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Epsteins Ex-Partnerin Maxwell kommt nicht auf Kaution frei



Im Skandal um den wegen Sexualverbrechen verurteilten und inzwischen gestorbenen Unternehmer Jeffrey Epstein hat dessen Ex-Partnerin Ghislaine Maxwell vor Gericht eine Beihilfe abgestritten.

Audrey Strauss, Acting United States Attorney for the Southern District of New York, gestures as she speaks during a news conference to announce charges against Ghislaine Maxwell for her alleged role in the sexual exploitation and abuse of multiple minor girls by Jeffrey Epstein, Thursday, July 2, 2020, in New York. (AP Photo/John Minchillo)
Audrey Strauss

Die New Yorker Staatsanwältin Audrey Strauss zeigt bei einer Medienkonferenz auf das Bild von Ghislaine Maxwell mit Epstein. Bild: keystone

Maxwell plädierte bei der Anhörung am Dienstag in New York, bei der sie per Video in den Gerichtssaal zugeschaltet war, auf «nicht schuldig». Ihr werden sechs Anklagepunkte vorgeworfen, darunter Verführung Minderjähriger zu illegalen Sexhandlungen und Meineid.

Maxwells Anwälte hatten im Vorfeld um eine Freilassung ihrer Mandantin gegen eine Kaution von fünf Millionen Dollar gebeten, weil ihrer Darstellung nach kein Fluchtrisiko bestehe. Die Staatsanwaltschaft sieht das anders. Mit drei Pässen und zahlreichen Bankkonten in unterschiedlichen Ländern bestehe ein sehr grosses Fluchtrisiko, hiess es im Vorfeld von der Staatsanwaltschaft. Beide Seiten legten ihre Sichtweisen bei der Anhörung am Dienstagnachmittag erneut ausführlich dar.

Die 58-Jährige, die Anfang Juli im US-Bundesstaat New Hampshire festgenommen wurde, soll laut Staatsanwaltschaft bei den Sexualverbrechen Epsteins eine massgebliche Rolle gespielt haben. Maxwells Anwälte hatten im Vorfeld der Gerichtsanhörung versucht, ihre Mandantin von Epstein zu distanzieren. Die beiden hätten vor seinem Tod mehr als zehn Jahre lang keinen Kontakt mehr gehabt.

Auf die Anklagepunkte, die sich auf die Jahre 1994 bis 1997 beziehen, stehen jeweils Höchststrafen von fünf bis zehn Jahren Gefängnis. Wann ein Prozess beginnen könnte, war vorerst unklar. (sda/dpa)

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12Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • rodolofo 15.07.2020 09:21
    Highlight Highlight Die müssen aufpassen, dass sie es nicht übertreiben mit den Begnadigungen.
    Nach der neuesten Begnadigung durch Trump für einen seiner Gauner-Kumpels (Stone) lassen sie wohl erst ein wenig Zeit vergehen, bevor sie die Freundin von Epstein auch laufen lassen.
    Die USA sinken immer mehr auf "Ramsch-Niveau"...
  • Butzdi 15.07.2020 00:12
    Highlight Highlight Schön unter strengster Bewachung halten und schauen, dass sie bis zur Verhandlung überlebt. Kameras mehrfach absichern und keinen Bill Barr oder andere Korrupte zulassen. Nicht dass sie wie ihr Partner Epstein einen nach Selbstmord aussehenden “Unfall” hat.
    • Antigone 15.07.2020 00:29
      Highlight Highlight Ich wette, dass wir bald zu lesen bekommen, dass sie wegen Corona gestorben ist. So läuft das 🤷‍♀️
    • PC Principal 15.07.2020 00:36
      Highlight Highlight Wenn sie wirklich schuldig ist dann ist es möglich dass sie sich selbst umbringt. Das kann man leider fast nicht verhindern, auch nicht mit Kameras.
    • voni2 15.07.2020 08:51
      Highlight Highlight @pc principal: Doch das kann man verhindern. Genau darum hatte es ja Kameras. Aber wenn die nicht laufen und die Wachen ihren Job auch nicht machen, wird es halt schwierig.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Victor Paulsen 15.07.2020 00:05
    Highlight Highlight "Mit drei Pässen und zahlreichen Bankkonten in unterschiedlichen Ländern bestehe ein sehr grosses Fluchtrisiko"
    Natürlich besteht dieses Risiko. Konten in verschiedenen Ländern ist bei solchen Leuten normal, doch hat man im Normalfall keine drei Pässe
    • kettcar #lina4weindoch 15.07.2020 06:09
      Highlight Highlight Naja, in ihrem Fall ist es der britische, amerikanische und ich nehme an noch französische. Ist nicht wie bei James Bond mit den verschiedenen Pässen. Sie hat halt einfach verschiedene Staatsbürgerschaften.
    • Bee89 15.07.2020 07:49
      Highlight Highlight Ich frage ich bei solchen Fällen immer, ob die Anwälte selber so korrupt sind oder jegliches Gefühl für Recht oder Unrecht verloren haben, das sie ohne mit der Wimper zu zucken sagen können "nö nööö, da besteht kein Fluchtrisiko" und "meine Mandantin ist ganz klar unschuldig"
    • kettcar #lina4weindoch 15.07.2020 16:31
      Highlight Highlight Bee89 vielleicht hast du aber den Beruf des Anwalts nicht verstanden. Der er vertritt den Klienten, nicht den Staat oder den Kläger. Es ist seine Aufgabe im Interesse des Beschuldigten zu handeln und ist nicht zuständig für die Gerechtigkeit. Dafür gibt es Richter. Darum bekommen in zivilisierten Gesellschaften auch Massenmörder, Kindervergewaltiger und Verkehrssünder Rechtsbeistand.
  • T13 14.07.2020 20:42
    Highlight Highlight OK wieso hat sie sich dann in einem über eine Scheinfirma gekauften Haus versteckt?

    Und wenn sie seit über 10 Jahren keinen Kontakt mehr mit Epstein hatte, dann passt das doch immer noch in die Zeit der Verbrechen, zwischen 94-97.

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