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Schlaue Haustiere

Studie belegt: Hunde können sehr wohl die Mimik der Menschen lesen

Hunde verstehen nicht nur profane Kommandos wie «Sitz» und «Platz», sie können auch menschliche Gesichtsausdrücke lesen. Ob sie Männchen oder Frauchen vor sich haben oder eine wildfremde Person, ist ihnen dabei egal.
14.02.2015, 12:4714.02.2015, 12:48
Ein Artikel von
Spiegel Online

Ist Frauchen wütend, ist Herrchen traurig? Viele Hundebesitzer schwören darauf, dass ihre Haustiere menschliche Gefühle erkennen können. Was an dieser Behauptung dran ist, haben Forscher jetzt untersucht.

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Dass Hunde zwischen bekannten und unbekannten Gesichtern unterscheiden können, ist bereits aus früheren Studien bekannt. Um aber herauszufinden, ob die Tiere auch Emotionen in Gesichtern erkennen können, zeigten die Forscher der Veterinärmedizinischen Universität Wien Hunden auf einem Touchscreen verschiedene Gesichter – aber nur teilweise: entweder die obere oder die untere Hälfte des Gesichts einer wütend oder freudig schauenden Person.

Der richtige Stups wird belohnt

Einige der Hunde mussten dabei immer die gut gelaunten, andere stets die finsteren Porträts anstupsen und wurden dafür belohnt. Anschliessend mussten die Tiere auf anderen Bildausschnitten die Mimik deuten. Die Forscher wollten sicherstellen, dass sich die Tiere nicht an einzelnen Merkmalen, etwa den Augen, orientieren konnten.

«Unsere Studie belegt, dass Hunde zwischen wütenden und freudigen Gesichtsausdrücken bei Menschen unterscheiden können», sagt Studienautor Ludwig Huber. Ob sie dabei jedoch auch immer deren Bedeutung verstehen, sei noch unklar.

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Weg vom wütenden Herrchen

Es spreche aber einiges dafür, dass die Hunde ein lächelndes Gesicht als positiv, ein wütendes Gesicht hingegen als negativ empfinden, berichten die Forscher im Fachmagazin «Current Biology». Die Hunde, die anfangs ärgerliche Gesichter erkennen sollten, lernten deutlich langsamer, so die Forscher. Den Tieren müsse also anhand vorheriger Erfahrungen klar gewesen sein, dass man sich von wütenden Menschen besser fernhält, hiess es.

Die Forschungsergebnisse seien erstaunlich, sagt Marie Nitzschner, Expertin für Hunde-Kognition am Max-Planck-Institut in Leipzig. Beachtlich sei vor allem, dass es den Tieren offenbar gelungen sei, nicht nur einzelne immer wieder auftretende Merkmale in den gezeigten Fotos zu erkennen und darauf zu reagieren – etwa gezeigte Zähne. Vielmehr konnten sich die Tiere allein an der ausgedrückten Emotion orientieren.

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Hunde in Schachteln
quelle: http://imgur.com/gallery/jhzdmai
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khü/dpa/lis

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