DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Fast 60 Prozent unterstützen gemäss Umfrage Verbot von Tabakwerbung

05.12.2016, 13:5305.12.2016, 14:14

Fast sechs von zehn Schweizerinnen und Schweizern unterstützen ein allgemeines Verbot der Tabakwerbung. Dies geht aus dem Suchtmonitoring Schweiz, einem epidemiologischen Überwachungssystem 2015 und 2016 des Bundesamtes für Gesundheit hervor.

Ein Tabakwerbeverbot, das überall ausser in den Verkaufsstellen gilt, würde sogar von fast 70 Prozent der Bevölkerung unterstützt, wie aus dem am Montag veröffentlichten Bericht des Suchtmonitorings weiter hervorgeht.

«Rauchen macht dünn, gesund und glücklich!», sagen diese Vintage-Werbungen für Zigaretten

1 / 20
Rauchen macht dünn, gesund und glücklich! ... sagen diese Vintage-Werbungen für Zigaretten
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Fast 60 Prozent der rund 5000 Befragten ab 15 Jahren würden demnach auch ein allgemeines Verbot des Sponsorings von Kultur- und Sportveranstaltungen durch die Tabakindustrie begrüssen.

Bei der Frage, ob die sichtbare Auslage von Tabakwaren in den Verkaufsstellen verboten werden soll, habe die Zustimmung mit 49,3 Prozent gegen 47,4 Prozent überwogen. 48,8 Prozent der Befragten hätten sich dafür ausgesprochen, dass Tabakwaren nur noch in neutralen Verpackungen verkauft werden dürfen. Eher dagegen waren gemäss der Umfrage 45,2 Prozent der Befragten.

Eine Erhöhung des Preises für ein Päckli Zigaretten von rund 8.40 Franken auf 9.30 Franken innerhalb eines Jahres würden 61,5 Prozent der Befragten befürworten, wie es weiter heisst.

Knapp 22 Prozent der Rauchenden hätten angegeben, dass die Warnungen auf den Zigarettenpäckli sie oft oder sehr oft dazu veranlassten, über die Schädlichkeit des Rauchens nachzudenken. Der Anteil der Menschen, die die Warnungen nur selten oder nie beachteten, habe sich auf 58 Prozent belaufen.

Bei diesen 46 kreativen und krassen Antiraucher-Kampagnen vergeht dir eh die Lust zum Rauchen

1 / 48
46 kreative und krasse Antiraucher-Kampagnen, bei denen dir die Lust vergeht
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Für die Lungenliga Schweiz zeigt das alle zwei Jahre durchgeführte Suchtmonitoring, dass die Zeit reif sei für ein generelles Verbot von Tabakwerbung. Um Jugendliche besser vor Tabakkonsum zu schützen, brauche es wirksame Einschränkungen bei Tabakwerbung und Sponsoring.

Für Sucht Schweiz zeigt das Monitoring, dass die Bevölkerung bei der Einschränkung der Tabakwerbung noch weiter gehen würde als der Bundesrat. Im Entwurf des neuen Tabakproduktegesetzes, das am kommenden Donnerstag im Nationalrat behandelt wird, soll die Werbung auf Aussenplakaten, in Printmedien sowie im Kino verboten werden.

Aktivitäten im Bereich Sponsoring und Verkaufsförderung, einschliesslich jener an den Verkaufsstellen, wären weiterhin möglich. Die «Fundamentalopposition» des Ständerats gegen das Tabakproduktegesetz stehe also im klaren Gegensatz zu den Wünschen der Bevölkerung, schreibt Sucht Schweiz. (gin/sda)

Ganz oder gar nicht: Sollte Tabakwerbung gänzlich verboten werden?
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Abonniere unseren Newsletter

1 Kommentar
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1
Für Demokraten ist das Abtreibungs-Votum in Kansas ein «Game Changer»
Bei den Halbzeit-Wahlen im November droht US-Präsident Joe Biden und den Demokraten ein Fiasko. Nun gibt ihnen das klare Abtreibungs-Votum im Staat Kansas neue Hoffnung.

Der Besuch von US-Spitzenpolitikerin Nancy Pelosi in Taiwan dominierte am Mittwoch die News weltweit. Nur in den USA selbst stiess ein anderes Thema auf gleichwertige, wenn nicht sogar grössere Beachtung. Am Vortag hatte das Stimmvolk im Bundesstaat Kansas die Streichung des Abtreibungsrechts aus der Verfassung abgelehnt.

Zur Story