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«Philosoph, Clown, KMU-Chef und Übervater» – so erweisen die Medien Polo die letzte Ehre

25.07.2017, 05:3625.07.2017, 07:18
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Presseschau zum Tod von Polo Hofer
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«Tschou zäme, es isch schön gsy»: Der Tod von Polo Hofer dominiert die Schlagzeilen. Polo National ist vergangen Samstag 72-jährig gestorben. Die Medien würdigten das Lebenswerk in diversen Nachrufen. 

«Der Bund»

«So sehr die Moden auch änderten, eines ist geblieben. Die Treue seiner Fans. Das hat Polo Hofer mit einem fast schon fulminanten und generationenübergreifenden Rollenmix bewerkstelligt. Er war Kühlerfigur der Hippies, Schweizer des Jahres für die Fernsehsesselschweiz, er war Philosoph und Clown, König der Kiffer, Übervater der zweiten und dritten Mundartrockgeneration, Bürgerschreck der Anständigen. Und irgendwie schaffte er es, trotz all seiner Widersprüchlichkeit, der Kumpel des Schweizervolks zu bleiben.»

NZZ

«Jedes Mal, wenn man dachte, man habe diesen Polo Hofer endlich verstanden, tauchte er wieder an einer anderen Ecke auf, zeigte er wieder eine neue Facette seiner schillernden Persönlichkeit. Eine von Hofers herausragenden Eigenschaften muss sein Ideenreichtum gewesen sein, der ihm hierzulande musikalischen Ruhm einbrachte. Nach Jahren des Tingelns in Tanzbands und des Rockens in Blues-Schuppen beschloss der singende Schlagzeuger in den späten sechziger Jahren, Songs in seiner Muttersprache zu interpretieren.»
Alperose, Polos grösster Hit. 

«Berner Zeitung»

«Wer den richtigen Moment erwischte, fand in Polo Hofer einen belesenen, tiefgründigen, humorvollen und warmherzigen Interview- und Gesprächspartner. Einen, der bekannt war für seine Sinnsprüche, die Polosophie. Einen, der sich Gedanken machte um den Zustand der Welt, der die Kunst liebte, die Frauen, der sich an der Politik aufrieb; immerhin war Hofer selbst auch politisch aktiv.»

Tod einer Ikone – das wilde Leben von Polo National

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Tod einer Ikone - das wilde Leben von Polo National
quelle: keystone / urs flueeler
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«Blick»

«Doch Polo war nicht nur ein Scherzbold und Provokateur, der in einer TV-Talkrunde gemütlich einen Joint drehte und den danebensitzenden Staatsanwalt zur Weissglut trieb, sondern er war auch ein Philosoph. Kaum jemand kannte die Bibel und den Koran wie er. Er liebte die Diskussionen über die Existenz Gottes. Die Schöpfung ist älter als Gott. Der ist eine Erfindung des Menschen war einer seiner Lieblingssätze. Umso erstaunlicher ist es deshalb, dass er im letzten Song auf seiner letzten CD den Song ‹U wenn i de einisch gange bi, de sing, sing es Gebät für mi› veröffentlichte. Ja, den grössten Schweizer Mundartrocker haben wir halt nie richtig gekannt»

«Aargauer Zeitung»

«Mit zunehmendem Erfolg erkannte man auch seine bürgerliche Seite: Er sah sich als KMU-Chef, der Mitmusikern ein Einkommen gab, war Chef, Bandleader – blieb aber in seinen Sprüchen Klassenclown. Nahbar und aufmüpfig, diese Kombination machte ihn zum Phänomen: Polo National hiess man ihn. Weil er lange Zeit der erfolgreichste Rockstar war, der mit Refrains wie Alperose Evergreens landete. Und weil er mit seinen Sprüchen alle unterhielt: die Konzertbesucher im Festzelt wie auch die Fernsehzuschauer von Talkrunden. Er war ein Hofnarr und Charakterkopf, ein Troubadour und Pionier. Vor allem aber war er eines: einzigartig.»
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