Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Betäubungsmitteldiebstähle in Berner Spitälern und Heimen nehmen zu



In Spitälern und Heimen des Kantons Bern nehmen die Fälle von Betäubungsmitteldiebstahl zu. Oft sind es Angestellte, die sich bedienen. Teilweise wurden Ampullen umetikettiert oder verwässert, um die Diebstähle zu vertuschen.

Wie das bernische Kantonsapothekeramt in seinem neusten Jahresbericht schreibt, ist es zu mehreren Kündigungen und Strafanzeigen gekommen. Fristlos entlassen wurde beispielsweise eine Pflegeperson in Kaderfunktion, welche über ein Jahr lang grössere Mengen von Schmerzmitteln, Beruhigungsmitteln und Psychopharmaka entwendete.

Zum Teil entnahm diese Person Präparaten, welche für Patienten bestimmt waren, einen Grossteil der Wirkstoff-Flüssigkeit und liess ein mit Wasser verdünntes Produkt zurück. Ungeklärt blieb ein ähnlicher Fall in einem Altersheim. Auch dort nahm die fehlbare Person in Kauf, dass Patienten Schmerzmittel ohne oder nur noch mit geringer Wirkung erhielten.

In einem Regionalspital wurde eine Fachperson Gesundheit fristlos entlassen, weil sie Ampullen eines Schmerz- oder Anästhesiemittels durch ähnlich aussehende Ampullen mit anderem Inhalt ersetzte. Sie konnte dank des elektronischen Medikamentenausgabesystems identifiziert werden.

Viel Arbeit für mobiles Party-Labor. . .

Das bernische Kantonsapothekeramt berichtet auch von einer gestiegenen Nachfrage nach seinem mobilen Labor, mit dem es seit 1998 an Partys und in Clubs der ganzen Schweiz Drogen untersucht. Dieses mobile Labor kam in den Berichtsjahren 2016 und 2017 in den Kantonen Zürich, Bern, Basel und Genf vierzehnmal zum Einsatz.

Die Anzahl der Proben stieg im Vergleich zu den Jahren 2014/15 um zwölf Prozent. Das Labor stellt eine Zunahme von Stimulanzien wie Amphetamin und Kokain fest. Ausserdem spricht es von teilweise sehr hoch dosierten Ecstasy-Tabletten. Es bestehe die Gefahr einer «massiven Überdosierung».

. . .und für neue Drogen-Anlaufstelle

Sehr beliebt geworden ist auch eine 2014 zusammen mit der Berner Contact-Stiftung aufgebaute Anlaufstelle mit dem Namen DIB Plus, abgekürzt für Drogeninformationszentrum Bern. Dort erhalten Konsumenten von Partydrogen einmal wöchentlich Beratung und können Substanzen analysieren lassen.

1238-mal untersuchte das bernische Kantonsapothekeramt in den Berichtsjahren 2016 und 2017 solche von Partygängern abgegebene Proben. Es sei heute «oft bei der Kapazitätsgrenze angelangt», steht im Bericht.

In 52 Prozent der 1238 Untersuchungen warnten die Fachleute jene Klienten, welche die Proben abgegeben hatten. Beispielsweise waren die Partygänger mit Kokain, das mit pharmakologisch aktiven Streckmitteln versehen war, in die Anlaufstelle gekommen, oder eben mit hochdosierten Ecstasy-Pillen.

In 78 Fällen sprachen das Berner Kantonsapothekeramt und die Contact-Stiftung auf einschlägigen Internetportalen wie www.raveitsafe.ch auch öffentliche Warnungen aus. (sda)

Das könnte dich auch interessieren:

Fotograf schiesst DAS Foto der Notre-Dame und muss sich nun gegen Fake-Vorwürfe wehren

Link zum Artikel

Das grösste Verdienst von Tesla sind nicht die eigenen Autos

Link zum Artikel

Schluss mit Lügen! So lässt sich die ganze Welt allein mit grüner Energie versorgen

Link zum Artikel

Vergiss Tinder! Hier erfährst du, welches Potenzial deine Fassade hat 😉

Link zum Artikel

17 katastrophale Tinder-Chats, die definitiv niemanden antörnen

Link zum Artikel

Vermisst und wieder aufgetaucht – 9 Fälle von Kindern, die verschwunden waren

Link zum Artikel

Mit diesen 21 Fakten kannst du beim kommenden «Game of Thrones»-Marathon angeben

Link zum Artikel

«SRF Deville» verkündet Pfadi-Putsch in Liechtenstein – diese finden's gar nicht lustig

Link zum Artikel

Brauchen wir einen Green New Deal, um eine Rezession zu vermeiden?

Link zum Artikel

Wie rechte Ideologen den Brand von Notre-Dame für ihre Zwecke instrumentalisieren

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

1
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen