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Acht Männer nach Wassereinbruch im Hölloch eingesperrt – Retter sind eingetroffen

Acht Männer sind seit dem frühen Sonntagmorgen im Hölloch im Muotathal im Kanton Schwyz eingeschlossen. Sie wurden auf einer zweitägigen Biwak-Expedition von einem Wassereinbruch überrascht. Die Männer sind unverletzt.



Eine siebenköpfige Touristengruppe und ihr Führer, die seit dem frühen Sonntagmorgen im Hölloch im Muotathal eingeschlossen sind, werden das Höhlensystem frühestens in 48 Stunden verlassen können. Sie haben haben Hilfe von vier Höhlenforschern erhalten.

Trekking Outdoor Team, das die zweitägige Tour in die Höhle organisiert hat. Sie würden nun das Abenteuer ihres Lebens bestehen und später unverletzt das Hölloch auf dem Weg verlassen, auf dem sie es betreten hätten.

Die Männer sind 25 bis 55 Jahre alt und stammen aus der deutschen Schweiz. Sie halten sich nach Angaben Draganits in einem gut sowie ausreichend mit Nahrung und Medikamenten ausgerüsteten Touristenbiwak auf. Ein mögliches Problem wegen Höhlenkoller stelle sich erst nach mehreren Tagen, sagte er

ARCHIVBILD ZUM EINSCHLUSS VON ACHT PERSONEN IM HOELLOCH IM MUOTATHAL, AM SONNTAG, 21. JANUAR 2018 - Hoelloch im schwyzerischen Muotathal, aufgenommen 1990. (KEYSTONE/HO)

Ein Archivbild des Höllochs im schwyzerischen Muotathal. Bild: KEYSTONE

Die Eingeschlossenen haben etwa die Möglichkeit, kurze Touren in hochwassersichere Gebiete der Höhle zu machen. Auch Kaffeetrinken und Jassen sorgen für Abwechslung. Ein Biwak ohne Jasskarten gebe es nicht, sagte Franz Auf der Maur von Speleo-Secours, der Schweizerischen Gesellschaft für Höhlenforschung.

Syphon mit Wasser gefüllt

Die Touristen waren am Samstagmorgen zu ihrer Tour aufgebrochen und hätten am späteren Sonntagnachmittag die Höhle wieder verlassen sollen. Im Verlaufe der Nacht zeichnete sich ab, dass es Hochwasser gibt. Ein Syphon füllte sich mit Wasser. Der Weg zum Ausgang ist seither versperrt.

Vier Männer der Rettungskolonne Muotathal der Speleo-Secours Schweiz hatten sich im Verlaufe des Sonntags auf dem Weg zu den Eingeschlossenen gemacht. Sie stiegen rund 300 Höhenmeter durch teils nasse Schächte ab und erreichten nach acht Stunden die Touristengruppe im Biwak. Wegen einer Panne war die Kommunikation mit den Eingeschlossenen vorübergehend eingeschränkt.

Die Höhlenexperten gelangten über einen alternativen Eingang ins Hölloch. Dieser sei anspruchsvoll und nur für Profis geeignet, sagte Franz Auf der Maur. Dieser Weg kommt als Rückweg für die Touristengruppe nicht in Frage.

Im Kontakt mit den Eingeschlossenen

Am Montagnachmittag geht Speleo-Secours auf Grund der Wetterprognosen davon aus, dass die Männer noch weitere 48 Stunden im Hollöch bleiben müssen. Die Einsatzleitung steht in Kontakt mit den Männern im Biwak und deren Angehörigen, hiess es.

Voraussehbar war das Unglück gemäss den Experten nicht. Sowohl Auf der Maur wie auch Draganits rechneten mit mehr Schnee- und weniger Regenfällen. Der Trekking-Anbieter sagte, es habe bei seinen Touren im Hölloch in 30 Jahren keine Einschlüsse oder Unfälle gegeben.

Das Hölloch im schwyzerischen Muotathal gilt als eines der grössten Höhlensysteme der Welt. Immer wieder werden Höhlenbesucher eingeschlossen - meistens im Winter, da diese Jahreszeit sich des tiefen Wasserstandes wegen am besten für Expeditionen eignet. (sda)

Das Hölloch gehört zu den grössten Höhlensystemen der Welt

Das ist die längste Unterwasserhöhle der Welt

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Video: srf/SDA SRF

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13Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Robi14 22.01.2018 07:37
    Highlight Highlight war als bub im höllloch. da haben sie uns das verwedete archivbild gezeigt als postkarte und erzählt,dass sie erst,als die karten gedruckt waren merkten, dass darauf einer am bloden hockt und pause macht!
  • RozaxD 21.01.2018 21:09
    Highlight Highlight Das passiert immer wieder?! Wer begibt sich denn dorthinein :o
    • erkolino 21.01.2018 21:38
      Highlight Highlight Ich, nächstens. :-(
    • P. Meier 21.01.2018 23:26
      Highlight Highlight Wer an einem solchen, abenteuerlichen Ausflug interessiert ist. Es ist sehr eindrucksvoll und am nächsten Tag melden sich Muskeln, die man noch gar nicht kannte. Wer nicht wegen Wasser einen längeren Aufenthalt riskieren will, besucht z.B. das Nidlenloch.
  • ARoq 21.01.2018 19:53
    Highlight Highlight "Überrascht"? Es waren Starkniederschläge im Einzugsgebiet vorhergesagt.
    • P. Meier 21.01.2018 23:27
      Highlight Highlight Richtig. Entscheidend war der Agregatzustand. Dummerweise war dieser flüssig und man ging von fest aus.
  • jjjj 21.01.2018 19:49
    Highlight Highlight Seit Tagen Unwetter...
    „Hold my beer!“
  • Kong 21.01.2018 18:37
    Highlight Highlight Die Tour im Hölloch ist ein tolles Erlebnis, sehr gute Führer und cooles Ambiente. War damals gute Sache, Restrisiko für unfreiwilligen Aufenthalt bleibt leider. Hoffe die Bande muss nicht zu lange bleiben.
    • Kaffo 22.01.2018 10:21
      Highlight Highlight Warum nicht bleiben, wenn es doch so toll sein soll?
  • Turicum 17 21.01.2018 18:35
    Highlight Highlight Ich war mit Freunden auch schon 2 Tage mit Übernachtung und feinem Fondu in der Höhle. Ein Traum den ich jedem nur empfehlen kann. Das Wasser wird wieder abfliessen, dann werden alle wohlbehalten und eine tolle Erinnefung reicher wieder an die Erdoberfläche gelangen. Es herrscht kein Grund zur Besorgnis.
    • Kong 21.01.2018 19:37
      Highlight Highlight Musstest du auch im Vorfeld/Gang durch das Loch kriechen? Ich dachte der verarscht mich und fragte ob sie das mit allen „dicken“ Städtern machen 😅, er meinte bloss cool, nö aber wenn du stecken bleibst, weiss ich das wir vorne Probleme kriegen 😂😂 ... es gibt janoch Presslufthämmer war sein Randkommentar.
    • Neemoo 22.01.2018 07:08
      Highlight Highlight Wenn ich nur daran denke, läuft es mir eiskalt den Rücken runter. Ich würde durchdrehen. Es ist bestimmt ein tolles Erlebnis.
      Aber ich gehe lieber in die Höhe, mit viel Himmel über mir.
    • Turicum 17 22.01.2018 12:03
      Highlight Highlight Wir sind ungefähr 40 min durch einen Gang gekrochen der meist nicht grösser als 50 mal 50 cm war. Am Ende kam dann ein kleiner Raum in dem man gerade mal sitzen konnte. In dem sass ich dann über eine Stunde weil der "Ausgang" ein Loch war durch das ein Helm quer nicht durchpasste und man ihn deswegen ausziehen musste. Durch dieses Loch brauchte ein etwas fülligerer Teilnehmer, welcher sich bis auf die Unterhosen ausziehen musste, da er sonst nicht durch passte, mit ca. 50 min etwas länger als die anderen 7 Teilnehmer....

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