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Bayern-Euphorie auf Chinesisch: Der deutsche Meister beehrt die nächsten Tage das Reich der Mitte. 
Bayern-Euphorie auf Chinesisch: Der deutsche Meister beehrt die nächsten Tage das Reich der Mitte. Bild: Bongarts

«Super Bayern, Super Bayern!» Irrer Empfang für den deutschen Meister am Pekinger Flughafen

Bayern München befindet sich seit heute auf einem neuntägigen Trip durch China. Der Empfang am Pekinger Flughafen war gross, der zu erobernde Markt im Reich der Mitte ist noch grösser. 
17.07.2015, 12:4817.07.2015, 13:27

So viele Selfie-Sticks hat wohl selbst ein Manuel Neuer in seinem Leben noch nicht gesehen. Bayern München wird bei seiner heute beginnenden China-Tour bereits am Flughafen von Peking frenetisch empfangen. Der Bayern-Schlussmann ist vom Rummel derart überwältigt, dass er die Szenerie gleich mit seinem Smartphone festhalten muss. Und es stellt sich dieselbe Frage wie bei einem Zoo-Besuch beim Affengehege: Wer beobachtet hier eigentlich wen?  

Manuel Neuer filmt und filmt und filmt.
Manuel Neuer filmt und filmt und filmt.bild: screenshot youtube

Die Wahrscheinlichkeit, dass Neuer, Müller und Co. sich je wieder aus dieser Masse hyperventilierender Bayern-Groupies befreien können, scheint gegen null zu tendieren. Die Chance, dass ein Eunuch während der Ming-Dynastie plötzlich doch noch Vater wurde, war vermutlich grösser. 

Doch der erste Blick täuscht, denn plötzlich tauchen überall Ordnungshüter auf, welche die «Super-Bayern» skandierenden Fans zurückdrängen wie chinesische Grenzwächter die verzweifelten nordkoreanischen Immigranten am Grenzfluss Yalu. Die Superstars können sich irgendwie befreien. 

So wurde der FC Bayern in Peking empfangen.YouTube/FC Bayern München

Das Sicherheitspersonal in Peking war auf den Ansturm natürlich vorbereitet, denn der China-Trip des Deutschen Meisters ist von A bis Z durchgeplant: Neun Tage sind die Münchner insgesamt in China und absolvieren in dieser Zeit drei Testspiele in drei verschiedenen Metropolen.

90 Millionen Bayern-Sympathisanten 

In Peking geht es morgen Samstag gegen Valencia, vier Tage später folgt Inter Mailand in Shanghai und zum Abschluss ist man zu Besuch bei Guangzhou Evergrande. Angesichts des tropischen Klimas und den 19'000 Flugkilometer wird natürlich jedem klar: Hier geht es nicht um eine optimale Saisonvorbereitung, sondern um Geld. Viel Geld. 

Seit 15 Jahren unterhält Bayern München in New York ein Büro, nun soll «auch der chinesische Markt beackert werden», wie es Vorstandschef Karl-Heinz Rumenigge ausdrückt. Jörg Wacker, im Bayern-Vorstand für Internationalisierung zuständig, hat ausgerechnet, dass 90 Millionen Bayern-Sympathisanten in China leben. Davon haben sich auf vier verschiedenen Social-Media-Plattformen bereits fünf Millionen Chinesen als Fans eingetragen. 

Nicht dabei beim Marketing-Trip in das Reich der Mitte sind die chronisch angeschlagenen Flügelflitzer Franck Ribéry und Arjen Robben – Verletzungssorgen, was sonst? Doch auch gesund wären sie wohl besser zuhause geblieben. Der Holländer, auch «Man of Glass» genannt, hätte sich beim Spiessroutenlauf durch den Pekinger Flughafen wohl mindestens einen Bauchmuskelriss, eine Sprunggelenkverletzung und eine Aduktorenzerrung zugezogen.  

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