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Sanders gibt nicht auf – und will Delegierte aus dem Clinton-Lager abwerben



Der unterlegene Präsidentschaftsbewerber der US-Demokraten, Bernie Sanders, will sich in naher Zukunft mit Hillary Clinton über weitere Schritte im Wahlkampf beraten. Seine Bewerbung aufgeben will er vorerst nicht.

epa05351034 US Democratic Presidential candidate Bernie Sanders (L) with his wife Jane (R) greet supporters at an election watch rally for the California Primary at Santa Monica Airport in Santa Monica, California, USA, 07 June 2016. Sanders was locked in a race with Hillary Clinton for the California primary that takes place 07 June 2016.  EPA/MIKE NELSON

Kämpfernatur: Bernie Sanders und Ehefrau Jane.
Bild: MIKE NELSON/EPA/KEYSTONE

Er werde zur letzten Vorwahl antreten, die am nächsten Dienstag im Hauptstadtbezirk Washington D.C. stattfindet, und seine Ideen auf den Parteitag Ende Juli in Philadelphia tragen. Dies sagte Sanders am Donnerstag nach einem Gespräch mit US-Präsident Barack Obama im Weissen Haus in Washington.

Das Hauptziel von ihm und der Demokratischen Partei sei es, den republikanischen Bewerber Donald Trump als künftigen US-Präsidenten zu verhindern. «Es ist für mich unglaublich, dass die Republikaner einen Kandidaten haben, der Fanatismus und Beleidigungen ins Zentrum seiner Kandidatur stellt», sagte Sanders.

Beim Treffen mit Obama wollte der US-Präsident den Senator von Vermont offenbar davon überzeugen, seine Niederlage einzugestehen und aus dem Rennen um die Kandidatur auszusteigen.

epaselect epa05351004 US presumptive Democratic Party Presidential nominee and former Secretary of State Hillary Clinton gestures an embrace to her supporters at the conclusion of a Primary Night campaign event at the Brooklyn Navy Yard in Brooklyn, New York, USA, 07 June 2016. On Monday Mrs. Clinton exceeded the delegate threshold to become the presumptive Democratic Party nominee for the President of the United States.  EPA/PETER FOLEY

Sanders probt den Angriff auf Hillary Clinton. Bild: PETER FOLEY/EPA/KEYSTONE

Reihen schliessen

Am Vorabend hatte Obama in der Talkshow von Jimmy Fallon im Sender NBC gesagt: «Für die Demokratische Partei war es eine gesunde Sache, einen wirklichen Wettbewerb bei den Vorwahlen zu haben.» Nun hoffe er aber, dass die Partei in den nächsten Wochen «die Reihen schliessen» könne. Obama zollte Sanders Respekt:

«Er hat eine enorme Energie und neue Ideen eingebracht. Er hat die Partei vorangetrieben und sie herausgefordert. Ich glaube, Hillary ist dadurch eine bessere Kandidatin geworden.» Nun müssten sich die Demokraten aber ganz auf die Auseinandersetzung mit Trump konzentrieren. Clinton hatte sich die Nominierung in den vergangenen Tagen endgültig gesichert.

Sie gewann am Dienstag die wichtigen Vorwahlen in den Bundesstaaten Kalifornien und New Jersey und holte zudem weitere «Superdelegierte» auf ihre Seite. Dabei handelt es sich um aktuelle oder frühere Amtsträger, die beim Nominierungsparteitag Ende Juli nicht an die Ergebnisse der Vorwahlen gebunden sind.

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Wahlkampf in den USA: Welche Promis unterstützen wen?
quelle: epa/efe / alex cruz
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Vor allem junge Anhänger

Obwohl er in der Delegiertenzahl uneinholbar hinter Clinton liegt, hatte Sanders schon am Dienstag angekündigt, bis zum Parteitag für seine Nominierung kämpfen zu wollen. Zur Begründung verweist er unter anderem auf Umfragen, wonach er im direkten Vergleich mit dem voraussichtlichen republikanischen Kandidaten Donald Trump deutlich besser abschneidet als Clinton.

Sanders kündigte an, Superdelegierte aus dem Clinton-Lager abwerben zu wollen. Sanders hat mit seinen Forderungen nach einer deutlichen Erhöhung des Mindestlohns, nach kostenfreiem Studium an staatlichen Hochschulen und nach strikten Regulierungen der Finanzmärkte eine breite und begeisterte Anhängerschaft vor allem unter jungen Wählern gewonnen.

Auch Clinton hatte ihm in ihrer Siegesrede am Dienstag ihren Respekt erwiesen und sich um Versöhnung bemüht. Die Debatte, die sie mit Sanders über Themen der sozialen Gerechtigkeit geführt habe, habe der Partei und dem Land «sehr gut» getan.

(sda/dpa/afp)

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