Deutschland

Bayer verkauft wegen Monsanto-Deals Geschäftsteile an BASF

13.10.17, 09:52

Bald in Bayer-Hand: Monsanto. Bild: AP/AP

Im Zuge der geplanten Übernahme des US-Saatgutherstellers Monsanto will Bayer einen Teil seines Geschäfts mit Saatgut und Herbiziden an BASF verkaufen. Die beiden deutschen Chemieriesen vereinbarten entsprechende Vereinbarungen im Umfang von 5.9 Milliarden Euro.

Der Deal soll aber nur zustande kommen, wenn Bayer die geplante Übernahme des Saatgut- und Agrarchemiekonzerns Monsanto aus den USA tatsächlich gelingt. Die EU-Wettbewerbshüter prüfen die Pläne für die 66 Milliarden Dollar schwere Übernahme. Bayer hofft, die Übernahme Anfang 2018 abschliessen zu können. Dann soll auch der Teilverkauf an BASF vollzogen werden.

Der Kauf umfasst das weltweite Glufosinat-Ammonium-Geschäft sowie ausgewählte Saatgut-Bereiche, wie BASF und Bayer am Freitag gemeinsam mitteilten. Mit der Transaktion treibt Bayer zugleich seine Pläne zur Übernahme des US-Saatgutriesen Monsanto voran. Denn mit dem Verkauf wolle der Konzern «aktiv auf die potenziellen Bedenken der Regulierungsbehörden» eingehen, machte Bayer-Chef Werner Baumann klar.

Durch die Übernahme will BASF seine Geschäfte mit der Landwirtschaft stärken. Der Ludwigshafener Konzern erweitere mit dem Zukauf das Pflanzenschutzgeschäft, stärke das Herbizid-Portfolio und steige in wichtigen Agrarmärkten in ein eigenes Saatgutgeschäft ein, erläuterte Konzernchef Kurt Bock.

Gute Gelegenheit

«Mit dieser Investition ergreifen wir die Gelegenheit, äusserst attraktive Geschäftsfelder in wichtigen Feldkulturen und Märkten zu erwerben.» BASF greift nach Geschäften, die im Jahr 2016 zusammen einen Umsatz von rund 1.3 Milliarden Euro sowie ein operatives Ergebnis (Ebitda) von rund 385 Millionen Euro einfuhren.

Die Transaktion beinhaltet das entsprechende geistige Eigentum, Standorte sowie den Übergang von mehr als 1800 Beschäftigten vor allem in den USA, Deutschland, Brasilien, Kanada und Belgien.

Bedenken ausräumen

Bayer ist mit seinen Plänen für die Monsanto-Übernahme auf ernsthafte Bedenken der EU-Wettbewerbshüter gestossen. Die EU-Kommission hatte nach einer ersten Untersuchung die Sorge geäussert, dass der Zukauf den Wettbewerb unter anderem in den Bereichen Pestizide und Saatgut beeinträchtigen könnte.

Um grünes Licht aus Brüssel für die Milliarde-Übernahme zu erreichen, muss sich Bayer von Geschäften trennen. Die EU-Kommission hatte zuletzt erklärt, sie habe ihre Prüfung bis zum 22. Januar 2018 verlängert.

Das Geschäft hat einen Umfang von rund 66 Milliarden Dollar. Der Zusammenschluss mit Monsanto würde Bayer zum Weltmarktführer in der Agrarchemie machen. (sda/reu/dpa/afp)

Das könnte dich auch interessieren:

«Steckt euch eure Schokolade sonst wo hin» – so schreiben die Nordiren über Gegner Schweiz

Sterbender Schimpanse umarmt zum letzten Mal seinen Freund und sorgt für Hühnerhaut-Moment

Sex-Vorwürfe weiten sich auf Weinsteins Bruder aus

Er hat sie schon, so kriegst du sie: Die neue 10-er-Note ist im Umlauf

Bevor geboxt wird, küsst die Herausforderin die verdutzte Weltmeisterin

Liebe Männer, lasst euch von der Sexismus-Debatte nicht verunsichern. Benutzt euer Hirn.

7 ewige Online-Kommentar-Kriege, die dir die Freude an der Demokratie verderben

Kein Geld von Constantin

So erlebten Passagiere den Air-Berlin-Stunt

Bürki patzt: BVB blamabel auf Zypern 

Alle Artikel anzeigen
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0Alle Kommentare anzeigen
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!

#TakeaKnee: Jetzt gehen auch deutsche Fussballer gegen Trump auf die Knie

Spieler und Verantwortliche von Hertha BSC haben vor dem Bundesliga-Spiel gegen Schalke 04 gekniet. Damit schlossen sie sich dem Protest zahlreicher US-Sportler an. Die Begründung folgte per Twitter.

Zeichen gegen Diskriminierung: Vor dem Spiel gegen Schalke 04 haben sich die Profis von Hertha BSC samt Trainer Pál Dárdai und Geschäftsführer Michael Preetz auf die Knie begeben. Damit solidarisierte sich das Team mit dem Protest zahlreicher US-Sportler, die nach dem Vorbild von NFL-Profi Colin Kaepernick während der US-amerikanischen Nationalhymne knien.

Die Profis aus unterschiedlichen Sportarten wollen mit der Geste unter anderem gegen Polizeigewalt und Diskriminierung protestieren. …

Artikel lesen