Bern
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Nach Formel-E-Rennen in Bern: Veranstalter in Zahlungsverzug



Der Schweizer Formel-E-Fahrer Sebastien Buemi auf Werbetour vor dem Rennen in Bern. Mittlerweile stecken die Veranstalter in finanzieller Schieflage.

Bild: KEYSTONE

Vier Monate nach dem Formel-E-Rennen in Bern befindet sich die Veranstalterin in finanzieller Schieflage. Mehrere Lieferanten warten auf ihr Geld.

Die Swiss E-Prix Operations AG bestätigte am Mittwoch Berichte des Finanzportals «Inside Paradeplatz» und der Online-Ausgabe der «Berner Zeitung», wonach sie in Zahlungsverzug geraten ist. Gerüchte, laut welchen es um einen Millionenbetrag geht, wies sie allerdings zurück.

«Es handelt sich um einen mittleren sechsstelligen Betrag, der aufgrund der aktuellen Liquiditätslage noch nicht vollständig beglichen werden kann», erklärte Sprecher Stephan Oehen auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Die Stadt Bern als Gläubigerin betreffe dies nicht. «Ihre Forderung ist mittels Bankgarantie abgesichert.»

Die Stadt stellte 646'062 Franken und 20 Rappen in Rechnung, wie aus ihrem im September publizierten Abschlussbericht hervorgeht. Dort steht auch nachzulesen, dass die Veranstalterin eine unwiderrufliche Bankgarantie über 900'000 Franken abgegeben habe - um zu vermeiden, dass die Stadt auf den Gebühren und entstandenen Kosten sitzen bleiben könnte.

«Sachbeschädigungen» als Grund

Als Grund für die finanzielle Schieflage nennen die Formel-E-Organisatoren Kostenüberschreitungen, die sie selber nicht zu verantworten hätten. Zum einen machen sie geltend, dass bei Vandalenakten am Rande einer Velodemo ein Sachschaden von 400'000 Franken entstanden sei.

Zudem habe es Folgekosten gegeben, erklärte Sprecher Stephan Oehen. So habe man die Security-Dienste massiv aufstocken müssen, um weitere Schäden zu vermeiden. Oehen erklärte, die Veranstalter hätten in der Sache tatsächlich eine Strafanzeige eingereicht, wie sie dies bereits direkt nach dem Rennen angekündigt hatten.

Gemischte Reaktionen

Offen ist, wie sich die Berner Stadtregierung zur neusten Entwicklung stellt. Sie hatte die Durchführung des Rennens in Bern trotz rot-grüner Kritik ermöglicht. Eine Stellungnahme von Sicherheitsdirektor Reto Nause (CVP) stand am Mittwochnachmittag zunächst aus.

Das Rennen vom 22. Juni hatte in der Bundesstadt gemischte Reaktionen ausgelöst. Sie reichten von Faszination und Freude bei Motorsport-Fans bis hin zu scharfer Ablehnung.

Bei der Velo-Demo unmittelbar vor dem Rennwochenende hatten Vandalen Logo-Bänder der Sponsoren weggerissen. Auch sollen Fernseh- und Stromkabel durchschnitten worden sein. (dfr/sda)

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
11Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • neoliberaler Raubtierkapitalist 16.10.2019 21:33
    Highlight Highlight Ich verstehe es einfach nicht, warum man fremdes Eigentum zerstören muss. Werft die Trottis nicht in den Fluss/See und demoliert keine Dinge!
  • Adam Smith 16.10.2019 17:24
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
  • Posersalami 16.10.2019 15:31
    Highlight Highlight 400 000.- Schäden wegen Werbebanner und ein paar durchtrennter Kabel?

    Unglaubwürdig
    • derEchteElch 16.10.2019 16:18
      Highlight Highlight So etwas sagt auch nur jemand, der keine Ahnung hat... 🙄

      Junge, das sind keine „normalen“ Kabel, welche du bequem für deinen Gameboy im Supermarkt kaufst! Die müssen etwas mehr leisten!
    • Posersalami 16.10.2019 17:19
      Highlight Highlight Dann kannst du mir ja sicher erklären, wo welche Kabel durchtrennt wurden.
    • Hierundjetzt 16.10.2019 18:17
      Highlight Highlight Es waren Starkstromkabel. Wo genau steht bestimmt in der Strafanzeige. Und nein Starkstromkabel kann man nicht einfach so verbinden.

      Warum macht man sowas?
    Weitere Antworten anzeigen

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