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Weisses Haus: Neues Woodward-Buch nicht mehr als «Lügengeschichten»



US-Präsident Trump gerät erneut durch ein Enthüllungsbuch unter Druck - diesmal verfasst von Pulitzer-Preisträger Bob Woodward. Nur Stunden nach Veröffentlichung erster Inhalte durch die «Washington Post» schlägt das Weisse Haus in scharfem Ton zurück.

Das Weisse Haus hat die Darstellungen des Pulitzer-Preisträger Bob Woodward in dessen neuem Enthüllungsbuch über die Regierung von Präsident Donald Trump scharf zurückgewiesen. Das Buch enthalte nichts anderes als «Lügengeschichten, viele davon von verärgerten früheren Mitarbeitern», teilte Trumps Sprecherin Sarah Sanders am Dienstag mit.

Trumps Stabschef John Kelly wies besonders die Darstellung Woodwards zurück, wonach er - Kelly - Trump als «Idioten» bezeichnet habe. «Das ist ein weiterer erbärmlicher Versuch, die Menschen zu beschmutzen, die Präsident Trump nahestehen, und von den vielen Erfolgen der Regierung abzulenken.»

Autor Bob Woodward beschreibt in Anekdoten, wie die Mitarbeiter des Präsidenten ständig versuchen, ihren Chef unter Kontrolle zu bringen und seine Anweisungen missachten. Das meldete die «Washington Post», die vorab eine Kopie des Buches erhalten hatte, am Dienstag.

«Beängstigende Zustände»

Die Zeitung berichtete unter Berufung auf das Buch von beängstigenden Zuständen im Weissen Haus. Woodward zitiert in dem Buch mit dem Titel «Angst - Trump im Weissen Haus» unter anderem Kelly, der im Kreis von Mitarbeitern über den Präsidenten gesagt haben soll: «Er ist ein Idiot. Es ist sinnlos zu versuchen, ihn von irgendetwas zu überzeugen. Er ist entgleist.»

Woodward schreibt auch für die «Washington Post». In dem Buch berichtet er nach Angaben der Zeitung, der damalige Wirtschaftsberater Gary Cohn habe «einen Brief von Trumps Schreibtisch gestohlen», mit dem der Präsident ein Handelsabkommen mit Südkorea habe auflösen wollen.

Cohn habe einem Mitarbeiter später gesagt, er habe damit die Nationale Sicherheit schützen wollen - und dass Trump das Fehlen des Schreibens nicht bemerkt habe.

Die «Washington Post» veröffentlichte auch einen Mitschnitt und ein Transkript eines Telefonats Trumps mit Woodward nach Abschluss des Buch-Manuskripts. Woodward hatte sich zuvor um ein Interview mit Trump bemüht, das aber nicht zustande kam. Trump sagte in dem Telefonat, niemand habe ihn darüber informiert.

Der Präsident äussert in dem Gespräch bereits die Erwartung, dass das Buch negativ ausfällt, versucht aber, das als belanglos abzutun. «Also habe ich ein weiteres schlechtes Buch, das rauskommt. Grosse Sache.» Woodwards Buch erscheint am 11. September im Verlag Simon & Schuster. Der Verlag teilte mit, der Autor decke «das erschütternde Leben im Inneren von Präsident Donald Trumps Weissem Haus» auf. (sda/dpa/afp)

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