Tatort
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Tatort – Züri brännt
Regie: Viviane Andereggen
Produktion: Zodiac Pictures
Kamera: Martin Langer
Drehbuch: Lorenz Langenegger & Stefan Brunner
2020

Ermitteln auf der Zeitungsredaktion: Anna Pieri Zuercher als Kommissarin Isabelle Grandjea (l.), Michael Goldberg als Chefredaktor Simon Untersander (hinten), Carol Schuler als Kommissarin Tessa Ott

Copyright: SRF/Sava Hlavacek

Kommissarin Isabelle Grandjean (Anna Pieri Zuercher, links) und Kollegin Tess Ott (Carol Schuler). bild: srf/sava hlavacek

Ein Schweizer Tatort und die Kritiken sind nicht vernichtend?! Ja, das gibts

Nachdem der Luzerner Tatort im letzten Jahr eingestellt wurde, lief gestern die neue Version aus Zürich über die Bühne. Die Reaktionen sind ziemlich positiv.



8 von 10 Punkte vom Spiegel, eine beerdigende Kritik von der Zeit, dafür im Tagesanzeiger in den höchsten Tönen gelobt: Die Reaktionen auf den neuen Zürcher Tatort, der gestern über die Bildschirme flimmerte, könnten nicht unterschiedlicher sein. Normalerweise werden die Tatorte aus der Schweiz von unseren Nachbarn regelrecht beerdigt, doch diesmal scheinen die beiden neuen Ermittlerinnen überzeugt zu haben. Der Grossteil der Kritiken ist zumindest wohlwollend. Auch die NZZ findet: «Das Team Zürich hat Potenzial.»

So reagiert das Publikum auf den neuen Schweizer «Tatort»

Video: sda/SDA

Dass sich die beiden Hauptfiguren, Tess Ott (Carol Schuler) und Isabelle Grandjean (Anna Pieri Zuercher), von Anfang an nicht leiden können, wird als «langsam ausgebrannte Dauergeschichte im Fernsehkrimi» (NZZ) abgetan. Auch in der Zeit kommt diese Figurendynamik nicht gut weg: «Was an dem ‹Konflikt› fetzen soll, dass zwei einander unbekannte Figuren sich von Beginn an nicht leiden können, könnte sich nach der werweisswievielten Neukonzeption eines Tatort-Teams doch auch mal jemand fragen.»

Dennoch kommen die Frauen im Grossen und Ganzen gut weg. «Für die meiste Spannung sorgen die Ermittlerinnen selbst, die sich nicht grün sind», schreibt etwa die BILD. Die TAZ ist Fan der beiden, vor allem von ihrer Leistung, die «Blicke schauspielerisch auszulegen».

Doch bei einem sind sich alle einig: Die Bilder sind einzigartig gut. «Wann sah ein Schweizer Tatort je so gut aus?», fragt der Tagesanzeiger. Anscheinend haben die Produzenten es geschafft, das Zürich von heute und die Geschichte der 80er-Jahre besser darzustellen als gedacht. Der Plot handelt von den Jugendkrawallen, die vor 40 Jahren nach einem Entscheid zur Erweiterung des Opernhauses ausgebrochen waren.

Tatort – Züri brännt
Regie: Viviane Andereggen
Produktion: Zodiac Pictures
Kamera: Martin Langer
Drehbuch: Lorenz Langenegger & Stefan Brunner
2020

Die Neue hat mit Vorurteilen zu kämpfen: Roland Koch als Peter Herzog, Abteilungsleiter der Kriminalpolizei, Carol Schuler als Kommissarin Tessa Ott

Copyright: SRF/Sava Hlavacek

Viel gelobt: Aufnahmen und Schnitt. bild: SRF/Sava Hlavacek

Reaktionen auf Twitter

Auch auf Twitter zeigen sich die Reaktionen gespalten. Viele User fanden den Tatort «sehr spannend» und für Schweizer Verhältnisse entsprechend gut.

Doch auch negative Stimmen machen sich breit. Es wurde kritisiert, dass sich der Tatort «an zu vielen Klischees bedient» hätte.

Tatort – Züri brännt
Regie: Viviane Andereggen
Produktion: Zodiac Pictures
Kamera: Martin Langer
Drehbuch: Lorenz Langenegger & Stefan Brunner
2020

Unangenehme Fragen über die Vergangenheit: v.l. Hans Hollmann als Max Alpiger, ehemaliger Kommandant der Abteiling KK3, Carol Schuler als Kommissarin Tessa Ott, Anna Pieri Zuercher als Kommissarin Isabelle Grandjean

Copyright: SRF/Sava Hlavacek

Die beiden Ermittlerinnen in ihrem Element. bild: srf/sava hlavacek

Insgesamt kam die Zürcher Version der Kriminalfilm-Reihe (welche übrigens nun seit 50 Jahren über unsere Fernseher flimmert!) aber gut weg. Und das macht auch bei uns Lust auf mehr.

Wie fandst du den Zürcher Tatort?

(cki)

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