Gesellschaft & Politik
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Brainstorming in Gruppen ist meist für die Füchse, wissen die Autoren von «Real Talk». Grübelt lieber erst allein an euren Ideen herum. bild: realtalk

Marketing-Sprache ist Bullshit-Sprache – Eine Einladung zur Rebellion

Wenn wir nicht verblöden wollen, müssen wir dringend etwas gegen die Bullshit-Sprache tun, die unentwegt aus den Marketing- und Kommunikationsbuden strömt und unser aller Alltag vergiftet. «Real Talk» verrät, warum und wie.



Dieses Buch ist ein Segen. Selbst wenn es einen englischen Titel trägt. «Real Talk» ist griffig. Schliesslich sollten es auch alle Marketing-Menschen kaufen und die greifen gemeinhin nicht nach einem Buch, das «Tacheles» heisst. Das wär way zu archaisch. «Real Talk» klingt da schon viel verheissungsvoller. Vor allem, wenn es in gespraytem Neonpink daherkommt.

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Pink ist einfach hübsch. bild: realtalk

Real Talk – Über Marketing-Klon-Sprache, Aura-Diebe und andere Ungeheuer

Ivana Leiseder und Matthias Plattner haben ein Manifest gegen die Bullshit-Sprache geschrieben. Man liest es mit Freude und denkt ungefähr bei jedem zweiten Satz: «Ja, genau! Das sag' ich schon lange!» Man sagt es aber eben genau nicht. Zumindest nicht laut. Darum ist dieses Buch so nötig. Und wer weiss, wenn wir uns alle unseres Mitverschuldens bewusst werden und uns mit den von den Autoren zur Verfügung gestellten Werkzeugen gegen den verbalen Durchfall wehren, finden wir vielleicht wieder zu einer Sprache, die Authentizität nicht nur verspricht.
Das Buch kannst du hier bestellen – jedes Exemplar wurde von Hand geschnitten, gefalzt, geklebt, verschweisst und besprayt, 100% in Zürich hergestellt.

Das Erstaunliche daran ist aber nun, dass es tatsächlich sehr verheissungsvoll ist!

Dieses Buch nämlich entlarvt mit einer erheiternden Ehrlichkeit die Sprache unserer Zeit, diesen unsäglichen Dünnpfiff an leeren Worthülsen und charakteramputierten Phrasen, jenes restlos austauschbare PR-Geschwurbel, das bis zur Unkenntlichkeit verstümmelte und vernebelte Websites-Palaver von Werbeagenturen, Schulen, Banken, IT-Buden, Anwaltskanzleien, Autovermietungen und allen anderen Dienstleistungsfirmen.

Wohltuend wird hier die heisse Luft aus den sprachlichen Ballon-Monstern rausgelassen, sodass sie gnadenlos zusammenfallen zu dem Nichts, das sie im Grunde sind.

Denn wenn eine Schule allen Ernstes verspricht, sie werde «die Schülerinnen und Schüler in den Mittelpunkt stellen» (und ich Trottel dachte, der Mittelpunkt sei die Pflege der Pausenplatz-Beete) und sich stolz als «Lebensraum» anpreist, wenn eine Content-Marketing-Firma Wert auf «eine zielorientierte Vorgehensweise» legt (ich suche leider nach einer Firma, die sich durch totale Ziellosigkeit hervortut) und die britische Grossbank HSBC sagt, dass wir gemeinsam «thriven» (also gedeihen, äh, nein danke?), während ein gefühlvoller Brad Pitt sich für Chanel Nº 5 mit nichts als seinen existentiellen Gedanken in einen leeren Raum stellt und diesen dann ausfüllt mit der tiefsinnigen Erkenntnis, dass dieser Duft sein luck, fate und fortune sei, dann ist die Zeit gekommen, ein bisschen zu kötzeln.

Brad Pitt in seiner wohl herausragendsten Rolle als Geliebter von Chanel Nº 5

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«The world turns and we turn with it», weiss Brad Pitt. Video: YouTube/CHANEL

Oder an einem Lachanfall zu sterben. Im besten Fall aber sich zu fragen, warum wir uns diesen verbalen Stumpfsinn überhaupt gefallen lassen. Warum wir sie nicht totschlagen, all die in grottenschlechte Slogans verpackten Lebensgefühle und metaphysischen Heilsverkündungen, nach denen wir nie verlangt haben.

Sind wir einfach schon zu abgestumpft? Hat vielleicht einfach jede Zeit die Sprache, die sie verdient? Ist diese faulige Abart von Dadaismus nun die gängige Ausdrucksweise der Postmoderne – und nehmen wir diese in der uns Menschen eigenen Trägheit einfach so hin?

Hugo Ball würde sich im Grabe umdrehen. Und mit ihm auch gleich Karl Kraus. Beiden war die Bedrohung bewusst, die von einer entleerten, lügnerischen Sprache ausgeht. Einer Sprache, die damals die Hässlichkeit des Ersten Weltkrieges unter begeisterten Propaganda-Phrasen begrub. Und während sie Ball mit seinen absurden Versen gänzlich zu zerfetzen trachtete, drehte Kraus in seinem Drama «Die letzten Tage der Menschheit» (1915–1922) die Absurditäten des Krieges durch den Fleischwolf seiner scharfen Sprache.

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Dada-Mitbegründer Hugo Ball bei einer Vorstellung im Cabaret Voltaire, 1916. bild: wikimedia

Der Pulverdampf von zwei Weltkriegen ist inzwischen verraucht, die Phrase aber hat bis in unsere Gegenwart überlebt. Sie mag sich verändert haben, es sind nun andere politische Schlagwörter und neue Begriffe, die aus der Wirtschaft und dem Marketingbereich in unseren Alltag gepurzelt sind und dort bis zur Unkenntlichkeit verwässert werden.

Es ist eine Sprache, die sich nicht mehr selber hört. Die nichts mehr bedeutet. Nur, wenn ein Wort seiner Bedeutung beraubt wird, kann es plötzlich alles bedeuten – und für jeden beliebigen «Inhalt» einfach kopiert werden.

Jedes Arbeitsumfeld ist heute dynamisch, die Hierarchien flach, die Ansprechpartner kompetent und selbstredend werden von den angestellten Kreativ-Köpfen am Laufmeter innovative oder nachhaltige Ideen entwickelt – am liebsten beides zusammen.

Wären diese Leute wirklich kreativ, würden sie für ihre Einfälle sicherlich lebhaftere Wörter finden.

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Der österreichische Schriftsteller Karl Kraus (1874–1936) sagte einmal: «Mit Leuten, die das Wort ‹effektiv› gebrauchen, verkehre ich nicht.» Allein daran erkennt man schon sein Genie. (Und daran, dass er den 1. Weltkrieg voraussah.) bild: wikimedia

Kreativität in ihrer reinen echten Form ist in den meisten Unternehmen überhaupt nicht mehr gefragt – geschweige denn möglich. Denn, schreiben die Autoren von «Real Talk»:

«Dass insbesondere die Marketing- und Kommunikationsbranche sich schwertut mit Kreativität, verwundert nicht. Einerseits nisten sich in ihr immer mehr hochproblematische Akteure ein, andererseits wird Kreativität häufig bereits bei den Anforderungen an die Agenturen im Keim erstickt. Dann, wenn einfach die bedingungslose Umsetzung des in firmeninternen Sitzungen entstandenen banalen Konsenses gefordert wird. Mit Input von allen, politisch, hierarchisch, diplomatisch. Man will ja niemanden verärgern. Man meint dann, die eigene, häufig systembedingte Mittelmässigkeit werde dann schon kreativ, wenn man diese einfach von einer sich als kreativ bezeichnenden Agentur umsetzen lässt.»

Also lasst uns aufmucken gegen die Bullshit-Sprache, lasst uns diesen Konformisten-Auflauf aufmischen, auf dass kein Wort mehr auf dem anderen bleibt!

Nichts Geringeres wird in diesem Manifest verlangt. Geschrieben haben es Ivana Leiseder, eine von toten Phrasen genervte Kommunikationsberaterin, und Matthias Plattner, dessen Werk 0 Theaterstücke und 0 Romane umfasst, weshalb es entsprechend in keine Sprache übersetzt wurde. Auch Preise und Auszeichnungen hat er keine erhalten.

«Lasst diesen Kelch an mir vorüberziehen», hat Herr Plattner dann wohl frei nach Jesus dazu gesagt. Diese Heldentat kann man ganz besonders in heutigen Zeiten nicht genug loben. Wer es schafft, ohne Diplom eines Weiterbildungskurses in «Hybrid leadership» oder zu «Proactively coordinate viral process improvements», ohne Seminarbesuch einer topseriösen Hochschule zum Thema «Protokoll», ohne einen Titel wie «Vision Clearance Engineer» oder «Change Maker»* und gar ohne brancheninternen Award irgendeines selbst erfundenen Wettbewerbs durchs Leben zu kommen, dem sollte dafür ein saftiger Preis winken.

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Fünf von denen haben mindestens schon einen Workshop zu Konflikt-Management absolviert – erfolgreich natürlich, denn schliesslich wurde ihnen alles schön in mundgerechten «Learning Nuggets» serviert. Und drei davon haben garantiert auch das FollowUp dazu besucht. bild: unsplash

Solcherlei nebulöse Auszeichnungen finden leidigerweise nach wie vor jemanden, der sich davon (nachhaltig?) beeindrucken oder zumindest verunsichern lässt. Was nicht heissen soll, dass der Verunsicherte deshalb naiv ist. Denn anstatt eine zynische Überlegenheit zu entwickeln, sollten die, die das Spiel durchschauen, lieber anfangen, sich aktiv gegen die Bullshit-Sprache zu wehren und sie nicht weiter als zwar bedauernswert, aber gegeben hinzunehmen.

Sonst ersaufen wir noch alle elendiglich in diesem Müll-Meer leerer Worthülsen, aus dem uns keiner mehr herausfischen kann, weil es längst ausreicht, sich nur als Lifeguard zu bezeichnen und mit einer roten Boje wichtig am Strand entlangzustolzieren.

Nun ist es aber so, dass die Leute, wenn sie lange genug für dumm verkauft werden, irgendwann tätsächlich dumm werden. Eine stumpfe Sprache stumpft das Gehirn ab.

Und so verblöden wir alle allmählich an dieser verhängnisvollen Marketing-Sprache, die unser aller Leben durchdringt. Wir verlernen, wie die Autoren von «Real Talk» schreiben, «Informationen korrekt zu übermitteln, unsere Anliegen präzise auszudrücken, passende Emotionen zu vermitteln, authentische Gedanken zu formulieren und zu verstehen, was jemand genau von uns will.»

Und nicht nur das. Geben wir dem Bullshit weiterhin den Platz, den er in Mails, in Pressemitteilungen, auf Websiten, Unternehmensblogs und Powerpoint-Slides einnimmt, stirbt jedes Mal etwas von der Herzlichkeit, dem Überraschenden und Unkontrollierten, das am Ende unser Zusammenleben ausmacht.

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Alle Firmen, immer: «Wir begegnen unseren Kunden auf Augenhöhe.» Oder: «Wir entwickeln ein auf die Bedürfnisse unserer Kunden zugeschnittenes Konzept.» Oder: «In unserem Unternehmen steht der Mensch im Mittelpunkt.» Hier kannst du übrigens deine Lieblings-Phrase beerdigen. bild: realtalk

«Wir vermuten, dass Marketingsprech aufgrund von Minderwertigkeitskomplexen gegenüber der juristischen und medizinischen Zunft entstanden ist.»

Ivana Leiseder/Matthias Plattner in «Real Talk»

Gemeinhin nimmt man ja gar nicht mal zu unrecht an, dass einem die Leute mehr Kompetenz zusprechen respektive mehr bezahlen, wenn alles ein wenig «komplizierter und undurchsichtiger klingt».

Die Sprache wird also willentlich dafür eingesetzt, das Gehirn des Gegenübers mit Worten zu vernebeln, die den Eindruck einer besonders tiefen Geheimwissenschaft erwecken, während sie in Wirklichkeit nichts weiter als ausgemachter Bullshit sind. Oder kurz: Shit. Oder deutsch: Kot. Oder schweizerdeutsch: Gaggi.

Und aus Gaggi hat nicht einmal der fähigste Alchemist je Gold gemacht.

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Symbolbild für Bullshit: «Collage einer Heupferdnymphe beim Abkoten». Das ist feinste Wikipedia-Sprache, gefunden im Eintrag zu «Kot». bild: wikimedia

Selbst wenn der Marketing-Chemiker sein Produkt zum Glänzen bringt, wabert durch die Ritzen stets der verräterisch zähe Fäulnis-Gestank.

So wie bei diesem Beispiel:

«Als führender Schweizer IT-Dienstleister bieten wir Ihnen mit unserem Team von über 350 begeisterten Kolleginnen und Kollegen fundierte Kompetenz.»

Umfrage

Was ist an diesem Satz falsch?

  • Abstimmen

2,657

  • Nichts. Er ist reinste Poesie. 8%
  • Kompetenz ist immer fundiert, sonst würde es sich schwerlich um Kompetenz handeln.77%
  • He, warst du auf meiner Firmen-Website? 14%

Mit Pleonasmen – das sind zwei oder mehr Wörter, die das gleiche aussagen (Bsp. «weisser Schimmel») – wird besonders gern versucht, etwas vermeintlich bedeutungsvoller zu machen.

Machen wir noch ein Experiment. Stell dir vor, du bekommst ein Mail, in dem irgendwann der Satz fällt:

«Es werden Umstrukturierungen vorgenommen.»

Umfrage

Was denkst du, ist konkret damit gemeint?

  • Abstimmen

3,070

  • Man arbeitet mit Hochdruck daran, die firmeninternen Prozesse zu optimieren. 3%
  • Die Chefetage entlässt Menschen. 91%
  • Wir nennen das bei uns Personal-Plafonierung.6%

Hier will sich doch nicht etwa jemand mit einer Beschönigung und einer netten kleinen Passivkonstruktion aus der Verantwortung stehlen?

Pleonasmen und Euphemismen sind nur zwei der Indikatoren, anhand derer man Bullshit erkennen kann. Leiseder und Plattner legen in «Real Talk» die Wurzeln dieses Unkrauts frei und geben uns Werkzeuge an die Hand, mit denen wir es aus dem Boden rupfen können.

Und nun gehet hin, kaufet das Buch, geniesst und beherzigt es und stellt es dann neben Engels Sprachbibel ins Regal.

*Change Maker werden heutzutage Berater genannt, während ein Vision Clearance Engineer einen Fensterputzer meint.

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    Alle Leser-Kommentare
  • THEOne 20.07.2019 12:28
    Highlight Highlight ist leider wahr. paradebsp.: die ältere fusetea werbung. geistiger dünnschiss zusammengefaselt mit absolut absurden fails der implizierung eines überteas
  • stanislav.petrov 20.07.2019 11:52
    Highlight Highlight

    wohl denen, die mit wörtern jonglieren als wäre aller tage abend.

    meine real-talk-bibel:
    Benutzer Bild
  • PeteZahad 20.07.2019 01:57
    Highlight Highlight https://www.bullshitbingo.net/cards/marketing/
  • DonCamillo 20.07.2019 00:32
    Highlight Highlight Liebe Frau Rothenfluh, ein weiterer Autor der über Sprache und deren Lügen geschrieben hat ist der Schwede Lars Gustafsson mit "Risse in der Mauer" (Original Sprickorna i muren). Bei ihm sind es die späten 60er/Anfang 70er Jahre, denen er auf den Zahn fühlt und die sprachlichen Verneblungen versucht zu vertreiben
  • Farni 19.07.2019 23:23
    Highlight Highlight Also der Artikel ist sehr „proaktiv“ geschrieben - auch so ein Schwurbelwort....- nein, er ist sehr gut geschrieben, Anna!
    Und wie «α,β,γ,ώ» schreibt, ist bei Watson nicht alles Gold-Standart, der glänzt, aber einige Autoren schreiben fundiert und schreiben ein schönes Deutsch.
    Weiter so!!!
  • Alphabetagammaomega 19.07.2019 20:47
    Highlight Highlight "Beiden war die Bedrohung bewusst, die von einer entleerten, lügnerischen Sprache ausgeht. "

    Diese Phrase erinnert mich an den 15.Juli 2017 in der Türkei. Genau ein Jahr vorher war der Militärputsch in Istanbul gescheitert und die Regierung hat diesen Tag dafür benutzt die Bevölkerung zu manipulieren. Ständig Strophen und Phrasen wiederholt im TV und Radio, so richtige Propaganda à la 1940, mit Wörtern wie Widerstand, Verteidigung usw. So etwas habe ich vorher noch nie erlebt. Die Stimmung kann man nicht beschreiben, einfach unheimlich wie positiv eine Bevölkerung darauf reagieren kann.
  • Flöige 19.07.2019 15:00
    Highlight Highlight Mit meinen Kindern habe ich letzten Winter über Kaffeebohnenwerbung mit dem Slogan "elegante Röstung" gelacht. Wir haben uns vorgestellt, es dürfen nur elegant gekleidete Röster den Kaffee herstellen. Jedes mal, wenn nun wieder so eine Worthülse auftaucht, sagen wir: "Wieder so eine elegante Röstung!"
    • atorator 19.07.2019 16:50
      Highlight Highlight Erzähl mal deinen Kindern, dass der Lindt-Maitre zu Weihnachten nicht in Schokolade rührt, sondern in brauner Dispersion mit Sonnenblumenöl.
  • Amenara 19.07.2019 12:30
    Highlight Highlight Danke für diesen Artikel! Endlich!
  • Thomas Oetjen 19.07.2019 12:20
    Highlight Highlight Passend zum Artikel, gleich noch eine passende Anzeige geschaltet.
    Benutzer Bild
    • Anna Rothenfluh 19.07.2019 12:24
      Highlight Highlight @Thomas Oetjen: Hahaha wow.
    • atorator 19.07.2019 17:03
      Highlight Highlight Thomas, wir kennen uns. Hier ist besser. LG, Adam... You know!
  • Firefly 19.07.2019 10:29
    Highlight Highlight Die andere Seite
    Benutzer Bild
  • RicoH 19.07.2019 10:09
    Highlight Highlight Etwas vom Übelsten finde ich, wenn die eigene "Kreativität" nur bis zu der immer wieder gerne verwenden Phrase

    "XY - Ihr kompetenter Partner"

    reicht.
  • Ruedi Ratlos 19.07.2019 09:52
    Highlight Highlight Entdecken, erleben, geniessen.
  • Chili5000 19.07.2019 09:50
    Highlight Highlight Für mich ist diese Marketingsprache wie Ohren und Augenkrebs. Wenn ich sie höre tut es weh, wenn ich sie auf einem Plakat lese tut es weh. Deshalb tue ich mich au so extrem schwer mit Smalltalk... was im Grunde nichts anderes als sinnloses Geschwafel ist...
  • Gzuz187ers 19.07.2019 09:50
    Highlight Highlight Ich persönlich hasse den Begriff "HR= Human resources" regelrecht, da er so künstlich und nichtmenschlich tönt.
  • Gwaggli 19.07.2019 09:42
    Highlight Highlight Hatte letztens mit einem "Enterprise success manager" zu tun. Hat sich exakt so angefühlt wie es sich liest: Personifizierter Bullshit 🤣
    Ich musste lachen, konnte es anders gar nicht verarbeiten.
  • Statler 19.07.2019 09:38
    Highlight Highlight «The century of the self» - eine hochinteressante BBC-Doku zum Thema PR (eigentlich eine 4-teilige Serie, in diesem Video zusammengefasst - ja, dauert 4 Stunden, aber die sind's echt wert).
    Play Icon
  • Statler 19.07.2019 09:30
    Highlight Highlight Nie hat er besser gepasst, als bei diesem Artikel…
    Play Icon
  • jojimen 19.07.2019 07:54
    Highlight Highlight Habe mich beim lesen eines elektr. Artikels schon lange nicht mehr so amüsiert. Ich muss auch immer wieder schmunzeln, wenn Menschen im Tagesgeschäft solche modernen Phrasen verwenden und das Gefühl haben, dass sie die Menschen dadurch beindrucken.
    Egal was man kommuniziert - es muss ehrlich und authentisch rüberkommen. Aber das ist auch wieder sehr subjektiv...
  • Laut_bis_10 19.07.2019 07:17
    Highlight Highlight Das Problem ist, dass Marketing-Sprache möglichst niemanden ausschliessen oder überfordern will, der potenziell das Produkt kauft. Dann kommt noch dazu, dass man nicht alles über ein Produkt sagen darf, aber etwas sagen muss. Deshalb entstehen immer wieder die selben Phrasen. Niemand sagt:

    "Dieses Auto ist genauso, wie alle Autos vor ihm. Der höhere Preis entstand lediglich durch ineffiziente Ressourcenallokation."
  • dä seppetoni 19.07.2019 07:10
    Highlight Highlight Das tragen von kurzen Hosen ist nicht in jeder Situation opportun und kann zu einem negativen wörkpleiss enviirenment beitragen.
  • Zeit_Genosse 19.07.2019 07:04
    Highlight Highlight #Sommerbuchtippsale
    Die ach so gefürchtete Sommerflaute in den Medien hat begonnen und produziert „Füller“ da man den Usern ja etwas bieten muss und sie über den Sommer retten möchte, wo bekanntlich nicht viel passiert und weniger Medien konsumiert werden. Schon hart mit dieser Leser-/Userbindung.
    • Grendelbacher 19.07.2019 08:48
      Highlight Highlight hast du den Artikel überhaupt gelesen? War gut. deiner war gaggi.
  • Grossmaul 19.07.2019 06:52
    Highlight Highlight Anna Rothenfluh, Sie sind genial. Ich liebe Ihre Artikel. Ständig greifen Sie Themen auf, mit denen ich mich grad beschäftige und die mir neuen, zusätzlichen Input verschaffen, Sie haben einen klaren und sehr schönen Schreibstil, gehen thematisch in die Tiefe und nie nie nie schreiben Sie Bullshit. Danke, auch für diesen Artikel samt Buchvorschlag. Dieses Buch kaufe ich mir in "echt".
    • Anna Rothenfluh 19.07.2019 13:18
      Highlight Highlight Liebes Grossmaul, über deine Worte hab ich mich gerade richtig fest gefreut, vielen lieben Dank! Und wenn du selbst gern mal ein Thema behandelt sehen möchtest, schreib mir einfach.
    • Grossmaul 19.07.2019 16:31
      Highlight Highlight Liebe Anna, die Serie über Geschichte ist der Hammer, die Biographien der jüdischen Widerstandskämpferinnen macht mir grosse Freude (the librarian of Auschwitz wäre ein Tipp als Ergänzung. Gibt es leider nur in der spanischen Originalsprache und auf Englisch, gefunden in Edinburgh). Wenn ich mir etwas wünschen dürfte: deine Gedanken über Christopher Clark's "Sleepwalkers".
  • Thinkdeeper 19.07.2019 06:46
    Highlight Highlight Tönt spannend. Als mündiger Bürger ärgere ich mich über die Aufdringlichkeit und Überrumplung der Werber. Ich bin durchaus in der Lage mich selber zu informieren.
    Wenn es nach mir ginge würde ich Werbung knallhart regulieren.
    Verbot des Eindringens in die Privatspäre..d.h. keine unerwünschte E- Mail, Push Up und in Content enthaltenen Werbungen. Keine Unterbrecherwerbung, dafür nur noch dedizierte Infokanäle und Plattformen mit unverfälschten Kundenfeedbacks.
    Spart viel Geld und fördert garantiert die Kreativität.

    • Firefly 19.07.2019 10:39
      Highlight Highlight Das würde sich auch. Am schlimmsten finde ich Werbung wo auch noch was bezahle. Zum Beispiel im Tram/Bahn, Geldautomaten, Klo im Kino...

      Und sowieso in der Öffentlichkeit.

      Aber irgendwie muss die Werbung ja wirken, sonst würde man kaum so viel Geld darin investieren und ganze Geschäftsmodelle danach richten.
    • Schne 19.07.2019 12:38
      Highlight Highlight Am allerschlimmsten ist es, wenn man sich auf Youtube eine Werbung ansehen will, (z.B. einen Filmtrailer) und dafür vorher noch eine andere Werbung schauen muss. Da fühl ich mich so richtig verarscht. Aber offenbar funktioniert Werbung auch, wenn man sich dabei verarscht fühlt. Sonst würde mans ja nicht machen.
  • Blue64 19.07.2019 06:19
    Highlight Highlight Gut geschrieben, Danke! Jedoch bitte beim nächsten Mal nicht wieder der Verlockung erliegen, dass "Marketing = Werbung" -- nein, dem ist nicht so!
    • just sayin' 19.07.2019 11:04
      Highlight Highlight wenn man es nicht besser weiss?🤷🏻‍♂️
    • Anna Rothenfluh 19.07.2019 11:08
      Highlight Highlight Danke dir, lieber Blue64. Ich weiss durchaus, dass Marketing und Werbung nicht dasselbe sind, das Problem ist nur die Sprache, die im einen wie im anderen vor lauter Bullshit trieft. Es ist diese Art, mit vielen Wörtern zu klimpern, aber nichts zu sagen dabei.
  • Die_andere_Perspektive 19.07.2019 06:16
    Highlight Highlight Diese aufgeführten Punkte brachten mich zum Entscheid mich vom klassischen TV zu verabschieden und Werbung immer und überall wenn immer möglich zu blockieren, ja selbst bei eurer watson app... Sorry ;),
  • Spooky 19.07.2019 05:05
    Highlight Highlight Gelten eigentlich die Halbpreisangebote für Weine auf den Plakaten vor dem DENNER auch als Werbung? Wenn ja, falle ich ständig darauf rein.
  • Bruno Wüthrich 19.07.2019 04:04
    Highlight Highlight Real Talk:

    Ich wollte schon immer ein Auto, das mir im Stau die totale Freiheit vermittelt.
    Oder ein soziales Medium, das mir Tausennde von Freundinnen und Freunden beschert, die selbst in den beschissensten Situationen bedingungslos zu mir halten.
    Oder ein Kreditinstitut, das immer da ist, wenn ich Geld brauche, und das mir immer auch dann noch sämtliche Wünsche erfüllt, wenn es eigentlich ans Rückzahlen der Schuld geht.

    Auch hätte ich früher gerne eine Schule gehabt, welche die Schülerinnen und Schüler in den Mittelpunkt stellt. Mir schien, als stünden immer die Lehrer im Mittelpunkt.
    • Firefly 19.07.2019 10:51
      Highlight Highlight Real Talk:

      Ich will auch!
  • DerTaugenichts 19.07.2019 02:30
    Highlight Highlight "Man will ja niemanden verärgern" und genau deshalb wird sich nichts ändern. Wir haben mittlerweile so dermassen eine Kultur des beleidigt-seins und sich-angegriffen-fühlens, dass man öffentlich quasi so kommunizieren muss - sonst folgt gleich ein empörter "Fail!" Artikel auf Watson und ein "Shitstorm" in den sozialen Medien.
    • Friedhofsgärtner 19.07.2019 20:30
      Highlight Highlight Nicht gerade unrecht unser Taugenichts.
  • Samuelson 19.07.2019 01:33
    Highlight Highlight Danke für diese 1:00 uhr - kreativ-wach-sein Lektüre.

    Für unsere HR Abteilung bin ich ein "most important asset". Immerhin sind sie konsequent und handeln auch so.
    Aber sie glauben ernsthaft mit diesem Satz Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitern auszudrücken.

    Bin ich zu spitzfindig?
  • Gummibär 19.07.2019 01:09
    Highlight Highlight Das relativ harmlose und einfach zu erkennende Geschwür Marketingsprech/Bullshit hat einen weit bösartigeren Verwandten : Corporatespeak.
    In Firmen und Konzernen treibt der von ihnen kreirte Bullshit-Dampf immer wieder Leute in die Führungsetage, die dort großen, manchmal irreparablen Schaden anrichten. "Leverage best practice" "Empowering stakeholders" "Creating shareholder value" Wer seine Ideen mit derartigem Jargon verblümt hat meistens gar keine.
  • HonoLulu 19.07.2019 00:29
    Highlight Highlight ich versteh‘ schon das wort „marketing“ nicht, hi hi.
    tut gar nicht weh 🙃
    • tabernac 19.07.2019 09:59
      Highlight Highlight du gefällst mir🤗
  • Elmas Lento 19.07.2019 00:25
    Highlight Highlight Ich finde Leute welche so reden immer lustig, die zynische Überlegenheit welche man dadurch entwickeln kann ist herrlich. Durch gezielte, präzise Fragen dieser "Unkraut" Sprache Blatt für Blatt ab zu zupfen bis die Person mit einem nackten Stängel im Raum steht macht Spass. (sorry, bin Sadist 😁)
  • Twiyah 18.07.2019 23:56
    Highlight Highlight "Die Mutter aller Imagefilme"

    Play Icon
    • tabernac 19.07.2019 10:04
      Highlight Highlight was fürn geile film!😁😎😜
    • Ivana Leiseder 19.07.2019 13:11
      Highlight Highlight DANKE!
  • HeraclitusForEver 18.07.2019 23:21
    Highlight Highlight Gab es da nicht einmal ein Cluetrain Manifesto* ? Ziemlich genau 20 Jahre später scheint das Fazit von Real Talks «still no clue» zu sein ! - Besonders wenn man auf den Gedanken käme sich als das Target von targeted marketing zu verstehen, könnte dies leicht zu Depressionen führen. – Alternative: Der Einladung zur Rebellion folgen und sich weiterhin an Anna Rothenflu’s real talk erfreuen.

    *z.B. https://www.exlibris.ch/de/buecher-buch/englische-ebooks/rick-levine/the-cluetrain-manifesto/id/9780465004140
  • Spooky 18.07.2019 22:33
    Highlight Highlight Eine Kommunikationsberaterin hat mir einmal gesagt, Leute wie ich seien als Zielgruppe für die Werbung nicht interessant, weil wir für sie, die Werbung, nicht erreichbar seien. Leute wie ich hätten keine "Affinität" in Bezug auf die Werbung.

    Ja, sie sagte: Affinität 😱
    • atorator 18.07.2019 22:41
      Highlight Highlight Glaube ich Dir zwar nicht, dass sie dir das so gesagt hat. Also den ersten Teil deines Kommentars. Dann sollte dir diese Kommunikationsberater nämlich sofort den Job wechseln. Aber Affinität ist in diesem Kontext präzise.
    • Moopsen 18.07.2019 23:56
      Highlight Highlight Nuja, Affinität ist ein ziemlich klar definierter Index in der Marktforschung.
    • Magenta 19.07.2019 04:54
      Highlight Highlight Ja und? Affinität ist jetzt wirklich ein stinknormales Wort...
    Weitere Antworten anzeigen
  • stimpy13 18.07.2019 22:17
    Highlight Highlight Ich bin im Marketing tätig und auch kein Fan der leeren Worthülsen und nichtssagenden Sätze. Bietet denn das Buch auch Ansätze, wie wir davon loskommen? Nehmt z.B. mal eine Modellbroschüre eines beliebigen Autos und textet die Inhalte (ernsthaft) so, wie sie ohne Marketingsprech sein sollten. Mir jedenfalls gelingt das nicht.
    • atorator 18.07.2019 22:39
      Highlight Highlight Keine Sorge, das können die wenigsten Menschen. Auch wenig Texter. Aber Du siehst hier, alle glauben es.
    • WerWillSchonStringenzUndSachkenntnis 19.07.2019 00:19
      Highlight Highlight Hier der vollständige Text:
      „Ist ein Auto.
      Wenn du nicht weisst, was ein Auto ist und kann, solltest du es nicht kaufen.“
    • Zeit_Genosse 19.07.2019 06:57
      Highlight Highlight Man könnte, doch die Auftraggeber zahlen tonnen für die absurden Sätze und wollen das unbedingt, da sie ja ein Lifestyle und kein Auto verkaufen wollen. Wer will schon schnöder Autoverkäufer sein. Alles ein Problem von Selbstüberhöhung der Werbekunden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Randalf 18.07.2019 22:17
    Highlight Highlight
    Wenn ich alle diese Kommentare lese muss ich Euch sagen:

    Ihr solltet das alles nicht zu eng sehen.

    Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.🤷‍♂️
    • Zeit_Genosse 19.07.2019 06:59
      Highlight Highlight Die Zeit ist eine Konstruktion deren Inhalt wir sorgfältig gestalten könn(t)en.
  • maatze 18.07.2019 21:59
    Highlight Highlight Das Buch lesen ist per se eine gute Sache.

    Wir müssen dann aber sehr dediziert in den Change gehen.
    • Ivana Leiseder 19.07.2019 13:13
      Highlight Highlight 🔥
  • Alphabetagammaomega 18.07.2019 21:51
    Highlight Highlight Liebe Anna

    Du schreibst echt nice und die Artikel sind immer lesenswert. Um ehrlich zu sein, auch du betreibst Bullshit. Das ganze watson Team betreibt Bullshit, eure Taktik ist Picdump und Header die den Leser dazu bewegen auf euren Artikel zu klicken. Warum macht watson das? Weil die Zielgruppe (eure User) diese Sprache sprechen. News ohne Bla Bla hört sich übrigens genau so dumm an wie andere Slogans, ihr wollt euch damit abheben und trotzdem habt ihr viel Bla Bla. Trotzdem lese ich euch und kommentiere auch viele Artikel. Ich lese eher eine Kaufempfehlung als sonst was in dem Artikel🤷‍♂️
    • Bruno Wüthrich 19.07.2019 04:14
      Highlight Highlight Ich fragte mich auch schon oft, was denn Watson unter "Blabla" versteht. Vor allem, dass auf diesem Portal kein "Blabla" zu finden sein soll, bereitet mir grosse Sorgen.

      Damit wir uns recht verstehen: Ich bin gern auf Watson. Auch wenn ich der Meinung bin, dass gut zwei Drittel der Artikel völlig irrelevant sind, der Rest von Dogmatik, Ideologie und Oberlehrerhaftigkeit nur so strotzt, und zum Teil jegliche journalistische Distanz schlicht und ergreifeifend fehlt.
    • Anna Rothenfluh 19.07.2019 07:53
      Highlight Highlight Lieber Alphabetagammaomega, recht hast du! Vor allem, was unser Slogan betrifft. Wir sind sehr viel Blabla, das macht uns sogar aus würd ich sagen. Aber es ist ein gutartiges Blabla, ein unterhaltendes. Das ist eben der Unterschied, es gibt guten und bösen Bullshit. Der Picdump will niemanden täuschen, er gibt nicht vor, etwas zu sein, was er nicht ist. Clickbait-Artikel hingegen, die etwas versprechen, das sie nicht halten ... und mein eigener Artikel macht Werbung für ein Buch, von dem ich tatsächlich denke, es lohnt sich zu lesen, ja, deshalb der ganz offen ausgesprochene Befehl: kauft es.
    • Anna Rothenfluh 19.07.2019 08:03
      Highlight Highlight Und jetzt ist mir beim nachdenken über deinen Kommentar gleich noch was in den Sinn gekommen: vielleicht ist das Blabla eher eine Frage nach der Relevanz und wie man diese beantwortet, während beim Bullshit eher gefragt werden muss, ob ein Sachverhalt absichtlich vernebelt wird. Oder was meinst du?
    Weitere Antworten anzeigen
  • 19th Hole 18.07.2019 21:49
    Highlight Highlight Im Rahmen einer verbesserten Ressourcenallokation muss eine Komplexitätsreduktion erfolgen, um operative Synergiepotenziale zu nutzen und den Shareholder Value zu erhöhen.
    Verdammt, was habe ich bloss "studiert"...
  • Flexon 18.07.2019 21:40
    Highlight Highlight Grundsätzlich bin ich auch kein Freund von Bullshit-Parolen. Ich sehr das jedoch nicht so streng. Mit Sprache wird gespielt und die einen spielen besser als die anderen. Aber die Menschen sind m.E. nicht am verdummen sondern reagieren immer sensibler auf Bullshit. Schaut man sich Firmenleitbilder grosser Brands an, fällt einem auf, wie sorgfältig und direkt sie formuliert sind. Anglizismen werden sparsam eingesetzt, Botschaften klar auf den Punkt gebracht und überflüssiger Bullshit möglichst vermieden. Dass dann nicht alles authentisch ist liegt in der Natur des Werbens.
  • Dominik Treier 18.07.2019 21:34
    Highlight Highlight Einige Übersetzungen für Standardmarketinggewäsch:
    1. Jobs werden durch natürliche Fluktuation abgebaut. = Die ältesten und damit teuersten Mitarbeiter, sowie alle Unbequemen werden dezent rausgeekelt und gemobbt, bis sie endlich selber gehen.
    2. Bei uns steht der Mensch im Mittelpunkt. = Der Mensch mit Geld natürlich.
    3. Wir forcieren unser Networking = Vitamin-B Baby!
    4. Wir arbeiten Leistungs und Ergebnisorientiert. = Liefere oder verrecke, oder leg dir ne braune Zunge zu...
    • Alphabetagammaomega 18.07.2019 23:16
      Highlight Highlight 1 = wenn eine Firma so etwas schreibt dann ist sie sich bewusst dass die Fluktuation hoch ist.
      2= Wäre es dir lieber es würde stehen "Bei uns steht das Produkt im Mittelpunkt"?
      3= Networking ist die neue und feinere Art von Kundenakquise. Die Geschäftswelt erlebt nach den 25mia von Microsoft an LinkedIn einen Boom in Social Media.
      4= kennst du ein privates Unternehmen dass darauf bedacht ist einfach kein Ergebnis zu erzielen?

      Man kann es drehen wie man will.
    • Statler 19.07.2019 09:08
      Highlight Highlight @Alpha...: Es wäre schön, wenn endlich die Produkte wieder im Vordergrund stehen würden und somit Dinge auf den Markt gebracht werden, die endlich wieder mehr sind, als nur Lifestyle-Hülsen, die uns ein gutes Gefühl vermitteln sollen.
    • Dominik Treier 19.07.2019 14:00
      Highlight Highlight @Alpha Mann kann auch jeden Dreck schönreden, wie man will...
  • atorator 18.07.2019 21:24
    Highlight Highlight Also, bevor hier alle irgendwelches Geschwurbel mit gefährlichem Viertelwissen loswerden.

    Was das Buch schlicht und ergreifend fordert: Cut the Bullshit.

    Statt lange um den heissen Brei reden, kurz und präzise schreiben und kommunizieren. Unnötiges weglassen.
    • Dominik Treier 18.07.2019 23:08
      Highlight Highlight Das würde ich so nicht sagen. Wohl eher: Lasst dieses elende Schöngerede und sagt was ihr wirklich meint! Nur dann kann auch korrekt abgewogen werden, ob das nun gut ist oder nicht.
    • Alphabetagammaomega 18.07.2019 23:36
      Highlight Highlight Dominik.

      Ich habe mal eine Frage an dich.

      Du stehst vor 500 MA und musst ihnen klar machen dass es Kündigungen geben wird aufgrund schlechter Zahlen. Welche Ansprache ist besser?

      "Aufgrund der schlechten Geschäftslage werden wir einigen von euch kündigen müssen"

      Oder

      "Wir befinden uns in einer Phase die wir so als Unternehmen noch nicht kennen. Wir werden Anpassungen vornehmen müssen an Prozessen und Strukturen um unseren Betrieb aufrechterhalten zu können. Gemeinsam werden wir es schaffen!"

      In welcher Situation wären die 500 MA motivierter und vielleicht weniger unsicher?

    • atorator 18.07.2019 23:44
      Highlight Highlight Dominik, hast Du das Buch gelesen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Chrigu BE 18.07.2019 21:08
    Highlight Highlight Erlebtes Szenario (er und sie kann man wahlweise tauschen, war in diesem Fall eben sorum) in einem CH-Top100-Unternehmen:
    Sie: Wir müssen uns da weiter verbessern
    Er: Ja, wir haben da grosse Probleme und können dort vergleichsweise... Nichts
    Sie: den Herausforderungen werden wir begegnen
    Er: Wir müssen grundlegende Fehler korrigieren. Und das alle und schnell
    Er: tagsdrauf entlassen.
    CH-Realität in Konzernen.
    (es gab zuvor mehrere analoger Austausche - ohne Änderungen natürlich)
    • Dominik Treier 18.07.2019 23:10
      Highlight Highlight Man darf sagen was man will in Firmen. Nur nie das Mist Mist ist... Es ist dann Potential für besten Dünger...
  • zeusli 18.07.2019 21:07
    Highlight Highlight Hat man das Leitbild einer Firma oder einer Organisation gelesen, dann hat man alle gelesen...
    • #bringhansiback 18.07.2019 21:52
      Highlight Highlight Klar, kommen ja auch alle von PwC, McKinsey und co.
    • WerWillSchonStringenzUndSachkenntnis 19.07.2019 00:23
      Highlight Highlight Wer liest Leitbilder?
      Kann man das?
      Wusste ich nicht.
    • Alphabetagammaomega 19.07.2019 20:28
      Highlight Highlight Gefühl, jetz sag schon. Bist du Business Developer oder sonst was? Oder hast du gerade den Way of LSD gefunden?
  • henkos 18.07.2019 20:53
    Highlight Highlight Das Thema ist doch schon seit 20 Jahren ausgelutscht. Entweder haben die Autoren (die sich mit der Titelgebung und der Aufmachung des Buches ganz unironisch gleich selbst der kritisierten Zeitgeisterscheinung bedienen) gepennt, oder sie verkaufen die Leute für dumm.
    • Willikopter 18.07.2019 20:57
      Highlight Highlight Ach und du bist wohl der Topic Durability Executive Manager? Nur weil du dir das täglich in die Iris pfeifst, hat das Thema doch nicht weniger Existenzberechtigung?
    • Kruk 18.07.2019 22:03
      Highlight Highlight Topic Durability Executive Manager, und ich wollte Morgen zum Berufsberater!
      Geh mir mal ein Paar Visitenkarten drucken..
  • DichterLenz 18.07.2019 20:47
    Highlight Highlight Ich nehm diesen Quatsch schon gar nicht mehr wahr. Adblocker rein und kein Free-TV schauen. Meine Firma macht zum Glück kein Marketing, muss ich mir diesen Mist nicht da noch anhören.
    • atorator 18.07.2019 20:58
      Highlight Highlight Deine Firma macht garantiert Marketing, sonst hätte sie weder Produkte noch Preise dafür oder eine Distribution. Was Du meinst ist Kommunikation/Werbung/PR. Siehe meinen Kommentar weiter unten...
    • DichterLenz 18.07.2019 21:02
      Highlight Highlight Ja, ich meinte nervige Werbung.

      Produkt- und Preisgestaltung machen wir natürlich auch, hätte ich jetzt nicht zu Marketing gerechnet.
    • IchSageNichts 18.07.2019 21:17
      Highlight Highlight Der Verkäufer oder Junior Sales Agent eurer Firma ist natürlich immer todehrlich und lässt keine Schwachstelle eures Produkts aus. *ironieoff*
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gibus der Knopf 18.07.2019 20:43
    Highlight Highlight Ich verstehe nichts von Marketing, aber ich glaube diese "Fakesprache" wird in vielen anderen Bereichen gebraucht. Lese mal Arbeitszeugnisse zum Beispiel. Der "Kunde", sprich Arbeitnehmer, will das Beste haben, der "Lieferant", sprich Firma will als Vorreiter "unsere wertvollste Ressource sind unsere Mitarbeitenden" gelten, weil gut fürs Image. Resultat: leere Floskeln die nichts aussagen. Da verkommt "vollen Zufriedenheit" zu = schlecht. Aber eben, rhetorisch kann jede Aussage, auch wenn ehrlich gemeint, verdreht werden.
    • Gibus der Knopf 18.07.2019 20:57
      Highlight Highlight Was ich mit meinem Kommentar sagen wollte: rhetorisch ist die Aussage, jmd. hat gut gearbeitet und immer das Beste gegeben und war toll, wird auf Grund von irgendwelchen "sprachlichen Analysen" nicht mehr als das gewertet was es ist, nämlich gut, sondern sprachlich zum Negativen gedreht. Nur bei diesem Spielchen gibt es leider keine Gewinner. Die einen glauben es sind "Codes", was der Leser daraus zieht weiss schlussendlich keiner.
    • Alphabetagammaomega 18.07.2019 23:28
      Highlight Highlight Nach 13 Jahren Berufserfahrung kann ich dir sagen dass die meisten Arbeitszeugnisse verstecke Codes enthalten und wenn du dumm bist (sorry für den Ausdruck) wirst du sie nie verstehen. Zwischen "bringt sich bei Projekten stets ein" und "aktive Teilnahme und Führung bei Projekten" sind einfach Welten dazwischen. Bringt sich ein = kann nichts. Thats it. Und die meisten Unternehmen schreiben ein Zeugnis aufgrund von Bewertungstools. Bei 1 Pkt steht dann eben oft "bringt sich ein usw" jedes HR weiss das
  • Maracuja 18.07.2019 20:43
    Highlight Highlight Danke Frau Rothenfluh. Es ist Zeit, diesem mit Worthülsen gespickten Bullshit die Stirn zu bieten. Im Artikel fehlt nur noch ein Hinweis auf die Schaumschlägerei, die im Schlepptau der Digitalisierung von Veranwortlichen betrieben wird, die offensichtlich befürchten, den Anschluss ans hochgelobte digitale Zeitalter zu verlieren. Ich fürchte, wenn ich ein weiteres Mal an einer Personalversammlung aufgefordert werde „agiler“ zu sein, dann breche ich in einen Schreikrampf aus.
    • Firefly 18.07.2019 22:02
      Highlight Highlight Ja, "agil" ist so ein Beispiel. Kommt aus der Software-Entwicklung und mein ursprünglich etwas anderes als dein Chef sich darunter höchts wahrscheinlich vorstellt.

      Die beste Antwort auf "agiler" vom einem Chef/Manager ist: Danke gleichfalls.
    • Grossmaul 19.07.2019 07:00
      Highlight Highlight Hahaha, Firefly, agil und Manager, genau 😂😂😂
  • rönsger 18.07.2019 20:31
    Highlight Highlight ... ud gerne spinne ich den Satz von Karl Kraus weiter: "Mit Leuten, die das Wort ‹interessant› gebrauchen, verkehre ich nicht.»
    • Dr. Evil 18.07.2019 20:38
      Highlight Highlight Hat doch jeder so ein Anti-Wort. Bei mir ist es wohl das Wort "Basta" nach einer sehr dummen Aussage.
    • Blitzableiter 18.07.2019 21:35
      Highlight Highlight Bei mir ists: "Punkt" nach egal
      was für einer Aussage. Ist schon fast ein Fremdschämer für mich.
    • Panna cotta 18.07.2019 23:24
      Highlight Highlight Mein Anti-Wort ist "generieren". Wenn Kundschaft oder Umsatz oder Struktur generiert werden soll, sträuben sich mir die Nackenhaare.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Joe Smith 18.07.2019 20:28
    Highlight Highlight <Klugscheiss Modus>
    «Weisser Schimmel» ist kein Pleonasmus. Es gibt weisse Pferde ohne Schimmel-Gen, und Schimmel-Fohlen können jede Farbe haben, sie ergrauen erst mit etwa 3 Jahren.
    </Klugscheiss-Modus>
    • Anna Rothenfluh 18.07.2019 20:32
      Highlight Highlight Mist. Du machst gerade DAS Pleonasmus-Beispiel zunichte. Damit wir ihm nicht hinterher weinen müssen, hast du eventuell ein neues zur Hand?
    • Dr. Evil 18.07.2019 20:34
      Highlight Highlight Bis zum Lesen dieses Kommentars habe ich mein Leben verplempert. Vielen Dank!
    • Pointer 18.07.2019 20:43
      Highlight Highlight Fusspedal.
      Glasvitrine.
    Weitere Antworten anzeigen
  • atorator 18.07.2019 20:16
    Highlight Highlight Liebe Anna, auch du bist dem Bullshit aufgesessen. Marketing beinhaltet die 4 P. Also Product, Placement, Promotion und Price. Was Du meinst ist nur das P wie Promotion, also Verkauf und Werbung/Kommunikation.

    Nur so...
    • Alphabetagammaomega 18.07.2019 21:38
      Highlight Highlight Yes, der erste der es blickt
    • Alphabetagammaomega 18.07.2019 23:29
      Highlight Highlight Atorator

      Just FYI

      Korrekte Reihenfolge

      PRODUCT PRICE PROMOTION PLACE

      dann gibt es noch die drei erweiterten P`s

      PEOPLE
      PROCESSING
      PHYSICAL FACILITIES
    • atorator 20.07.2019 12:38
      Highlight Highlight Alphabetagammaomega: 4 P. Punkt. Ich will von diesem neumodigem Zeugs nichts mehr wissen ;-)
  • Edward Espe Brown 18.07.2019 20:15
    Highlight Highlight Eben war da so eine creative Idee für einen Kommentar, aber das wording convinced mich jetzt noch nicht finally.
    • Dr. Evil 18.07.2019 20:30
      Highlight Highlight Don't give up! Einfach weiter iterieren und dich so zu deinem MAXIMALEN ERFOLG boosten!
    • plop 18.07.2019 21:39
      Highlight Highlight Es gibt da doch noch was, was sich „Purpose“ nennt - vielleicht dem mal nachgehen?
    • Statler 19.07.2019 08:34
      Highlight Highlight Dann bist Du definitiv zu wenig proaktiv an den Task herangegangen und warst nur suboptimal comitted.
      Ich plädiere dafür, dass Du das möglichst zeitnah schedulesd.
    Weitere Antworten anzeigen
  • olmabrotwurschtmitbürli aka Pink Flauder 18.07.2019 20:11
    Highlight Highlight Wenn man einem (kritischen) Kunden einfach und verständlich erklären kann, was man tut, und der sich dann sagt: "Ja, das macht Sinn. Daran hätte ich nicht gedacht." - Das kommt eigentlich nie schlecht an.

    Das ist aber schwieriger, als alles kompliziert zu machen. Und setzt wohl auch mehr Fähigkeit voraus.

    Aber Brainstormings mit Leuten, die wissen wovon sie reden, können richtig Spass machen. Wobei das mit mehr als 2 oder 3 Personen rein kommunikativ kaum klappt.
    • Elmas Lento 19.07.2019 00:14
      Highlight Highlight Bei den meisten Firmen ist Brainstorming auch nur "der Chef redet, die anderen hören zu" was komplett an der ursprünglichen Idee vorbei geht. Mit fachlich kompetenten Leuten, welche nicht nur Phrasen dreschen um gut da zu stehen, ist das aber sehr interessant. Da kommen Ideen, werden verworfen, Varianten diskutiert und am Schluss bleibt meistens etwas übrig was weiter verfolgt werden kann.
  • Walter Sahli 18.07.2019 20:08
    Highlight Highlight Wäre ich nicht schon längst in Frau Rothenfluh verliebt, wäre es spätestens jetzt um mich geschehen!
    Marketingleute und ihr unsägliches Getue sind für mich, neben den bürokratieschimmelreitenden Juristen, die grösste Seuche, die die Menschheit erfunden hat. Immer ein riesen Gescheiss um allerlei Nichtigkeiten, aber wenn's ums Liefern geht, legen sie eine Mentalität an den Tag, die man nur vom Klischee des unfähigen Beamten kennt.
    • Anna Rothenfluh 18.07.2019 20:42
      Highlight Highlight ...
      Benutzer Bild
    • Sapere Aude 18.07.2019 21:56
      Highlight Highlight Wie kann man sich nicht an Annas Artikeln erfreuen? (Ja ok auch ich verfalle manchmal in Schwärmerei, jetzt kann ich wenigsten mit dem Finger auf Walter zeigen und behaupten, er habe damit angefangen.)
  • N. Y. P. 18.07.2019 20:05
    Highlight Highlight diesen unsäglichen Dünnpfiff an leeren Worthülsen und charakteramputierten Phrasen, jenes restlos austauschbare PR-Geschwurbel, das bis zur Unkenntlichkeit verstümmelte und vernebelte Websites-Palaver von Werbeagenturen, Schulen, Banken, IT-Buden..
    (text)

    Danke für diesen Satz ! Geht runter wie Honig.

    Dieses Geschwurbel geht allen sowas von auf den Sack ! Niemand nimmt den Unsinn noch wahr. Es rieselt rein und gleich wieder raus..
  • Cyberpunk 18.07.2019 20:03
    Highlight Highlight Und wenn wir schon dabei sind, kauft euch auch gleich David Graeber‘s Buch: Bullshit Jobs - A Theory 👌
  • banda69 18.07.2019 20:03
    Highlight Highlight Mir geht diese geschwurbelte Marketing BlaBla-Sprache gehörig auf den Keks.

    Oft wissen die nicht mal selbst was sie erzählen. Bzw. es steckt rein gsr nix dahinter.
  • Dr. Evil 18.07.2019 19:59
    Highlight Highlight Ich glaube solche Sprache braucht man dann, wenn nur eine Ahnung hat, von was man eigentlich spricht. Aber kein tiefes Verständnis.

    Beispiel: wie unsere Politiker oft von Digitalisierung reden (Müssen wir jetzt alte Dokumente einscannen um digitalisiert zu sein? Schule digitalisieren? Einfach die alten Aufgaben auf Tablets bringen!)

    Ich habe selbst schon offizielle Marketingfachbücher gelesen, und muß sagen, da ist einfach kaum eine Stringenz, keine tiefere Logik. Einfach viele Begriffe die sich alle fürchterlich überschneiden.

    Auf mich wirkt es alles vor allem ziellos.
    • Wenn Åre = Are dann Zürich = Zorich 18.07.2019 20:15
      Highlight Highlight Nun ich denke die Fehlende Stringenz kommt daher das Marketing ja immer etwas (über Wert) Verkaufen will.

      Eine Schleifspindel für eine Rundschleifmaschine muss man wohl anders Verkaufen als einen Harten Porno auch wenn das eine fürs andere Zweckentfremdet werden kann.
    • DonChaote 18.07.2019 20:35
      Highlight Highlight @Aldi
      „offizielle Marketingfachbücher“ passt auch schön in dieses thema. ;)

      Dazu eben erst was gelesen:
      https://www.infosperber.ch/Artikel/Medien/kontertext-Es-ist-offiziell
    • Dr. Evil 18.07.2019 20:55
      Highlight Highlight @DonChaote
      :'D
    Weitere Antworten anzeigen
  • hiob 18.07.2019 19:56
    Highlight Highlight die schlimmste sprache haben mit abstand politiker. danach folgt die jugend bis 20 (diese ehrenmänner HAHl) und erst dann marketing menschen.
    • Statler 19.07.2019 09:25
      Highlight Highlight Auch und vor allem Politiker haben mittlerweile PR-«Fachleute», die ihnen sagen, was sie wie sagen müssen.
      Auch Politiker müssen sich verkaufen, ergo wird da geschwurbelt, was das Zeug hält. Die Frisur und der Anzug sind wichtiger, als Inhalte und Visionen.

      Wären Politiker ehrlich und wirklich um das Wohl der Leute besorgt, würde sie niemand wählen.
  • Chase Insteadman 18.07.2019 19:55
    Highlight Highlight Ganz schlimm:
    "Mehr als ..."
    Oder in der Variation:
    "... und mehr"






  • Mehmed 18.07.2019 19:54
    Highlight Highlight Was für die Marketingsprache gilt, gilt auch für die Gendersprache.
    • Dr. Evil 18.07.2019 20:07
      Highlight Highlight In ihre/r/seine/r*LGBTQ+* extremen Form definitiv. Bachelorarbeiten durchzugendern ist eine Aufgabe die Luzifer selbst aus seinem Arsch gezogen hat.
  • El Vals del Obrero 18.07.2019 19:52
    Highlight Highlight Der beste PR-Spruch finde ich immer "Wir haben falsch kommuniziert" oder im GAU-Fall "Wir entschuldigen uns vielmals dafür, dass wir falsch kommuniziert haben".

    Das heisst ja eigentlich nichts anderes als "Wir haben schon das richtige gemacht, nur haben wir leider nicht daran gedacht, dass ihr zu doof seid um das zu kapieren."
    • Dr. Evil 18.07.2019 20:05
      Highlight Highlight Im Marketing gilt das KISS-Prinzip

      Keep it simple and stupid.
    • olmabrotwurschtmitbürli aka Pink Flauder 18.07.2019 20:28
      Highlight Highlight Wenn man das formulieren kann, ist man Meister der Krisenkommunikation 😂
  • Sapere Aude 18.07.2019 19:51
    Highlight Highlight Das bedenkliche an Bullshit gemäss Frankfurt ist ja, dass BS im Gegensatz zur Lüge, in keiner Verbindung zur Wahrheit steht. Wer lügt bezieht sich trotz allem auf das Konzept der Wahrheit, bei Bullshitting geht es darum, Konzepte von Wahrheit und Wirklichkeit zu zerstören. Trump ist mit dieser Masche an die Macht gekommen und die Marketingabteilungen arbeiten damit, um die Konsumenten zu manipulieren.
    • Wenn Åre = Are dann Zürich = Zorich 18.07.2019 20:08
      Highlight Highlight Eine der "besten" PR Phrasen aus der White House Sitcom:
      Alternative Fakten
    • Sapere Aude 18.07.2019 20:13
      Highlight Highlight Alternative Fakten steht exemplarisch dafür, wie Trump vorgeht. Seine Präsidentschaft eine von ihm gescripte Realityshow. Leider machen die Medien immer noch mit und richten ihre Nachrichten nach dem Twitteraccount des POTUS aus.
    • Gurgelhals 18.07.2019 20:57
      Highlight Highlight Mich verwundert ehrlich gesagt auch, dass nach über 3 Jahren Trump-Theater (Wahlkampf mitgezählt) die Berichterstattung da immer noch grösstenteils den konventionellen Mustern folgt.

      Es sollte doch allen klar sein, dass man seine Statements nicht beim Wort nehmen kann und man generell immer davon ausgehen muss, dass er bullshittet und null Ahnung von dem hat, worüber er gerade spricht. Und so sollte man dann auch darüber berichten. Gerade Agenturmeldungen sind hingegen immer noch so verfasst, als handle es sich um normale Aussagen von normalen Politikern. Das ist doch total sinnlos, oder?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Wenn Åre = Are dann Zürich = Zorich 18.07.2019 19:46
    Highlight Highlight Danke
    Endlich fühl ich mich im Anti PR Gelaber Sein nicht mehr alleine.

    aIch hasse wenn viel Wohlklingendes geredet wird aber nichts gesagt
    • Dr. Evil 18.07.2019 20:04
      Highlight Highlight Das Leiden der Klugen...mein ich nicht sarkastisch ;-)
    • Kruk 18.07.2019 20:15
      Highlight Highlight Da leiden nicht nur die Klugen...
    • Dominik Treier 18.07.2019 21:23
      Highlight Highlight 100% bei dir!
    Weitere Antworten anzeigen

Wenn Frauen über Autoren schreiben, wie sonst nur Männer über Autorinnen schreiben

Alles fing damit an, dass sich eine Journalistin über eine Rezension im «Tages-Anzeiger» aufregte. Darin schrieb ein älterer Mann über das Buch einer sehr jungen Frau. Vor allem aber schrieb er darüber, wie er das Aussehen besagter sehr junger Frau auf dem Foto im «New Yorker» empfand. Sie sehe darauf aus «wie ein aufgeschrecktes Reh mit sinnlichen Lippen».

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