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Noe Bouissoux aus Bern wirft den Abstimmungszettel seines Vaters in die Wahlurne im Abstimmungslokal

Geht es nach der Denkfabrik Avenir Suisse, sollen Kinder das Stimmrecht erhalten. Bild: KEYSTONE

Stimmrecht für Kinder: Wie Avenir Suisse die «Gerontokratie» verhindern will



Das Schweizer Stimmvolk altert. So weit, so altbekannt. Aus Angst vor einer drohenden «Gerontokratie», einer Herrschaft der Alten, bringt die Denkfabrik Avenir Suisse Massnahmen ins Spiel, um dem jüngeren Teil der Bevölkerung an der Urne mehr Gewicht zu verleihen.

Einerseits altert die Gesellschaft und anderseits beteiligen sich Seniorinnen und Senioren häufiger an Urnengängen als Junge. Die nackten Zahlen zeigen laut der «Zentralschweiz am Sonntag», die über die Pläne berichtet, dass sich bis 2035 das Alter des statistischen Durchschnittswählers von heute 56 auf 60 Jahre erhöhen wird.

Rentner und kurz vor der Pensionierung stehende Personen werden damit erstmals die arbeitende Bevölkerung überstimmen können. Daher schlägt Avenir Suisse vor, Kindern das Stimmrecht zuzugestehen, das von den Eltern stellvertretend ausgeübt würde.

Lukas Ruehli, Projektleiter Avenir Suisse, an einer Medienkonferenz in Zuerich, am Dienstag, 7. April 2015. Avenir Suisse orientierte ueber ihr neuestes Diskussionspapier

Lukas Rühli von Avenir Suisse. Bild: KEYSTONE

Es sei davon auszugehen, dass Eltern die ferne Zukunft stärker gewichten würden als Personen ohne Kinder, sagte Lukas Rühli von Avenir Suisse der Zeitung. Zudem seien Eltern minderjähriger Kinder jünger als der Durchschnitt der stimmberechtigten Bevölkerung.

Weiter sollen Ausländer, die während fünf bis acht Jahren Steuern gezahlt haben, auf Kantons- und Gemeindeebene das Stimmrecht erhalten, weil diese im Durchschnitt jünger sind als Schweizer. Zudem soll das Stimmrechtsalter auf 16 Jahre gesenkt werden. (kad)

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