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Italienischer Literaturnobelpreisträger Dario Fo ist tot



Der italienische Literaturnobelpreisträger und Theaterautor Dario Fo ist am Donnerstag im Alter von 90 Jahren gestorben. Das bestätigte Mario Pirovano, ein langjähriger Freund, der Deutschen Presse-Agentur. Italienische Medien hatten zuvor über Fos Tod berichtet.

Fo war 1997 für sein aussergewöhnliches Talent und seine politische und soziale Theaterarbeit mit dem Literaturnobelpreis gewürdigt worden. Der italienischen Tageszeitung «Corriere della Sera» zufolge starb Fo in einem Spital in Mailand, wo er zwölf Tage wegen Lungenproblemen in Behandlung war.

Der Autor war für seinen Sprachwitz bekannt, wurde auch als Polit-Clown bezeichnet. Im Theater verkörperte er lüsterne Päpste, skurrile Politiker und redegewaltige Trunkenbolde. Fo thematisierte in seinen Werken auch die Mafia, Waffenindustrie oder Umweltsünden. Er war rund 40 Mal wegen Beleidigung und Verhöhnung der Mächtigen vor Gericht geladen, mehrmals wurde er von der Bühne abgeführt.

Viele Stücke hatte er mit seiner 2013 gestorbenen Frau Franca Rame geschrieben, weshalb Fo stets von «unserem Nobelpreis» sprach.

Mehr als 30 Werke Fos wurden ins Deutsche übersetzt, darunter «Mistero Buffo» (1969), «Die offene Zweierbeziehung» (1983), «Sex? - Aber mit Vergnügen!» (1994) und «Der Teufel mit den Titten» (1997). (sda/apa/afp/dpa)

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