussehen könnten, blieben bisher aus.

Wer begleitet Kim?

Er wird bei seiner Reise von seiner Frau Ri Sol Ju sowie dem Chefunterhändler für die Verhandlungen mit den USA, Kim Yong Chol, begleitet, wie die nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA berichtete. In seiner Delegation sind auch Aussenminister Ri Yong Ho und Verteidigungsminister No Kwang Chol.

Moment, Kim und Geburtstag, da war doch mal was?

Yep, genau. Vor fünf Jahren sang ihm Ex-NBA-Star Dennis Rodman ein Geburtstagsständchen in einer Turnhalle. Ein Meisterstück der modernen Gesangskunst:

Was will Kim von China?

Nordkorea will vor allem eine Lockerung der internationalen Sanktionen. Und als grösster Handelspartner spielt China bei der Umsetzung der Strafmassnahmen eine Schlüsselrolle.  In seiner Neujahrsansprache vor einer Woche hatte Kim aber mit einer Abkehr vom Annäherungskurs gedroht, falls die USA an ihren Sanktionen festhalten. Trump hatte am Sonntag noch einmal bekräftigt, dass die Sanktionen voll aufrechterhalten werden, bis Fortschritte bei der Abrüstung gemacht werden.

Wie reagiert Südkorea?

Südkoreas Regierung begrüsste den China-Besuch Kims. Ein Beamter des Aussenministeriums äusserte in Seoul die Hoffnung, dass die Gespräche in Peking zu einer vollständigen atomaren Abrüstung und der Schaffung eines permanenten Friedens auf der koreanischen Halbinsel beitragen könnten, wie die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap berichtete. (sda/dpa/afp/mlu)

Süd- und Nordkorea räumen Landminen an der Grenze

Video: srf/SDA SRF

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