Was erkennst du? Dieses Bild verrät dir, wie kreativ du bist

03.02.17, 15:10 05.02.17, 16:49

Bevor wir zur Auflösung kommen: Schau einen Moment lang das Bild an.

Na, was siehst du?

Fertig? Gut!


Das Bild, was wir dir gerade gezeigt haben, ist alles andere als neu. Trotzdem macht es gerade im Internet die Runde und alle fragen sich:

Siehst du einen Hasen oder eine Ente? Oder beides?

Erschienen ist die Zeichnung zum ersten Mal im Jahr 1892 in der deutschen Zeitschrift «Fliegende Blätter» – allerdings ohne Urheber. Der Zeichner oder die Zeichnerin ist also unbekannt. Berühmt wurde das Bild dann im Jahr 1899, als der amerikanische Psychologe Joseph Jastrow anhand dessen aufzeigen wollte, dass wir nicht nur mit unseren Augen – sondern auch mit unserem Gehirn sehen.

In seiner Forschungsarbeit untersuchte Jastrow, wie viel Zeit die Probanden benötigten, um auch das zweite Tier auf dem Bild zu erkennen. In einem zweiten Schritt sollten die Testpersonen gedanklich zwischen den beiden Tieren hin und her wechseln. Auch dabei wurde die Zeit gemessen.

Besonders schnell = besonders kreativ

Jastrow kam damals zu der folgenden Erkenntnis: Je schneller du in der Lage bist, beide Tiere zu sehen und gedanklich zwischen beiden abzuwechseln, umso schneller arbeitet dein Gehirn.

Ausserdem ist diese Fähigkeit ein Zeichen dafür, dass du besonders kreativ bist. Welches Tier du zuerst gesehen hast, ist egal. Viel wichtiger ist, ob du SOWOHL den Hasen ALS AUCH die Ente gesehen hast.

Übrigens: Im Jahr 1993 nutzten erneut zwei Psychologen das Bild für ein Experiment. Dieses Mal sollten Kinder sagen, was sie darauf erkennen – und nun zeigten sich saisonale Unterschiede: Kinder, die in der Osterzeit an dem Experiment teilgenommen hatten, erkannten häufiger den Hasen als erstes, im Oktober hatte die Ente die Nase vorne. (viw)

Passend dazu: 33 Bilder, die dir die Kinnlade runterklappen

Das könnte dir auch gefallen: Kunst, Kunst, Kunst!

Ordentlich! Künstler macht wilde Graffitis leicht lesbar

Es ist an der Zeit, den malenden Valentin Lustig in seinem Atelier an der Langstrasse zu besuchen

Die Frau mit dem Fleisch – oder was ein «Luxustouristen-Paket» in den Walliser Alpen mit Migrationspolitik zu tun hat

Wie H.R. Giger zum Film kam? Es hat mit Drogen, «Dune» und Salvador Dalí zu tun

Vielleicht krieg' ich jetzt einen Zusammenschiss, aber ich kann diese nackte, grenzauflösende Menstruations-Kunst einfach nicht mehr sehen 

Ab in den Abfall! Kunst, die eine Wegwerfreaktion auslöst 

Der «Stricher» ist in Zürich zurück: Harald Naegeli sprayt seinen Zorn an die Wand

Diese kleinen Superheldinnen sind dem strengen viktorianischen Zeitalter entflohen

Über das Leben von «Tags» – Die verachteten Zeichen der modernen Stadt bekommen eine eigene, liebevolle Ausstellung

Eine Künstlerin schenkt Opfern von häuslicher Gewalt gratis Tattoos. Und die Ergebnisse sind ... einfach unglaublich

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Yanik Freudiger, 23.2.2017
Die App ist vom Auftreten und vom Inhalt her die innovativste auf dem Markt. Sehr erfrischend und absolut top.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen