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So sieht es bald in der Zürcher Gelateria di Berna aus. 30 Sorten stehen zur Auswahl!  
So sieht es bald in der Zürcher Gelateria di Berna aus. 30 Sorten stehen zur Auswahl!  

So wollen die Berner Gelati-Könige Zürich erobern

Hippe Glacé für Zürcher Schleckmäuler: Die Gelateria di Berna wagt den Sprung in die Limmatstadt und eröffnet in Wiedikon ihre fünfte Filiale. Die Berner Kult-Gelateria hat ihr ganz eigenes Erfolgsrezept.
21.04.2017, 21:2522.04.2017, 18:44
Adrian Müller

Ob Caramel fleur de sel, Fior di latte oder Cioccolato cru sauvage – schon bald haben die Stadtzürcher die Qual der Wahl, welche von rund 30 Glacé-Sorten sie probieren wollen. Die Gelateria di Berna eröffnet am Brupacherplatz in Zürich-Wiedikon ihre erste Filiale ausserhalb der Bundesstadt. Die ersten im Kreis 3 produzierten Gelati gehen am 5. Mai über die Eistheke. «Wir sind völlig vergiftet vom Gedanken, ein tolles Gelato zu kreieren. Hoffentlich finden uns die Zürcher nicht peinlich», sagt Hansmartin Amrein zu watson. Der 45-jährige führt mit seinen Brüdern David und Michael den Familienbetrieb – und arbeitet nebenbei als Swiss-Pilot.

David Amrein vor der neuen Gelateria di Berna am Brupacherplatz in Zürich.
David Amrein vor der neuen Gelateria di Berna am Brupacherplatz in Zürich.

Vor sieben Jahren haben die Glacé-Tüftler ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht und in der Berner Länggasse ihr erstes «Laboratorio» eröffnet. Eigentlich als Fabrikladen gedacht, fanden die hausgemachten Berner Gelati bald reissenden Absatz. «Wir produzieren stets frisch vor Ort und kreieren immer wieder neue, teils exotische Gelati-Sorten. Bei uns gibt es keine Massenware», nennt Amrein ihr Erfolgsrezept. An Spitzentagen stehen die Schleckmäuler vor den Vitrinen teils bis 45 Minuten Schlange. Inzwischen haben die Amrein-Brüder – zum Familienbetrieb gehören auch Susanna Moor und Andi Käser – fast jedes Jahr eine neue Filiale eröffnet und viel Leben und ein Hauch Italianità in Quartiere gebracht – die Gelateria hat in Bern längst Kult-Status erreicht.

«Zürich hat viel Nachholbedarf»

Nun folgt der Sprung nach Zürich – nicht von ungefähr. David Amrein lebt seit Jahren in der Limmatstadt. Er schwärmt vom Charme des neuen Standortes vis à vis der Raygrodski-Bar. «Es ist an der Zeit, dass der Brupacherplatz aus dem Schatten des Idaplatzes tritt. Wir sind stolz, hier unser fünftes Lokal zu eröffnen.» Gut möglich, dass schon bald nicht nur Heimweh-Berner vor der Glacé-Vitirine stehen. «Zürich hat in punkto Gelaterias durchaus Nachholbedarf. Wir sehen viel Potenzial», so Amrein. Tiefgreifende Marktanalysen haben die Berner auch für Zürich nicht gemacht: «Wir hören auf unser Bauchgefühl.»

Ab dem 5. Mai gehen auch in Zürich die Glacés in der Gelateria di Berna über die Theke. 
Ab dem 5. Mai gehen auch in Zürich die Glacés in der Gelateria di Berna über die Theke. 

Natürlich werde man auch spezielle Zürcher Glacésorten kreieren, um den Kunden ein besonderes Glacé-Erlebnis zu bieten. «Die Geschmacksrichtung bleibt aber noch geheim», sagt der Glacé-Tüftler. Der Kreativität sind scheinbar keine Grenzen gesetzt: In Bern verkaufen die Glacé-Profis heuer etwa mit Baumharz angereichertes Panna Fermentata.

Warum aber haben die Berner Glacé-Unternehmer ihre neue Filiale nicht «Gelateria di Zurigo» genannt. «Wir haben uns dies kurz überlegt, aber wir wollen nicht in jeder Stadt unseren Namen wechseln», sagt David Amrein. Zudem wolle man hier mit dem Berner Charme punkten. Entsprechend werden auch die künftigen Mitarbeiter ausgewählt ...

Ob bald auch in Zürich die Leute Schlange stehen?
Ob bald auch in Zürich die Leute Schlange stehen?

In der Bundesstadt kostet das Cornet mit zwei Glacé-Sorten verhältnismässig günstige 3.50 Franken. «Es gibt sicher kein Züri-Aufschlag, wir bleiben uns auch hier treu», so die Gelati-Ideologen. Hansmartin Amrein hofft, dass sich nun auch der Brupacherplatz zu einem Ort entwickelt, wo sich die Zürcher nicht nur an lauen Sommerabenden zu einem Gelati treffen. Aber nicht nur das: «Wir träumen immer noch davon, dass einmal Michelle Hunziker bei uns ein Gelato holt.»

Aus 10 Glaces werden 10 moderne Kunstwerke

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