Frankreich
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Die Kernenergie-Anlage Fessenheim im Osten Frankreichs, rund 40 Kilometer von der Schweiz Grenze entfernt.

Das Atomkraftwerk hatte vor 43 Jahren den Betrieb aufgenommen. Bild: AP

Nach 43 Jahren ist Schluss: Erster Reaktor des Atomkraftwerks Fessenheim vom Netz genommen



Im französischen Atomkraftwerk Fessenheim, rund 40 Kilometer nördlich von Basel, ist am frühen Samstag der erste der beiden Reaktoren erfolgreich vom Netz genommen worden. Der Reaktor Nummer eins sei gegen 2 Uhr abgeschaltet worden, teilte der Betreiber mit.

Das Atomkraftwerk der Gesellschaft Electricité de France (EDF) hatte vor 43 Jahren den Betrieb aufgenommen; Deutschland und die Schweiz drängten seit Jahren auf seine Stilllegung.

Die Abschaltung des 900-Megawatt-Druckwasserreaktors hatte gegen 20.30 Uhr begonnen. Mitarbeiter des Kraftwerks hatten im Vorfeld der geplanten Abschaltung mit einer Blockierung des Vorgangs gedroht. In diesem Fall könnte sich der Prozess um einige Stunden verschieben.

Demontage könnte bis 2040 dauern

Frankreich beugt sich mit der Abschaltung dem jahrelangen Druck aus Deutschland und der Schweiz. Ursprünglich hatte die französische Regierung das Aus für das AKW Fessenheim bereits für Ende 2016 versprochen. Präsident Emmanuel Macron setzt den Plan nun um.

Am 30. Juni soll nach Angaben der französischen Regierung dann Block zwei endgültig abgeschaltet werden. Danach beginnt der Rückbau des Atomkraftwerks. Die Brennelemente sollen bis 2023 entfernt werden. Die Demontage des Meilers beginnt 2025 und könnte bis 2040 dauern.

Deutschland und Frankreich haben vereinbart, in der Region Fessenheim einen Technologiepark zu errichten. Dafür sind Startgelder in Höhe von rund einer Million Euro vorgesehen.

Fessenheim liegt in einem Erdbebengebiet, das Kraftwerk ist gegen einen Flugzeugabsturz oder Anschlag unzureichend geschützt. Zudem kam es immer wieder zu Pannen. (viw/sda/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • atorator 22.02.2020 15:58
    Highlight Highlight 20 Jahre Rückbau. Läuft bei den LKW. Diese Kosten würden im Strompreis natürlich nicht einberechnet. Bezahlen tut es der Steuerzahler und die Stromkonzerne freuen sich über ihre Dividenden.
  • Mügäli 22.02.2020 15:40
    Highlight Highlight 1 von ... hoffe weitere werden bald folgen!

    ‚Das durchschnittliche Alter der 151 Atomkraftwerke in Europa beträgt derzeit 29 Jahre. Ausgelegt sind die meisten Kraftwerke auf 30 oder 40 Jahre Betrieb, doch über 60 AKW sind bereits älter als 30 Jahre, einige sogar älter als 40 Jahre. Mit dem zunehmenden Alter der Atomkraftwerke steigt auch das Risiko für einen schweren Atomunfall‘.

    Und wie reagieren die Verantwortlichen? Sie erhöhen einfach die Betriebsdauer 🙄.

    Diese Nachlässigkeit werden wir hoffentlich nicht bitter bezahlen müssen ...
  • Merida 22.02.2020 10:24
    Highlight Highlight Endlich! Danke!!
  • loquito 22.02.2020 09:55
    Highlight Highlight Yeah eine Ausrede weniger gegen die Abschaktubg unserer Atomkraftopas...
  • Hirngespinst 22.02.2020 09:46
    Highlight Highlight Die einzig vernünftige Entscheidung.
  • badbart 22.02.2020 09:46
    Highlight Highlight Good news!!! ... sind leider selten, dafür umso wertvoller!

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