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Was die radikale Serie «Dietland» kann – und was nicht



«Endlich», war mein erster Gedanke, als ich die Amazon-Serie «Dietland» auf meinem Laptop öffnete, um in die Welt von Alicia Kettle – von ihrer Umwelt «Plum» genannt – einzutauchen.

Was beim ersten Drüberscrollen wie eine Serie über Paleo-Diäten daherkommt, ist in Wahrheit ein Pionierstück feministischer Serienliteratur basierend auf dem gleichnamigen und von «Fight Club» inspirierten Roman von Sarai Walker. Ein Befreiungsschlag für alle, die bei blutleeren Frauencharakteren und vorhersehbaren Dialogen nur noch müde den Kopf schütteln können, bevor sie sich einen Schokoriegel aus der Naschlade holen und auf das X oben im Browser klicken.  

Wir haben Dietland einem ausführlichen Check unterzogen.

Aber gucken wir uns doch zuerst noch kurz den Trailer an:

Play Icon

Video: YouTube/JoBlo TV Show Trailers

Und sagt nicht, dass ich euch nicht gewarnt hätte:

watson Spoiler-Warnung, Spoiler Warnung, Achtung Spoiler

Bild: watson

Zuerst: das Positive.

1. Der Plot ist clever, neuartig und genau so hässlich, wie es die Gegenwart verlangt

«Liebe Kitty, mein Freund hat mich zum Sex gezwungen.»

«Manchmal schneide ich mich mit einer Rasierklinge.»

«Ich bin bereit, mich umzubringen.»

Als dicke Frau Ende Zwanzig beantwortet Plum Kettle Leserinnenbriefe, die an die selbstherrliche Chefredakteurin eines Lifestyle-Magazins gesendet werden. Um für ihre Fettabsaugung zu sparen. Als Ghostwriterin, sei dazugesagt.  

Zur Motivation hat sich Plum ein kleines, rotes Kleid gekauft, das in ihrer Wohnung hängt. Bevor sie dort nicht reinpasst, denkt Plum gar nicht daran, ihre aus drei Strassen bestehende Komfortzone zu verlassen und fristet tagein, tagaus ein Dasein zwischen Selbsthass, Fressanfällen und Gemüse-Sticks ohne Dip.  

Dietland

Besagtes Kleid. Bild: AMC

Erst als die radikalfeministische Organisation «Jennifer» mit Männermorden und Kritik an der Modewelt auf sich aufmerksam macht, scheint Plum langsam aufzuwachen. Während sich die Mordfälle häufen, wird Plum von der gemässigten feministischen Untergrundgruppe «Calliope House» rekrutiert.    

Zwei feministische Gruppierungen also, mit einem gemeinsamen Ziel: Die Diskriminierung von Frauen zu beenden und eine Gesellschaft zu schaffen, in der sie nicht unterdrückt werden. Während «Jennifer» Vergewaltiger jagt, Geständnisse erpresst und radikale Einschüchterunsversuche an echten Menschen erprobt, verpuffen die gemässigteren Methoden des «Calliope House» meist im Nichts.

Eine derart differenzierte Sicht des gar nicht so homogenen Feminismus in einer US-amerikanischen Serie wiederzufinden, grenzt an ein kleines Wunder.

2. Feministisches Engagement und Sisterhood werden gelebt, nicht nur gepredigt

Gut gefallen haben mir die Momente, in denen feministische Theorie auf dem Bildschirm in die Praxis umgesetzt wurde. Als Plum in einem Supermarkt belästigt wird, zum Beispiel, und sofort andere Frauen zur Hilfe springen.

Frauen, die den Täter ansprechen, der daraufhin den Laden verlässt.  

Statt Intrigen zu spinnen und sich die Haare auszuraufen, helfen die Frauen einander.

Die Frauen im «Calliope-House» bieten Gesprächsrunden an und Ruhezimmer. «Jennifer» ist ein Auffangbecken für Traumatisierte. Der Gedanke, dass man gemeinsam stärker ist als alleine, trägt durch die Serie.  

3. Zuseher bekommen einen überspitzen, aber realitätsgetreuen Einblick in die Hierarchien eines Medienkonzerns

Chefredakteurin Kitty Montgomery verkörpert mit ihrem perfekten Aussehen und der Attitüde einer angriffslustigen Hyäne den Prototyp einer erfolgreichen Medienfrau, die über Kolleginnenleichen geht. Zu lange hat Kitty das falsche Spiel selbst mitgemacht, um ihren Posten jetzt ausgerechnet aufgrund einer feministischen Terrororganisation aufzugeben, die sie zwingt, ein Manifesto auf die Titelblätter zu drucken.  

Julianna Margulies as Kitty - Dietland _ Season 1, Episode 2 - Photo Credit: Patrick Harbron/AMC

Kitty Montgomery. Bild: AMC

Schnell sieht Kitty, wie sie vom Engagement anderer profitieren kann: sei es von «Jennifer», oder von Plum. 

Die Drecksarbeit dürfen andere machen, während Kitty sich mit fremden Federn schmückt und sich als progressive Kraft im alteingesessenen Medienbetrieb inszeniert.

Plum hingegen manövriert sich zum Ärger der Zuseherinnen mit jedem Besuch bei Kitty mehr in ihre Rolle der dankbaren, devoten Schreibanfängerin, deren geringes Selbstbewusstsein zu noch mehr Ausbeutung, noch weniger Respekt und noch weniger Lohn führt.

Ärgerlich, aber leider trotzdem zu oft die Realität.  

4. Die Schauspielleistung und das Skript sind hervorragend

Ob Plum, Kitty Montgomery, Schmink-Expterin oder «Jennifer»-Lead: die Schauspielleistung ist quer durch die Besetzung grossartig. Besonders Chefredakteurin Kitty, die zuerst als eindimensionale Profiteurin des Systems gezeichnet wird, die sich – komme was wolle – an die ausbeuterischen Regel hält, entwickelt sich im Laufe der Serie und zeigt so auf, wo «erfolgreiche Frauen» an die Grenzen ihrer Macht stossen – und was danach mit ihnen geschieht.  

Dietland Cast

Der Hauptcast von Dietland. Bild: AMC

Auch Plums dunkle Monologe, die mit wiederkehrenden Comic-Elementen ergänzt werden, zeigen tabuisierte Aspekte der Body-Positivity-Bewegung auf. Immer wieder hält Plum ihren dünnen Schwestern den Spiegel vor: «Ja, du kannst leicht reden mit deiner Grösse 38!»

Plums hässliche, kontroverse Gedankengänge, die ausgesprochen und diskutiert werden, machen die Serie somit letztlich noch realer.  

5. Männliche Charaktere spielen eine Nebenrolle

Nach «Dietland» wissen Männer, wie sich Frauen bei der Rezeption von Serien wie «Californication» oder «Two and a Half Men» fühlen: als zweitrangige Objekte. Lerneffekt? Vorhanden.  

Jetzt: Das Ausbaubare.

1. Gegen Ende wirkt Plum wie die 21-jährige Klischee-Feministin aus dem Gender-Studies-Seminar

Als Plum anfängt, ihren Körper «zu akzeptieren», trägt sie fortan grüne Netzstrumpfhosen, dunkles Make-Up, auffällige Leo-Jacken (setzt man als aufgeklärte Feministin wirklich «ein Zeichen gegen die Modeindustrie», indem man brav weiterkonsumiert, nur eben in bunt, und danach aussieht wie jede andere Subkulturgängerin?) und schlägt sowohl verbal als auch physisch alles kurz und klein, was sich ihr in den Weg stellt.

Nicht nur Männer, die sich daneben benehmen (fair enough), sondern auch ihre Verbündeten im «Calliope-House». Die Zuseherin möchte gerne laut «STOP» schreien und sie in den Arm nehmen. 

Image

Bild: AMC

So befriedigend es auch sein mag, einen Mann anzuspucken, der einen beim genüsslichen Hot-Dog-Konsum als fett beschimpft – Plums Selbstermächtigungstrip wirkt an manchen Stellen schon fast kindlich-satirisch, und alles andere als empowerend oder erhaben. 

2. Ist Porno für das Fehlverhalten einzelner Männer verantwortlich?

Dietland

Bild: AMC

Auch eine Szene aus dem «Calliope-House»: Der Trigger-Raum, in dem gerade konsumierte Pornos als Kunstprojekt live an die Wände projiziert werden und stellvertretend für die Vergewaltigungsphantasien aller Männer herhalten müssen. Pornodarstellerinnen gelten als Opfer, die trotz ihrer Schönheit beim Akt Würde und Selbstachtung verlieren. 

Schwarz-weiss-Denken, hallo. Und deshalb ein kleiner, im Gesamtbild zu vernachlässigender Minuspunkt.  

Wo wir schon beim letzten Diskussionspunkt wären:

Obwohl «Dietland» wie keine Serie zuvor den Zeitgeist rund um Debatten wie #MeToo aufgreift und im Ermorden von gewalttätigen Männern einen möglichen Lösungsweg aufzeigt, ist es eben nicht mehr als das: ein möglicher, aber dennoch riskanter und strafbarer Lösungsweg, der die Lager spaltet und Gegensätze in politisch prinzipiell ähnlichdenkenden Gruppierungen weiter zementiert.

So heissen Promis in Wirklichkeit:

Neues Waadtländer Werbegesetz greift sexistische Werbung an:

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Video: srf

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    Alle Leser-Kommentare
  • Alnothur 20.08.2018 19:05
    Highlight Highlight Also Gewaltverherrlichung.
    2 3 Melden
  • DerTaran 20.08.2018 00:33
    Highlight Highlight «... und im Ermorden von gewalttätigen Männern einen möglichen Lösungsweg aufzeigt...», wow, diesen Satz habt ihr so im Artikel gelassen?
    Was heute alles in Ordnung ist. Gewaltdrohungen gegen Frauen in Tweets beanstanden, aber Mord an Männern rechtfertigen, aber seid letzter Woche wissen wir ja, dass alle Männer Müll sind, und den muss man bekanntlich entsorgen.
    11 20 Melden
    • Bianca_Jankovska 20.08.2018 10:56
      Highlight Highlight Ich glaub, du hast extra nicht zu Ende gelesen, richtig, und einfach mal rauskopiert, damit es jetzt hier schön aus dem Kontext steht. Lovin the comments
      10 7 Melden
    • Wald Gänger 20.08.2018 14:47
      Highlight Highlight Der Taran hat völlig Recht und auch das zu Ende lesen ändert nichts daran, dass ein solcher Satz, also nur schon das Äussern des Gedankens im Bezug auf jede andere Menschengruppe undenkbar wäre.
      6 2 Melden
  • myso 19.08.2018 22:57
    Highlight Highlight Klingt nach einer interessanten Serie.

    ...Und daher wette ich, das sie nach der 2. Staffel abgesetzt wird. Das grosse Publikum steht halt auf leichte Kost.
    19 4 Melden
  • Rhabarber 19.08.2018 21:58
    Highlight Highlight 5 Kommentare sind etwas viel. Aber ich hoffe, ihr lasst sie durch. Die Serie ist ganz wichtig für viele Menschen. Nicht nur junge. Auch alte und mittelalte. Und wie ich in vielen Diskussionen schon erfahren habe, hilft sie auch vielen Männern. Und auch hier, egal welchen Alters oder Figur. Es ist eine wirklich aussergewöhnliche Serie.
    18 7 Melden
    • Bianca_Jankovska 20.08.2018 11:02
      Highlight Highlight Hallo R., danke für die vielen Kommentare. Das war ja schon fast ein Review meiner Review (;)), die - wie es der Name schon verrät - bewusst kein 15-seitiges Essay über jede einzelne Szene/Problematik darstellt, sondern eher einen groben Überblick zur Orientierung bietet.

      Bei manchem stimme ich dir zu, bei manchem nicht.
      2 1 Melden
    • Rhabarber 20.08.2018 12:35
      Highlight Highlight So soll es sein. Ich betrachte meine Kommentare als Ergänzung aus einem etwas anderen Blickwinkel. Dein Artikel gefällt mir sehr :-)
      1 1 Melden
  • Rhabarber 19.08.2018 21:57
    Highlight Highlight Die Morde:
    Dietland zeigt Mord nicht als Lösung. Es zeigt die Verzweiflung einiger Frauen, die Gruppenvergewaltigung überlebt haben oder deren Kinder zu Tode vergewaltigt wurden. Es zeigt, wie kaputt es macht, wenn man deswegen von der Gesellschaft allein gelassen wird, weil man unbequem geworden ist.
    Ausser einigen Betroffenen hält niemand Morden für eine gute Lösung und eine davon ist gar psychisch schwer gestört. Zum Schluss ist es eine Feministin, die der Polizei die Namen liefert. Und warum verlierst du kein Wort über Konzernbonzen, die keine Hemmungen zu töten haben? Weil das normal ist?
    22 7 Melden
  • Rhabarber 19.08.2018 21:56
    Highlight Highlight Das Porno-Zimmer:
    Hat jemand behauptet, dass alle Männer solche Pornos konsumieren? Sagte jemand, alle Pornodarstellerinnen seien Opfer?
    Es geht um das Ganze. Die Summe. Es ist nicht Schwarz-Weiss-Denken. Es ist ein Kunstprojekt, dass Verhärtungen aufbrechen will. Sicher weisst du, dass Kunst oft über's Ziel hinausschiesst, um etwas zu berühren und in Bewegung zu setzen. Das Porno-Zimmer ist ein Hammer, um Mauern zu durchschlagen.
    20 8 Melden
    • Bianca_Jankovska 20.08.2018 11:05
      Highlight Highlight
      "Sagte jemand, alle Pornodarstellerinnen seien Opfer?" -> Plum "erkennt" im Porno-Raum, dass alle Frauen leiden, nicht nur sie selbst als dicke, sondern auch die vermeintlich "schönen", weil sie in Pornos wie den gezeigten vergewaltigt werden. Das fand ich persönlich wohl etwas pauschal dargestellt und konnotiert. Gerade nach Plums eigener Vergewaltigung.

      "Es ist ein Kunstprojekt, dass Verhärtungen aufbrechen will" -> jeder bewertet Kunst unterschiedlich. Mir hat's nicht gefallen, auch, wenn mir der Zweck ersichtlich war.
      3 2 Melden
    • Rhabarber 20.08.2018 12:39
      Highlight Highlight Gefallen hat es mir auch nicht. Aber Kunst muss nicht immer gefallen. Kunst soll etwas auslösen, in Bewegung bringen oder erinnern. So hab ich es jedenfalls gelernt. Allerdings wandelt sich die Bedeutung von Kunst laufend. Selbst handwerkliches Können wird je nach Aera verschieden bewertet.
      3 0 Melden
  • Rhabarber 19.08.2018 21:56
    Highlight Highlight Stilbewusstsein:
    Stilbewusstsein ist sowieso individuell. Mich erinnert sie etwas an den Punk Ende 70er. Und womöglich lebt sie ja auch aus Trotz bewusst den Stilbruch, weil sie die Schönheitsindustrie zum Kotzen findet und damit ein Zeichen setzen will? Wieso soll man der Stylepolizei mit einem anderen Style widersprechen? Warum nicht gleich völlig chaotisch? Ne, ne ... das passt schon :-)
    16 6 Melden
    • Bianca_Jankovska 20.08.2018 11:09
      Highlight Highlight Hier habe ich bewusst provoziert, weil mir der Feminism 101-Look in Berlin (und London und New York) einfach sehr, sehr oft begegnet und ich mich frage, warum das so ist bzw. sein muss, um als Feministin "erkannt" zu werden. Ja klar, auf die Fresse, Herausstechen und alles, ich zeig meine Oberschenkel wie ich will - klar, versteh ich alles. Aber nur, weil ich mir jetzt Bangs schneiden lasse und grüne Strumpfhosen trage, setze ich nicht gleich "ein Zeichen" gegen die Modeindustrie. Ich zeige eher, dass ich mich wie ein Huhn in der Herde verhalte und trotzdem weiter konsumiere. Halt in bunt.
      3 1 Melden
    • Rhabarber 20.08.2018 12:41
      Highlight Highlight Da kann ich jetzt nicht mitreden. Ich hab zwar viele Freunde in Berlin und ein paar in London. Aber ich selbst bleib in meinem Auwald :-)

      Wenn die sich allerdings so einheitlich kleiden, wie du es erzählst, stimme ich dir zu. Dann ist es kein Contrapunkt sondern nur eine andere Uniform.
      3 0 Melden
    • Bianca_Jankovska 20.08.2018 14:03
      Highlight Highlight Hehe, ja vielleicht liegt es echt an meinem gelegentlichen "Ich bin in eine hippe Stadt gezogen"-Überdruss, aber ich glaub, ich könnte das im Text nochmal ausführlicher ergänzen. Jetzt, wo du es ansprichst.
      1 0 Melden
  • Rhabarber 19.08.2018 21:56
    Highlight Highlight Klischee-Feministin:
    Dass Plum anfängt ihren Körper zu akzeptieren ist nicht Ursache sondern Symptom. Symptom des psychologischen Durchbruchs. Auch ihr Freund im Cafe sagte, dass sich in Plum eine 14Jährige versteckt. Diese 14Jährige ist es, die nach dem Dammbruch rauskommt. Natürlich lebt sie Klischee. Sie weiss sie nicht, wie sie ihre Wut abbauen kann. Woher auch? Sie erfährt das zum ersten Mal. Entsprechend kindisch fallen erste Versuche aus.
    Lass ihr Zeit! Ich hoffe, da tut sich in der 2. Staffel etwas. Für die erste Staffel ist das psychologisch voll korrekt.
    18 6 Melden
    • Bianca_Jankovska 20.08.2018 11:10
      Highlight Highlight Gut, dann verhält sie sich eben wie eine 14-Jährige. Fair enough.
      2 1 Melden
  • Rhabarber 19.08.2018 21:56
    Highlight Highlight Guter Artikel, aber ich ergänze.

    Ausbaubares:
    Ich hab dein Wein-Doch gesehen. Du bist hübsch + schlank. Hast du je gefühlt, was das andere anrichtet? Als ich krank war, erfuhr ich es. Je dicker ich wurde, umso unhöflicher + aggressiver wurde ich behandelt, desto dümmer eingeschätzt. Auch von Frauen. Aber mehr von Männern. Als ich gesund war und wieder abnahm, ging's umgekehrt. Nur schlank bin ich Mensch. Darauf läufts raus.
    Ich wage nicht, mir vorzustellen, was soviel Bösartigkeit einem Kind antut, egal ob Maidli oder Bueb! Unsere Gesellschaft braucht dringend eine neue Körperwahrnehmung.
    25 8 Melden
    • Bianca_Jankovska 20.08.2018 11:11
      Highlight Highlight Danke für deine Kritik. Als nicht-dicke Frau kann ich natürlich nur von außen schildern, was ich gesehen habe und wie dies auf mich wirkte.

      "Unsere Gesellschaft braucht dringend eine neue Körperwahrnehmung." AGREE!
      3 1 Melden

Lieber Röbi Rapp, leb wohl! Als Queer-Pionier bleibst du unsterblich. Merci!

Röbi Rapp und Ernst Ostertag lebten 62 Jahre lang die vielleicht grösste Liebesgeschichte der Schweiz. Ein Nachruf.

Es gibt Menschen, denen verdanken viele andere unendlich viel. So viel, dass es gerade schwer fällt, diesen Nachruf zu schreiben. Trauer ist eine besonders gründliche Form der Überwältigung.

Röbi Rapp war einer dieser Verdienstvollen. Der zarte Coiffeur aus Zürich, der sich in Jahren, als dies gefährlich war, auf der Bühne zur Frau verwandelt und singt, dass alle betört sind. Der 1956, im Alter von 26 Jahren, einen schönen Lehrer namens Ernst kennenlernt. 2003 lassen sie sich als erstes …

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