Russland
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epa05588935 General view of the building of the Russian international news agency Rossiya Segodnya (Russia Today) housing the Russia Today TV news channel in Moscow, Russia, 17 October 2016. The NatWest bank has informed Russian television channel Russia Today on 17 October 2016 that they have frozen the company's bank accounts in Britain. According to Russia Today, the bank had sent the TV channel a letter saying they had 'reviewed the banking arrangements' with Russia Today, and concluded that they 'will no longer provide these facilities'. Russia Today broadcasts news 24 hours a day in English, to Europe, North America, Asia and Africa.  EPA/SERGEI ILNITSKY

Darf nicht mehr auf Twitter werben: Der TV-Sender «Russia Today » bild: EPA/EPA

Twitter hat genug: «Russia Today» und «Sputnik» erhalten Werbeverbot



Twitter hat in einer bisher einmaligen Entscheidung die russischen Medien «Russia Today» und «Sputnik» als Werbekunden rausgeworfen. Das erklärte Twitter in einem Blogeintrag am Donnerstag.

Die Entscheidung gehe unter anderem auf die Einschätzung der US-Geheimdienste zurück, dass beide versucht hätten, sich im Dienste der russischen Regierung in den amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf 2016 einzumischen,

Die vom TV-Sender «Russia Today» seit 2011 erhaltenen Werbeeinnahmen in Höhe von 1.9 Millionen Dollar sollen gespendet werden - und zwar für die Erforschung des Einflusses von Twitter auf Wahlen, inklusive der Verbreitung falscher Informationen.

Nach bisherigen Informationen gab «Russia Today» allein im vergangenen US-Wahlkampf 274'000 Dollar für die Verbreitung von Twitter-Posts des Senders aus. Das Werbesystem von Twitter funktioniert so, dass man für Geld Beträge in den Nachrichtenstrom von Nutzern einfliessen lassen kann, die einem nicht direkt folgen.

«Russia Today» beziehungsweise der Online-Ableger RT.com und «Sputnik» werden oft als Propaganda-Sprachrohr des Kreml im Westen bezeichnet. Sie selbst bestehen aber darauf, dass sie reguläre Medien mit allen daraus folgenden Rechten sind.

Unter falscher Flagge Spannungen angeheizt

Twitter geriet in den vergangenen Wochen - genauso wie Facebook - unter massiven politischen Druck in den USA. Nach monatelangen Nachforschungen wurden zahlreiche Fälle bekannt in denen mutmasslich russische Drahtzieher das Werbesystem der Online-Plattformen nutzten, um mit Botschaften unter falscher Flagge soziale und ethnische Spannungen in Amerika anzuheizen.

Der Ruf nach Konsequenzen wie stärkerer Regulierung von politischer Werbung in sozialen Medien wurde lauter. Kommende Woche steht eine Kongress-Anhörung zu dem Thema an. Twitter und Facebook sicherten bereits mehr Transparenz vor allem bei politischer Werbung zu.

Noch vor der Ankündigung versuchte die Chefredaktorin von «Russia Today», Margarita Simonjan, Twitter blosszustellen. Der Kurznachrichtendienst selbst habe sich aktiv darum bemüht, dass «RT» sich mit Werbung auf Twitter in den Wahlkampf einschalte, schrieb sie in einem Tweet am Donnerstag und verlinkte auf eine entsprechende Präsentationsfolie, die offenbar von Twitter stammt. (clp/sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • PaLve! 27.10.2017 09:09
    Highlight Highlight Ich lese Sputnik recht gerne, die sagen selber von sich, dass sie die russischen Ansichten vertreten und berichten über viele Dinge, die im Westen nicht einmal erwähnt werden. Dass die Ansichten dieser nocht objektiv sind sollte jedem klar sein, wenn nicht sollte man sich besser vom Internet fern halten.
  • Sapere Aude 27.10.2017 01:59
    Highlight Highlight Lustig wenn manche bei einem privaten Medienunternehmen, welches staatlichen Propagandasender als Werbekunden rauswirft, von Zensur sprechen.
  • Posersalami 26.10.2017 22:25
    Highlight Highlight "Nach bisherigen Informationen gab «Russia Today» allein im vergangenen US-Wahlkampf 274'000 Dollar für die Verbreitung von Twitter-Posts des Senders aus."

    Nein, diese Schweine! 274 000 $ ! Damit haben die die Menschen natürlich viel mehr beeinflusst als Cillary Hilton mit ihren paar Milliarden Budget für den Wahlkampf!

    In Zukunft sollten die Wahlkämpfe aus Russland geführt werden. Die Genies dort scheinen aus überhaupt nichts sehr viel zu machen.
    • sslider 26.10.2017 22:53
      Highlight Highlight
      Du solltest dich erstmal informieren bevor du schreibst!
    • Hierundjetzt 26.10.2017 23:08
      Highlight Highlight 270‘000 sind hier extrem viel! Soziale Medien sind ja kein Plakat beim HB, sondern haben das Ziel Milionen zu erreichen. Eine Handvoll Fakaccounts, 50‘000 gekaufte Follower die maschinell (!) „echte“ Menschen followen und deren Newsfeed mit Fake News vollstopfen voilà Milionen (!) glauben die Fake News

      Willkommen im 2017 😉
    • Posersalami 27.10.2017 08:29
      Highlight Highlight Trump und Clinton haben sehr viel mehr ausgegeben für Werbung in den Sozialen Medien. Die paar Krôten dürften verpufft sein.
  • rodolofo 26.10.2017 20:48
    Highlight Highlight Leider ist eine solche Zensur nötig, weil totalitäre Gegner der Meinungsfreiheit erstens nicht mit dieser freien Meinungsfreiheit umgehen können und weil sie zweitens die Meinungsfreiheit missbrauchen.
    Werden sie dann zensuriert schreien sie ganz empört:
    "Zensur!"
    Und genau das ist es auch!
    Aber diese Art von Zensur ist nicht gleichzusetzen mit der Zensur in Totalitären Staaten, welche verhindern will, dass die Wahrheit gesagt wird.
    Diese Notwehr-Zensur von Twitter will verhindern, dass mit destruktiver Absicht Lügen verbreitet werden, also "Fake News", bzw. "Alternative Fakten"!
    • Tschedai 26.10.2017 21:35
      Highlight Highlight "Aber diese Art von Zensur ist nicht gleichzusetzen mit der Zensur in Totalitären Staaten, welche verhindern will, dass die Wahrheit gesagt wird."

      Wer sagt denn in dieser Sache die Wahrheit und wer nicht? Und das hat überhaupt nichts mit "totalitären Staaten" zu tun, immer wenn die "Wahrheit" unterdrückt wird, ist es schlecht.
    • rodolofo 26.10.2017 21:49
      Highlight Highlight Ein gewisses Mass von Lüge müssen wir eh im Kauf nehmen.
      Wir können den Einzelnen auch nicht abnehmen, selber dahinter zu kommen, wie sie Lügner als solche erkennen können.
      Dazu gehören sehr viel Lebenserfahrung und Gefühl, welche Informationen ergänzen und einen "Siebten Sinn" ergeben.
      Wer diesen Sinn nicht hat, muss einige Male reinfallen. Im dümmsten Fall ist es das letzte Mal, dass er/sie auf Lügen hereingefallen ist...
    • Raphael Stein 26.10.2017 22:02
      Highlight Highlight Super Beitrag rodolfo.

      Du hast voll den Durchblick. Besonders beeindruckt mich der Punkt mit der Meinungsfreiheit.
      Das ist grosses Kind was du da sagt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • zombie woof 26.10.2017 20:05
    Highlight Highlight Und wann wird Trump rausgeschmissen?
  • Siebenstein 26.10.2017 20:01
    Highlight Highlight Wird denen sicher kaum etwas ausmachen, ihr Ziel die Menschen zu verwirren haben sie erreicht.
  • Sebastian Wendelspiess 26.10.2017 19:56
    Highlight Highlight RT ist ncht weniger einseitig als BBC, NYT, CNN oder sonst ein westliches Medium. Daher ist wichtig beide zu beachten, die Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte.
    • rodolofo 26.10.2017 21:30
      Highlight Highlight Nein, eben nicht!
      Die Wahrheit liegt nicht zwischen der Halbwahrheit und der Lüge, sondern dort, wo sich die Wahrheit befindet!
      Da die Halbwahrheit näher bei der Wahrheit liegt, als die Lüge, sind wir mit der Halbwahrheit immer noch besser dran, als mit der Lüge.
      Die Lüge können wir ignorieren, denn sie bringt uns kein bisschen weiter.
    • Posersalami 26.10.2017 22:26
      Highlight Highlight RT, BBC, CNN, NYT usw. ist alles die selbe Mischpoke und gehören auf den Misthaufen der Geschichte.
    • Amanaparts 26.10.2017 22:30
      Highlight Highlight Es ist überhaupt nicht das gleiche. Während BBC, NYT, CNN etc. sowohl über Inn- als auch Ausland kritisch berichten, wirst du keinen negativen Bericht über die russische Regierung auf RT finden. Sorry, aber man braucht keinen Hochschulabschluss um diesen Unterschied zu erkennen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Soli Dar 26.10.2017 19:50
    Highlight Highlight So viel zum Thema westliche Werte, Presse- und Meinungsfreiheit! RT und Sputnik sollen von USA Mundtot gemacht werden. Sie werden der Propaganda bezichtigt als ob die transatlantischen natokonformen Medien dies nicht tun würden!

    USA sitzt mitten im Glashaus! Deren Geheimdienste, Medien und Social Media-Konzerne beinflussen Wahlen rund um den Globus. Wenn jemand Angriffe unter falscher Flagge durchführt dann ja v. a. CIA und Co.
    • Hierundjetzt 26.10.2017 23:03
      Highlight Highlight „Natokonforme Medien“ 😂😂😂😂
    • Palatino 27.10.2017 01:58
      Highlight Highlight Ähem, Twitter ist keine US-Regierungsagentur, sondern ein privatwirtschaftliches Unternehmen, welches mit seinen Entscheiden die Meinungsfreiheit nicht verletzt. Oder erwarten sie, dass Fox News im Namen der Pressefreheit künftig 50 % der Sendezeit Al Franken und Chuck Schumer überlässt? Äbe!
    • Soli Dar 27.10.2017 10:37
      Highlight Highlight @Hierundjetzt
      "Was bedeutet „NATO-konform“? Je NATO-konformer einer Medium, desto eher übernimmt es zu geopolitisch relevanten Themen und Ereignissen (Kriege, Konflikte, weltpolitische Akteure, Zeitgeschichte, etc.) die transatlantische Darstellung oder Interpretation.

      Ein Medium kann durchaus innen- und sozialpolitisch egalitäre Positionen vertreten, geopolitisch jedoch weitgehend NATO-konform berichten (z.B. „humanitäre“ Militärinterventionen und Regimewechsel befürworten)."
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