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Zuger Sex-Affäre und kein Ende: Spiess-Hegglin zeigt Vize-Chef der «Weltwoche» an

17.01.2016, 15:2117.01.2016, 15:29

Immer noch rumort es in der Zuger Sex-Affäre. Wie jetzt bekannt wird, hat die Zuger Kantonsrätin Jolanda Spiess-Hegglin den stellvertretenden Chefredaktor der «Weltwoche» bei der Zürcher Staatsanwaltschaft wegen Ehrverletzungsdelikten angezeigt. Sie beanstandet einen Artikel vom vergangenen September.

Es gehe um eine strafbare Handlung gegen die Ehre, bestätigte Spiess-Hegglin am Sonntag gegenüber der Nachrichtenagentur sda eine Meldung der «NZZ am Sonntag». «Ob der Straftatbestand eher Ehrverletzung oder Verleumdung ist, soll die Staatsanwaltschaft klären», sagte die Zuger Kantonsrätin.

Spiess-Hegglin ist wegen der Affäre nicht mehr bei den Grünen.<br data-editable="remove">
Spiess-Hegglin ist wegen der Affäre nicht mehr bei den Grünen.
Bild: KEYSTONE

Konkret geht es um den am 29. September in der Wochenzeitung erschienenen Artikel «Die fatalen Folgen eines Fehltritts». Dort hatte Autor Philipp Gut unter anderem geschrieben, Spiess-Hegglin habe SVP-Kantonsrat Markus Hürlimann «planmässig falsch beschuldigt». Damit mache der Autor sich strafbar, sagte Spiess-Hegglin.

Spiess-Hegglin ist jetzt bei der Piratenpartei

Die Politikerin sorgt seit über einem Jahr für Schlagzeilen. Am Morgen nach der Landammannfeier im Dezember 2014 war sie gemäss eigenen Angaben ohne Erinnerungen an den vorigen Abend und mit Unterleibschmerzen ins Spital gegangen. Ihr Kantonsratskollege Markus Hürlimann (SVP) geriet darauf in den Verdacht, sie mit K.-O.-Tropfen gefügig gemacht zu haben.

Markus Hürlimann.<br data-editable="remove">
Markus Hürlimann.
Bild: KEYSTONE

Hürlimann hatte dies stets in Abrede gestellt. Es habe zwar eine Annäherung gegeben, diese sei jedoch einvernehmlich gewesen. Rechtlich ist die Affäre abgeschlossen. Das Strafverfahren gegen den SVP-Politiker wurde im vergangenen September eingestellt.

Spiess-Hegglin politisiert neu bei der Piratenpartei Zentralschweiz, wie sie vor einer Woche mitgeteilt hatte. Die ehemalige Kantonsrätin der Alternativen/die Grünen hatte Ende Dezember ihren Parteiaustritt erklärt. Die Ereignisse rund um ihre Person hätten auch die Partei sehr belastet, begründetet sie ihren Entschluss. (sda)

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