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Sie sammelt 400'000 Dollar für Obdachlosen – jetzt will sie es ihm nicht auszahlen



Bild

Ein Bild aus den guten Zeiten: McClure und Bobbitt.

Die Geschichte hatte so gut angefangen: Ein obdachloser Army-Veteran aus Philadelphia hilft einer mit dem Auto gestrandeten jungen Dame – sie hatte kein Benzin mehr und er gab ihr seine letzten 20 Dollar, um Benzin zu kaufen und nach Hause zu kommen – sie revanchiert sich, in dem sie für ihn Geld sammelt und ihn damit aus seiner Not befreit.

Aber wieder einmal zeigt sich: Das Leben ist kein Disney-Film.

Denn anstatt glücklich und zufrieden den Rest ihres Lebens zu verbringen, befinden sich die beiden in einem üblen Rechtsstreit. Die junge Dame, ihr Name ist Kate McClure, weigert sich nämlich, dem Obdachlosen, sein Name ist Johnny Bobbitt, das gesammelte Geld auszuzahlen. Das heisst, sie will ihm nicht alles geben. Und Bobbitt wehrt sich dagegen.

Wir reden hier nicht über ein paar hundert Dollar, sondern über 400'000 Dollar. Soviel hatte McClure nämlich via GoFundMe – also Crowdfunding – für den Habelosen aufgetrieben. Gesehen hat dieser aber nur knapp die Hälfte des Geldes.

McClure argumentiert, Bobbitt sei rückfällig geworden, hadere mit seinem Drogenkonsum. So habe er innerhalb von zwei Wochen satte 25'000 Dollar aus dem Fenster geschmissen. «Einem Drogensüchtigen so viel Geld zu geben macht keinen Sinn. Da kann man ihm auch gleich eine geladene Waffe geben.»

Bobbitt hingegen klagt, er müsse wieder auf der Strasse hausen, weil er das Geld nicht bekommen habe.

Ob es trotzdem noch zu einem Happy-End kommt, ist fraglich. Immerhin hat sich jetzt die Crowdfunding-Plattform eingeschaltet und untersucht den Fall. «Wir arbeiten an einer Lösung und sind zuversichtlich, dass sowohl Bobbitt sein Geld bekommt als auch dass die Leistung von McClure honoriert wird.» (aeg)

Ein anderer Fall: Crowdfunding soll Obdachlosen eine Ausbildung finanzieren

Video: srf

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38Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Gawayn 26.08.2018 12:46
    Highlight Highlight Es war schon immer so.
    Menschen die auf der Strasse leben, Drogen konsumieren, können meist nicht mit Geld umgehen.

    Er hätte eine Million bekommen können, das Geld wäre vor Monats Ende weg und er noch immer obdachlos.

    Geld hilft nicht, wenn er nicht selber da raus will. Da brauchts Therapie, Coaching Ausbildung, einen Job.

    Dafür hätte man das Geld nutzen sollen.
    Sonst leider sinnfrei...
  • Paddiesli 26.08.2018 11:37
    Highlight Highlight Die Dame hat die Macht von Crowdfunding unterschätzt. Sie hätte sich vorher überlegen sollen, wie sie damit dem Heimatlosen wirklich helfen kann. Dass "nur" Geld die Lösung ist, sollte jedem klar sein.
  • Evan 26.08.2018 11:37
    Highlight Highlight Mit dem Geld hätte man besser eine Miete gesichert und eine Therapie.
  • Skeptischer Optimist 26.08.2018 09:58
    Highlight Highlight Der Fall zeigt vor allem auch die engen Grenzen der Charity Kultur. Der Mann hat offensichtlich nicht nur ein Geld-, sondern auch ein Drogenproblem, welches wahrscheinlich auf einem psychischem Problem beruht oder zumindest dadurch verstärkt wird. Hier kann ein Individuum nur begrenzt helfen, für Nachhaltigkeit braucht es einen funktionierenden Sozialstaat.

  • Bowell 26.08.2018 09:30
    Highlight Highlight Womit wiedereinmal bewiesen wäre: D Gegenteil von „gut gemacht“ ist „gut gemeint“.
  • rodolofo 26.08.2018 08:29
    Highlight Highlight So hart es tönt, sie hat Recht!
    Einem Drogensüchtigen Geld geben ist wie Sterne in ein Schwarzes Loch werfen.
    Das Geld selber ist eine Droge, die süchtig macht.
    Es gibt Reiche, die sich arm fühlen, weil sie immer noch etwas reicher sein könnten, mit teureren Marken-Kleidern und noch tolleren Cucci-Taschen!
    Was machen wir jetzt?
    Wir geben dem Obdachlosen Bio-Fair Trade-Lebensmittel!
    Die halten ihn gesund, und wenn er sie nicht gleich isst, dann verderben sie.
  • sikki_nix 26.08.2018 08:01
    Highlight Highlight Es gäbe ja auch noch die Möglichkeit, das geld einer Anlaufstelle für obdachlose oder sonst einer Wohltätigen Institution zu spenden. dan wäre das Geld für den richtigen Zweck angelegt und vielen geholfen.
    • neoliberaler Raubtierkapitalist 26.08.2018 11:36
      Highlight Highlight Nur haben die Spender nicht dafür gespendet.
  • one0one 26.08.2018 07:36
    Highlight Highlight An die Kommentarschreiber: Wer sich hier nach diesen vagen Zeilen ein Urteil bildet ist entweder Hellseher oder einfach ein "Laveri"... Es hat einige Behauptungen und quasi keine Fakten..

    Cheers
  • VAVAV 25.08.2018 23:41
    Highlight Highlight Wer spendet und dann dem Empfänger vorschreiben will wofür er es ausgeben darf, erhebt sich moralisch unberechtigt über den potentiellen Empfänger. Wir haben nicht das Recht andere zu bevormunden, weil Jeder seine Lebensgeschichte hat. Wenn man Geld spendet, muss man damit umgehen können, dass das Geld für andere Zwecke verbraucht wird als man sich wünscht.
    • who cares? 26.08.2018 10:10
      Highlight Highlight Hm nein. Wenn ich z.B. Geld an UNICEF spende, ist es sehr berechtigt zu erwarten, dass es armen Kindern zugute kommt.
    • Luca Regnipuzz 26.08.2018 13:32
      Highlight Highlight @VAVAV: Grundsätzlich hast Du recht. Der grosse Fehler ist die Naivität dieser Frau&der Spender, dass nie definiert wurde, auf welche Art dieses Geld eingesetzt wird. Mit 400k hätte man extrem viel erreichen können. Jeder Monat 1.5k für Wohnung, Food und restliche Grundversorgung. Dann 1k zur freien Verfügung. Dann hat er 13.5 Jahre Zeit gehabt Ruhe in sein Leben zu bringen
    • VAVAV 26.08.2018 16:48
      Highlight Highlight Wenn man einer Institution spendet, ist dies was anderes, sie sagt ja explizit wofür sie es verwendet und wenn sie es für was anderes braucht, dann ist dies eine Täuschung. Wenn ich einem Obdachlosen Geld gebe, dann muss ich mit ihm entweder einen Vertrag vereinbaren, der besagt, wofürer es verwenden darf oder ich kaufe ihm direkt die Ware oder Dienstleistung. Klar, mir wär auch lieber jemand kauft sich mit dem Geld Essen und keine Drogen, aber ich kann niemanden bevormunden & wenn mir diese Tatsache nicht gefällt, dann gebe ich der Person kein Bargeld sondern ich bezahle ihr was sie braucht.
  • Demo78 25.08.2018 23:24
    Highlight Highlight Untermauert einmal mehr das Geldspenden faktisch wirkungslos sind, übrigens im grossen wie auch im kleinen.
    • K-1 26.08.2018 08:20
      Highlight Highlight Das stimmt jetzt aber zu 100% nicht. Auf welche Fakten basiert diese Aussage?
  • Demo78 25.08.2018 23:22
    Highlight Highlight So extrem anders als Spendenorganisationen verhält sie sich nicht. Wer denkt das 1 zu 1 bei den Bedürftigen ankommt ist Naiv, es profitieren einfach mehr Leute davon in den Organisationen.
    • K-1 26.08.2018 08:25
      Highlight Highlight Klar kommt nicht alles 1 zu 1 an. Es ist naiv, das zu erwarten. Wer kümmert sich darum, dass das Geld an dir richtigen Personen weitergeleitet wird? Ein gewisser administrativer Aufwand ist normal.

      Viele Menschen sind auf Unterstützung und Spenden angewiesen. Mit diesen Kommentaren erhalten diese Leute in Zukunft vielleicht den einen oder anderen Franken weniger. Ziel erreicht Demo78?

    • chnobli1896 26.08.2018 10:39
      Highlight Highlight Es gibt Organisationen bei denen 100% der Spendengelder für den eigentlichen Zweck verwendet werden.
      Das hier so pauschalisierend als falsch abzustempeln ist Humbug.
  • Pana 25.08.2018 22:57
    Highlight Highlight Ach ja, und übrigens:
    Benutzer Bild
  • Pana 25.08.2018 22:42
    Highlight Highlight Erinnere mich auch an eine schräge Gofundme Story vor einigen Monaten. Ein Tourist aus den Staaten sei in Costa Rica entführt und gefoltert worden. Familie und Freunde inszinierten perfekt via Medien diese Story, und kassierten tausende von $ via Gofundme. Mir kam die Sache komisch vor.. Und tatsächlich, wenige Tage später sickerten Meldungen aus CR durch, dass der Typ nen riesen Drogen Trip gemacht hatte, vandalierte, nackt von Dächern sprang etc, und deshalb halbtot im Spital lag. Die Familie wusste davon ziemlich bald, aber dementierte alles, und zog die Spenden-Aktion trotzdem durch.
  • Pasch 25.08.2018 22:35
    Highlight Highlight Mit einer angeblichen Wohltat würde der Begünstigte von der Strasse plötzlich besser da stehen als diese Frau. Tja wer nichtmal 20 Bucks für Sprit hat dem sollte man nicht trauen. Falsche Schlange!
    • Rosa Vermelha 25.08.2018 23:16
      Highlight Highlight Schlangen sind nicht immer schlecht ... in deinem Fall wäre eine sogenannte Brillenschlange durchaus hilfreich ...! Sprich wer den Durchblick hat und den Artikel richtig liest, hat mitbekommen, dass sie das Geld NICHT für sich behält, sondern nur zurückhält. Angesichts dessen, dass schon die Hälfte des Geldes weg ist, sicher keine schlechte Idee.
    • sambeat 25.08.2018 23:49
      Highlight Highlight Mhm. Wohl nur die Überschrift gelesen, was?
    • Päsu 26.08.2018 00:09
      Highlight Highlight Hast du den Text überhaupt gelesen? So richtig von Anfang bis Ende?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Zyniker haben es leichter 25.08.2018 22:20
    Highlight Highlight Obwohl er 200'000 schon bekommen hat, hat er nicht mal ein Dach über dem Kopf? Würde das restliche Geld auch eher in Raten oder Naturalien Auszahlen über die nächsten xy Jahre...
    • The Destiny // Team Telegram 25.08.2018 22:48
      Highlight Highlight Warum leben Leute auf der STrasse ?
      Weil sie kein Geld haben um sich eine Wohnung zu leisten und zu dem Zeitpunkt hatte er sicher bereits einiges an Schulden...

      So schnell kann man da kein Urteil machen ohne dass man die Person nicht kennt. Das Geld über einen Vertrag mit klaren Zielen auszuzahlen währe aber wahrscheindlich besser.
    • Wurstbrot 25.08.2018 22:49
      Highlight Highlight Sehe ich auch so. Eine Art Rente ist sicher besser.
    • wuschel1984 26.08.2018 00:18
      Highlight Highlight Da hast du recht, es gibt aber auch Leute, die auf der Strasse leben wollen, die Geld hätten. Klar, ist dies eher selten.
  • Loeffel 25.08.2018 22:15
    Highlight Highlight Die eigentlichen „dummen“ in dieser Story sind die Spender....
  • Hexentanz 25.08.2018 22:08
    Highlight Highlight Wenn er die 200k so schnell verbrennt ist doch überhaupt nichts falsch dagegen, ihm das nicht zu geben direkt. Es steht doch nirgends, dass diese Dame das Geld selbst behalten will? Ich finde es sogar vernünftig, ihm dieses Geld aktuell nicht zu geben. Wenn er irgendwann mal clean ist und den Rest bekommt, ist dass doch viel besser als so o0

    • goschi 25.08.2018 22:41
      Highlight Highlight @Astrogator, ich bezweifle, dass die Spender das Geld für Drogen und Alkohol vorsahen.
    • The Destiny // Team Telegram 25.08.2018 22:49
      Highlight Highlight @goschi diesem Risiko sollten sich die Spender bewusst sein.
    • ChiliForever 25.08.2018 22:51
      Highlight Highlight Wo ist der Betrug, wenn sie ihn das Geld "momentan" nicht geben will, also erst später?
      Eine Art Fonds mit gestreckter Zahlung wäre besser, hätte man sich natürlich von Anfang an mal denken bzw. überlegen können ...
      Aber vermutlich hat sie auch nicht mit 400k sondern vielleicht ein paar tausend gerechnet.
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