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Fast 40 Prozent weniger Todesopfer durch Tötungsdelikte seit 2004



Von 2009 bis 2016 sind in der Schweiz jedes Jahr durchschnittlich 49 Menschen getötet worden. Das waren 38 Prozent weniger als im Zeitraum der letzten Studie über die Jahre 2000 bis 2004. Schusswaffen wurden weniger häufig als Tatwaffe eingesetzt.

Das Bundesamt für Statistik (BFS) hat mit Unterstützung des Eidgenössischen Büros für die Gleichstellung von Frau und Mann (EBG) eine Studie über die in den letzten Jahren in der Schweiz polizeilich registrierten Tötungsdelikte durchgeführt, wie das BFS am Montag mitteilte.

Die Zahl der Opfer versuchter Tötungsdelikte war mit 172 Menschen pro Jahr 24 Prozent höher als im Zeitraum von 2000 bis 2004. Im Vergleich zur älteren Studie ging der Einsatz von Schusswaffen bei Tötungsdelikten in den Jahren 2009 bis 2016 deutlich von 34 Prozent auf 20 Prozent zurück. Beim Einsatz von Schusswaffen haben die Opfer laut BFS die geringsten Überlebenschancen.

Die Mehrheit der Opfer kennt die Täter. 34 Prozent der Opfer standen mit der beschuldigten Person in einer Verwandtschafts- oder Paarbeziehung (häusliche Beziehung), 26 Prozent kannten die tatverdächtige Person, standen aber in keiner häuslichen Beziehung und 27 Prozent kannten die tatverdächtige Person nicht.

Da mindestens 60 Prozent der Opfer die tatverdächtige Person kannten - bei vollendeten Delikten waren es sogar mindestens 75 Prozent -, sei die Wahrscheinlichkeit grösser, von einer Person aus dem Bekanntenkreis oder der Verwandtschaft angegriffen zu werden als von einer unbekannten Person, schreibt das BFS weiter.

Durchschnittlich standen pro Jahr 25 Opfer vollendeter Tötungsdelikte und 50 Oper versuchter Tötungsdelikte mit der tatverdächtigen Person in einer häuslichen Beziehung. Verglichen mit den Vorjahren ist die Anzahl der vollendeten und versuchten Tötungsdelikte im häuslichen Bereich zurückgegangen.

Im ausserhäuslichen Bereich wurden pro Jahr 19 Menschen Opfer eines vollendeten und 98 Personen Opfer eines versuchten Tötungsdelikts durch eine ihnen bekannte, aber in keiner häuslichen Beziehung zu ihnen stehenden Person oder durch eine ihnen unbekannte Person.

Gegenüber den Jahren 2000 bis 2004 hat die durchschnittliche Anzahl Tötungsdelikte in diesem Bereich somit leicht zugenommen, die Zahl der Todesopfer ist hingegen zurückgegangen, wie das BFS weiter schreibt. (sda)

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