Interview
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Patti Basler, Buehnenpoetin, Kabarettistin und Autorin, spricht wahrend der 40. Solothurner Literaturtage, am Freitag, 11. Mai 2018 in Solothurn. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Bild: KEYSTONE

«Ich dichte mit dem Hirn, nicht mit den Eierstöcken»

Die Kabarettistin und Vize-Schweizer- Meisterin im Poetry Slam, Patti Basler, über Schubladendenken, ihre Liebe zu Heidi und was Einhornglitzer mit Sexismus zu tun hat.

18.08.18, 20:20 19.08.18, 08:52

Naomi Gregoris / schweiz am Wochenende



Man hatte es bereits geahnt, als sie im März dieses Jahres den Vizetitel in den Slam-Poetry-Schweizer-Meisterschaften holte. Als Patti Basler dann aber ein paar Monate später in der SRF-Sendung «Arena» die Debatten zusammenfasste – auf den Punkt, schnippisch und prägnant –, war klar: Diese Frau ist ganz und gar nicht auf den Mund gefallen. Sie bringe die Bodenständigkeit einer Bauerntochter von der Heu- auf die Show-Bühne, sagt die Aargauerin von sich – womit sie eindeutig untertreibt: Patti Baslers Humor geht über Bauernschläue hinaus. Das beweist sie auch im Gespräch, kurz bevor sie zusammen mit Renato Kaiser und Kilian Ziegler in Augusta Raurica die Bühne betritt.

Patti Basler, wann haben Sie das letzte Mal so richtig laut losgelacht?
Patti Basler: Ich bin nicht eine, die laut hinauslacht. Bei mir lacht es eher im präfrontalen Cortex als im Gesicht. Aber das letzte Mal herausgelacht, so richtig archaisch aus dem Rückenmark heraus?

Ein Artikel von

Ja?
Klassische Schadenfreude. Bei Slapstick-Situationen. Jemand läuft in eine Mauer oder eine Strassenlaterne.

Das erleben Sie?
Oh, ja. Bei Kindern kann man das besonders gut beobachten.

Und was finden Sie gar nicht lustig?
Humor auf Kosten von Leuten, die es sonst schon richtig schwer haben. Und damit meine ich nicht Ironie oder Zynismus. Wenn jemand ganz plakativ auf die Flüchtlingskrise aufmerksam machen will und sagt, «Die kriegen dafür gratis Schwimmlektionen», dann lache ich zwar nicht, aber im Kontext kann dieser Humor stimmig sein. Wenn dagegen Boshaftigkeit und fehlendes Mitgefühl im Spiel sind, ist das weder angebracht noch lustig.

Es ist also in Ordnung, Sprüche zu klopfen, die eigentlich daneben sind?
Es ist so: Wenn man auf der Bühne steht und Menschen zum Lachen bringen will, dann eignen sich Klischees über Minderheiten gut. Aber es gibt auch solche, die niemandem wehtun. Eine Minderheit wie die Aargauer zum Beispiel. Die funktionieren gut, besonders bei den Zürchern. Die Zurückgebliebenen vom Land in den weissen Socken. Ich persönlich bestätige gerne vordergründig solche Klischees, um sie danach umso genüsslicher zu zerpflücken.

«Frauen werden in dieser Branche leider oft schneller abgestempelt und schubladisiert als Männer.»

Sie gelten als sehr schlagfertig – gibt es Situationen, in denen Ihnen Worte fehlen?
Meistens sind es nicht die Worte, die mir fehlen, sondern der schiere Glaube. Beim Lesen von Aussagen: Aufforderungen zu Mord. Blanker Hass. Pure Dreistigkeit und Ignoranz. Und solches aus der Feder von Staatspräsidenten oder Parteileaderinnen.

Haben Sie eine politische Verantwortung, wenn Sie auf der Bühne stehen?
Ich schreibe mir selbst eine zu. Je öffentlicher die Person, desto politischer wird sie wahrgenommen.

Sie äussern sich oft über Gleichstellung. Wie erleben Sie die Slam-Bühne als Frau?
Die politische Brisanz liegt nicht auf der Slam-Bühne, sondern in der allgemeinen Wahrnehmung und Rezeption. Zum Beispiel bei der Themenwahl: Gewisse Themen wirken offenbar je nach Geschlecht unterschiedlich. Wenn ein Mann wie Philipp Scharrenberger, der momentan beste Slampoet im deutschsprachigen Raum, einen Text vorträgt, in dem es um Einhornglitzer geht – übrigens ein toller gesellschaftskritischer Text, der sich wunderschön reimt und technisch brillant ist – wenn der am Schluss sagt, man solle über alles einfach etwas mehr Einhornglitzer geben, wird er als wunderbar poetisch und sprachsensibel rezipiert. Wäre die Autorin eine Frau, hiesse es vorschnell, das sei doch Meitli-Gschpürschmi-Selbstverwirklichung oder Hausfrauenpoesie. Frauen werden in dieser Branche leider oft schneller abgestempelt und schubladisiert als Männer. Wenn sich hingegen Männer mit Haushaltsthemen befassen, können sie genau dafür berühmt werden. Denken Sie nur an Hausmann Bänz Friedli. Ich bedaure, dass Texte oder Kabarett-Nummern aufgrund äusserer Merkmale wie Geschlecht, Alter oder Herkunft der Schreibenden schubladisiert, statt vorurteilsfrei beurteilt werden.

«Dann heisst es ‹Die blöde, dicke Kuh› oder ‹Die ist doch einfach verbittert und sexuell frustriert.›»

Wie äussert sich diese Abstempelung bei Ihnen?
Ich bemerke sie vor allem auf den sozialen Medien: Äussere ich mich auf Social Media sachlich und satirisch, wird vonseiten der Leser oft nicht die sachliche Botschaft aufgenommen, sondern entweder meine Kompetenz infrage gestellt oder sofort auf den Körper und die Person geschossen. Dann heisst es «Die blöde, dicke Kuh» oder «Die ist doch einfach verbittert und sexuell frustriert». All das wird verhandelt, ohne dass es um die Sache geht. Man wird sofort reduziert.

Zur Person: Patti Basler

Die Aargauerin ist 1976 in Zeihen geboren. Nach der Ausbildung zur Sekundarlehrerin unterrichtete sie ab 1999 an Aargauer und Zürcher Schulen. Von 2005 bis 2014 studierte sie an der Universität Zürich Erziehungswissenschaften, Soziologie und Kriminologie. 2009 nahm sie an ihrem ersten Poetry Slam teil und stieg schnell zu nationaler Bekanntheit auf. 2015 und 2016 siegte sie beim Icon Poet in Baden, Bern, St.Gallen und Zürich sowie im März 2016 an den Berner Humortagen. Im März 2018 wurde sie Vize-Schweizer-Meisterin im Poetry Slam. Im Juni 2018 fasste sie als «Instant-Protokollantin» vier Folgen der SRF Sendung «Arena» zusammen. Basler lebt bei Baden und arbeitet seit 2012 als freischaffende Texterin, Kabarettistin, Slam-Poetin und Moderatorin. (nao)

Wie gehen Sie damit um?
Ich versuche sie zu ignorieren. Dassind Hater und Trolle, denen geht es nur um die Aufmerksamkeit. Aber wenn es richtig schlimm würde, müsste man sich an den Verein #NetzCourage wenden und die anzeigen.

So weit ist es bei Ihnen aber noch nicht gekommen?
Nein. Und als Satirikerin teile ich auch viel aus. Ich muss bis zu einem gewissen Grad einstecken können. Oft sind solche Kommentare ja auch Quelle der Erheiterung. Und manchmal ergibt sich gar ein versöhnlicher Dialog.

Denken Sie beim Texten jemals «Das sollte ich jetzt nicht schreiben, weil ich eine Frau bin»?
Nein, zumindest nicht bewusst. Ich bin ja Poetin, da dichte ich mit dem Gehirn und dem Gehör, nicht mit den Eierstöcken. Sie haben Ihre Kindheit auf einem Bauernhof im Fricktal verbracht.

«Ich wusste bereits nach einem Jahr, dass der Lehrerberuf auf die Dauer nichts für mich ist.»

Was für ein Kind waren Sie?
Ein lautes, das viel geredet hat. Ich hab mich aber auch gern zurückgezogen und gelesen.Zum Beispiel?Alles! «Huckleberry Finn», «Pippi Langstrumpf», «Rote Zora». Und natürlich «Heidi». «Heidi» war ein sehr wichtiges Buch für mich, ich hab später mein Lizenziat über Johanna Spyri gemacht. «Heidi» habe ich x-mal gelesen. So oft, dass meine Eltern irgendwann sagten: «So, also 20-mal ‹Heidi› lesen bringt dir also auch nichts.»

Denen haben Sies gezeigt.
(Lacht) Ja. Die letzte Expertin ist leider vor ein paar Jahren gestorben, wenn Sie also etwas über Spyris Kindergeschichten wissen wollen, sind Sie sehr gut bedient bei mir.

Gingen Sie gern in die Schule?
Ja. Was ich nicht mochte, war zu Hause büffeln. Das ist auch heute noch so. Ich bin die Prokrastinateurin vor dem Herrn.

Trotzdem sind Sie Lehrerin geworden und haben später ein Studium in Erziehungswissenschaften angehängt.
Ja, aber ich wusste bereits nach einem Jahr, dass der Lehrerberuf auf die Dauer nichts für mich ist. Mir fehlte die intellektuelle Herausforderung, in der Ausbildung und später als Lehrerin.

2008 haben Sie zum ersten Mal mit einer Schulklasse einen Poetry Slam gesehen. Mögen Sie sich an den Tag erinnern?
Sehr gut sogar. Das waren die Deutschsprachigen Meisterschaften in Zürich. Ich hab mir das angeschaut und gedacht: «Joa. Isch scho guet. Aber ich könnte das auch.» Von da an habe ich immer ein bisschen gehofft, dass mich jemand entdeckt. Und irgendwann hab ich gemerkt, dass man nicht entdeckt wird, wenn man sich nicht selbst auf eine Bühne stellt. Also habe ich mir einen Ruck gegeben, ein Jahr später, auf einer Bühne in Wohlen.

«Früher dachte ich immer so: ‹Werde der, der du bist› – jaja, blabla – und jetzt bin ich wirklich die geworden, die ich bin.»

Waren Sie nervös?
Ich glaube schon. Ausserdem hatte ich, abgesehen von dieser einen Meisterschaft, noch nie einen Slam gesehen. Aber es lief dann hervorragend. Ich hatte zum ersten einzigen und letzten Mal die volle Punktzahl. Der Höhepunkt meiner Karriere. Ich hätte eigentlich dann aufhören müssen. Und dieses Jahr schliesst sich für mich damit ein Kreis: Es ist genau zehn Jahre her, seit ich meinen ersten Poetry Slam gesehen habe, und jetzt trete ich selbst an den Deutschsprachigen Meisterschaften in Zürich auf.

Heute sind Sie nicht mehr Lehrerin, Sie konzentrieren sich voll aufs Schreiben und die Bühne. Wie hat sich Ihr Leben verändert?
Zum Besten! Früher dachte ich immer so: «Werde der, der du bist» – jaja, blabla – und jetzt bin ich wirklich die geworden, die ich bin. Es ist ein Riesenprivileg, wenn man machen darf, was man will, und es dabei auch wirklich kann. Also nicht nur der Wille da ist, sondern auch das Talent. Und es dafür noch einen Markt gibt. Dafür bin ich sehr dankbar.

«Und ich wusste von Anfang meiner Bühnenkarriere an: Ich muss kommen – tschack! – und erobern.»

Sie haben Ihre Slam-Karriere vergleichsweise spät gestartet – die meisten Slammer sind zwischen 16 und 30 Jahre alt.
Das Alter scheint mir nicht so wichtig, obwohl es offenbar gerne betont wird. Der Gewinner des Salzburger Stiers, Christoph Simon, war um einiges älter, als er mit dem Slammen begann – bei ihm wurde das allerdings nicht gross thematisiert. Dafür wurde zu Recht hervorgehoben, dass er bereits erfolgreicher Romancier war und Bücher geschrieben hatte.

Inhaltlich macht das Alter natürlich schon was aus.
Klar. Viele junge Leute schreiben Texte aus ihrem Erlebnisumfeld von Erwachsenwerden, Studium und Selbstfindung – das sind Themen, die bei mir inzwischen vorbei sind.

Bereuen Sie manchmal, dass Sie nicht früher mit dem Slammen angefangen haben?
Ich war halt ein Mädchen vom Bauernhof, ich wusste nicht, dass es so was wie Poetry Slam überhaupt gibt. Dafür habe ich viel Stoff für meine Texte gesammelt. Und ich wusste von Anfang meiner Bühnenkarriere an: Ich muss kommen – tschack! – und erobern.

Wieso?
Auf der Bühne hat man meist keine lange Halbwertszeit. Auch wenn ich dagegen ankämpfe: Es verträgt zwar ein paar Grandes Vieilles Dames zwischen den vielen älteren Herren,aber nur wenige.

«Wenn ich etwas höre, kann ich mir sofort einen Reim drauf machen. Wortwörtlich: Mir springt sofort eine satirische Überhöhung oder ein Spruch in den Kopf.»

Würden Sie gerne eine Grande Vieille Dame werden?
Das kann ich gar nicht mehr. Da hätte ich früher anfangen müssen. Um das zu werden, musst du jahrelange Erfahrung und Medienpräsenz haben. Die habe ich nicht. Ich bin spät zur Bühne gekommen, war nicht auf der Dimitri-Schule, ich hab nicht einmal Literaturwissenschaften studiert. Es gibt mich schlicht noch zu wenig lange als Bühnenmensch.

Die Zeichen stehen aber gar nicht mal so schlecht: Vergangenen Juni haben Sie als «Instant-Protokollantin» immerhin die SRF-Sendung «Arena» zusammengefasst. Eine Herkulesaufgabe!
Ja, aber das liegt mir einfach, unter grossem Zeitdruck zu arbeiten. Wenn ich etwas höre, kann ich mir sofort einen Reim drauf machen. Wortwörtlich: Mir springt sofort eine satirische Überhöhung oder ein Spruch in den Kopf. Wenn mir Menschen mit lustigen Namen vorgestellt werden, dann kommt mir garantiert ein passendes Wortspiel in den Sinn. Das passiert einfach mit mir. Wortspiel-Logorrhö!

Wo haben Sie eigentlich die besten Ideen?
Unter der Dusche.

Wie klassisch!
Sehr. Wenn das Wasser über meinen Kopf läuft und ich nichts von der Aussenwelt mitkriege und nichts machen kann. Nicht auf dem Handy rumdrücken, nicht lesen oder fernsehen oder mit jemandem schwatzen. Wenn ich null Ablenkung habe, null Möglichkeit zur Prokrastination.

Am Samstag treten Sie mit Renato Kaiser und Kilian Ziegler in Augusta Raurica gegen Slammer aus Österreich und Deutschland an. Haben Sie schon einen Schlachtplan?
Eigentlich würde ich ja gerne die eine Brandrede bringen, die ich bereits am 1.August in Biel vortrug. Die kam beim Publikum aber nicht so gut an. Ich weiss nicht so recht, vielleicht muss ich auch einfach mir selbst treu bleiben und dann verliert halt die Schweiz (lacht). Wegen mir.

Ein schöner Schlusssatz!
Bloss nicht. Sonst heisst es wieder
«Die Frau soll sich doch nicht so
klein machen!»

Oder nicht so selbstgerecht auftreten.
Genau. Allen Leuten recht getan, ist eine Kunst, die niemand … in einen Reim zwängen sollte.

(Schweiz am Wochenende)

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

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17
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    Alle Leser-Kommentare
  • sambeat 18.08.2018 23:16
    Highlight Ich beschränke meine schreibende Schnauze auf ein knappes und saloppes „Na ja.“
    57 20 Melden
  • Share 18.08.2018 22:14
    Highlight Nun, in der praktischen Paedagogik unterfordert. Mit dem Interview überfordert.
    Liebe Patti, lies das Zeugs doch nochmals durch bevor du es freigibst. Bitte.
    Erlebniswelten? Eierstöcke? Logo - was?
    70 86 Melden
    • Balikc 19.08.2018 02:47
      Highlight Text gelesen?
      "Das beweist sie auch im Gespräch, kurz bevor sie zusammen mit Renato Kaiser und Kilian Ziegler in Augusta Raurica die Bühne betritt."

      Die hatte wohl grad anderes zu tun als ein Interview gegenzulesen...

      ... im Übrigen hat Team Basler/Kaiser/Ziegler gegen die internationale Konkurrenz gesiegt, u.a. dank Pattis souveränen 6 Punkten!
      34 9 Melden
    • Menel 19.08.2018 11:34
      Highlight @Balikc, kann ich nur bestätigen, Team Schweiz hat dieses Jahr echt verdient gewonnen, auch dank Basler 😃
      9 1 Melden
    • Share 20.08.2018 13:30
      Highlight Liegt’s an den Augen oder fehlt‘s an Hirn? Realtätsverschiebung?
      Ich schätze gebildete Menschen. Ich mag Poetry Slam und Menschen, die sich nicht scheuen Neues auszuprobieren und sich von Worthülsen nicht beeindrucken lassen. Und da hätte ich mir auf der persönlichen Ebene mehr Substanz gewünscht. Also genau das was Patti für Ihre Bühnenkunst einfordert. Weil es das Leben lebenswerter macht. Ob es darum geht mit Worten nichts zu sagen oder damit Scharade zu spielen, ist weniger relevant.
      PS. Gratuliere!
      0 1 Melden
    • patti basler 21.08.2018 01:47
      Highlight Tatsächlich hätte ich eigentlich Lohnenderes zu tun, als Interviews gegenzulesen oder Kommentarspalten nach Likes und Hatern zu durchforsten. Aber, liebe(-r) Share: Ich weiss beim besten Willen nicht, was du meinst. Gefällt dir meine Terminologie nicht oder das, was die Schreiberin draus gemacht hat? Und wo genau erwartest du mehr Substanz? Im Interview? Auf der Bühne?
      Verständnislose Grüsse
      4 0 Melden
  • Karl33 18.08.2018 22:09
    Highlight Shane Allen, Programmverantworlicher Comedy bei BBC kürzlich so: Monty Python hätte heute keine Chance mehr, sechs weisse Männer von Eliteuniversitäten am TV - ginge nicht mehr. Heute müsse es eine "Diversity story" sein, und das sei gut so.

    Gut so, dass es Monthy Python (beste Comedy Gruppe ever?) nicht mehr gäbe. Sagt ein Bürokrat eines Öffentlich-Rechtlichen Staatssenders. Nicht mehr Qualität zähle, sondern Diversität, Quoten.

    Ich denke das bringt die Lage auf den öffentlichen Bühnen der westlichen Welt gut auf den Punkt.

    Und jetzt quatscht weiter über Diversität anstatt Qualität.
    117 43 Melden
    • Balikc 19.08.2018 02:39
      Highlight Wer in dieser Branche keine Qualität liefert, geht schnell unter. Auch wenn gewisse Sender oder Preisverleihungen versuchen Künstler zu pushen, braucht jede(r) ein Publikum um auf Dauer zu bestehen. (Dieses definiert notabene auch den Anspruch an die Qualität). Quotenkünstler(innen) gibt es nicht, oder zumindest nur kurze Zeit...

      ... und doch, Monty Python würde auch heute noch funktionieren. Bloss sind die Zeiten vorbei in denen die gesamte Kultur von weissen Männern beherrscht wurde.
      29 15 Melden
    • Citation Needed 19.08.2018 06:29
      Highlight Nicht ganz. Es gibt einfach nicht mehr NUR den ‚White Oxbridge Bloke‘ in der Comedy des Senders.
      Ein feiner Unterschied.
      Was soll denn an den ‚westlichen Bühnen der Welt so schlimm sein?‘
      Bösen Humor gibt es immernoch und the wer lieber John Cleese im Kaufleuten guckt (war cool!) statt Comedians aus andern Bereichen der Gesellschaft, der darf getrost zu zweiterem nicht hingehen.
      Was Allen sagt, gilt ja nur für die Programme der BBC.
      13 11 Melden
    • Citation Needed 19.08.2018 08:18
      Highlight Balikc: besser auf den Punkt gebracht als ich das je könnte
      👍🏻
      5 5 Melden
  • Der Tom 18.08.2018 21:49
    Highlight Ich würds mal mit dem Herzen versuchen.
    33 20 Melden
    • Citation Needed 19.08.2018 06:31
      Highlight Bitte nicht nur. Ein bisserl Hirn schadet nie.
      25 6 Melden
  • Roman h 18.08.2018 21:41
    Highlight Also wenn ein Mann kann also ohne Vorurteile über Einhornglitzer reden und eine Frau nicht?
    12 46 Melden
  • der-ueli 18.08.2018 21:36
    Highlight danke patti! ich bin ja der beschraenkten unbeschraenkten meinung, dass die welt mit menschen wie dir, deiner schnauzenoffenlegung in den "neuen" medien gegenueber gewissen, ungewissen subjekten, etwas vom besten ist, was man so zu ge/ se/ hoeren bekommt. danke dafuer. adee
    36 57 Melden
    • sambeat 18.08.2018 23:15
      Highlight Passt.
      15 8 Melden
    • patti basler 21.08.2018 01:49
      Highlight Danke dir.
      2 0 Melden
  • zimtlisme 18.08.2018 21:20
    Highlight yeah go patti!
    45 46 Melden

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