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Opferverbände gegen Aufstellung einer neuen Karl-Marx-Statue

09.04.18, 05:24


Das Aufstellen einer grossen Karl-Marx-Statue zum 200. Geburtstag des Denkers im südwestdeutschen Trier sorgt für Streit. Die Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft hat die Pläne scharf kritisiert.

«Ich hätte mir nie träumen lassen, dass man in dem Teil Deutschlands, der seit 1945 immer frei war, anfängt, neu Standbilder von Karl Marx aufzustellen», sagte der Bundesvorsitzende der Union, Dieter Dombrowski, der Nachrichtenagentur DPA in Trier. «Das ist wirklich bizarr.»

Der 1818 in Trier geborene Marx sei «nicht einfach nur ein Wissenschaftler und Philosoph» gewesen, sagte Dombrowski. «Sondern Marx hat die geistigen Grundlagen für die kommenden kommunistischen Diktaturen verschiedenster Färbungen gelegt.»

Über fünf Meter hoch

Die Stadt Trier stellt die von China geschenkte 4.40 Meter hohe Statue zum runden Geburtstag von Marx am 5. Mai auf. Inklusive Unterbau wird das Werk 5.50 Meter hoch sein und auf einem Platz stehen.

Viele Opfer des Kommunismus lehnten den «Riesen-Marx» ab, teilte die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen mit. Viele Ostdeutsche erinnere das Geschenk an die Zeit der DDR.

Der Trierer Stadtrat hatte im März 2017 nach hitziger Diskussion für die Annahme des Geschenks aus China gestimmt. Die Statue sei eine Anerkennung für die Geburtsstadt des grossen Philosophen Marx - und könne Anlass zum Diskurs sein, hiess es. Oberbürgermeister Wolfram Leibe (SPD) hatte gesagt: «Karl Marx ist einer der grössten Bürger in dieser Stadt und wir sollten ihn nicht verstecken.» (sda/dpa)

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Brikne, 20.7.2017
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