China
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FILE - In this April 12, 2018, file photo released by Xinhua News Agency, Chinese President Xi Jinping speaks after reviewing the Chinese People's Liberation Army (PLA) Navy fleet in the South China Sea. A new Pentagon report lays out U.S. concerns about China's growing military might, underscoring worries about a possible attack against Taiwan. The report's release on Jan. 15, 2019 came just a week after Chinese President Xi Jinping called on his People's Liberation Army to better prepare for combat. (Li Gang/Xinhua via AP, File)

Chinas Präsident Xi bei einer Ansprache auf einem Kampfschiff. Bild: AP/Xinhua

Das Wettrüsten geht munter weiter – China schliesst zu den USA auf



Am Wochenende wurde an der Sicherheitskonferenz in München ein neuer Bericht zu Rüstungsausgaben präsentiert. Daraus geht hervor, dass China diesbezüglich Russland bereits überholt hat und mit den USA konkurriert, berichtet der Tages-Anzeiger.

So hat Peking in den letzten Jahren enorm viel in die militärische Aufrüstung investiert. Das Ranking wird aber nach wie vor von den USA angeführt. Ganze 643 Milliarden Dollar wurden für diese Zwecke ausgegeben – in China hingegen «nur» 168 Milliarden.

Massive Machtdemonstration: Mit dieser Militärparade gedenkt China dem Kriegsende:

«Wir sind keine Gefahr für andere»

Investiert hat China vor allem in die Marine. Das Land besitzt jetzt schon mehr Kriegsschiffe als die USA. Aber auch die Luftwaffe verbessert sich laufend. Zudem wurden auch innovative Waffen wie Drohnen mit einer Reichweite von mehreren Tausend Kilometern entwickelt.

Sicherheitsexperten warnen insbesondere vor Chinas Raketen: 95 Prozent davon wären laut dem INF-Vertrag verboten. Ebenso 85 Prozent aller Abschussvorrichtungen. Doch Peking hat den Abrüstungsvertrag nie unterschrieben – und hat es offenbar auch nicht vor. «Wir sind keine Gefahr für andere», heisst es von chinesischer Seite.

China kritisiert Ausstieg aus INF-Vertrag

Dabei kritisiert gerade Peking den Ausstieg der USA und von Russland aus dem INF-Vertrag. Das hat einen besonderen Grund: Die USA konnten wegen des Vertrags gewisse Typen von Raketen nicht in Asien stationieren. Dafür konnte China uneingeschränkt über die Jahre hinweg ein eigenes Waffenarsenal entwickeln.

Bild

Yao Yunzhu während der Sicherheitskonferenz in München. Bild: screenshot twitter/derekjGZ

Die chinesische Generalin Yao Yunzhu gestand zwar in München, dass die Waffen ihres Landes laut dem Abrüstungsvertrag grösstenteils verboten wären. Doch «verglichen mit dem Atomwaffenarsenal der USA oder Russlands ist dasjenige Chinas doch sehr bescheiden», schreibt der Tages-Anzeiger. Von Abrüstung will man im Reich der Mitte nichts wissen.

EU hofft auf Russland

Yao Yunzhu sagte weiter, die Europäer sollten – anstatt zu jammern – mit Russland und den USA zusammensitzen und eine Lösung suchen. Es würden noch fünf Monate Zeit bleiben, sich aus der «kläglichen Lage» zu befreien – dann wäre der Austritt der beiden Atommächte definitiv.

NATO's Secretary General Jens Stoltenberg gestures during a news conference at NATO headquarters in Brussels, Tuesday, Feb. 12, 2019. (AP Photo/Francisco Seco)

Jens Stoltenberg. Bild: AP/AP

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hofft, dass Moskau sich wieder eingliedert. «Wir wollen, dass Russland sich wieder an den INF-Vertrag hält», sagte er an der Sicherheitskonferenz. Das scheint jedoch eher unwahrscheinlich.

Die USA haben ihren Ausstieg damit begründet, dass der Vertrag von 1987 veraltet sei – ein neuer müsse her, der für alle Länder gilt. Dem stimmen auch Sicherheitsexperten zu: «Wir müssen dafür sorgen, dass die Russen nicht bescheissen, und die Chinesen reinholen», sagte ein US-Experte. Doch ob alle Länder mitmachen würden, ist höchst fraglich. (vom)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Hallo I bims. Ein AfterEightUmViertelVorAchtEsser 18.02.2019 11:12
    Highlight Highlight Xi rüstet auf

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  • PaLve! 18.02.2019 10:39
    Highlight Highlight Gut macht mal jemand dem Imperium Druck, die Chinesen sind auf jedenfall weniger imperialistisch als die USA oder Russland.
    Wann hat China in einem anderen Kontinent eine intakte Regierung zerstört?
    • Snowy 18.02.2019 11:22
      Highlight Highlight Die USA sind wahrlich keine Sympathen, aber was in China aktuell abgeht (totale Überwachung der Bürger, brutale Niederschlagung jeglicher Oposition / Minderheiten) ist nochmals eine andere Hausnummer.
    • Fly Baby 18.02.2019 12:32
      Highlight Highlight Tibet, schon vergessen...
    • PaLve! 18.02.2019 13:05
      Highlight Highlight Überwacht denn China auch befreundete Staaten?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Liselote Meier 18.02.2019 10:38
    Highlight Highlight Im ganzen Artikel fehlen aber noch 2 andere Atommächte. Auf russisch-amerikanische Initiative hin, wollte man den INF-Vertrag 2007 multilateralisieren.

    Nicht nur China lehnte dies ab sondern auch GB und Frankreich. Denn für die gilt der INF-Vertrag auch nicht.
    Nicht nur China blockiert da.



    • bokl 18.02.2019 12:27
      Highlight Highlight Die Einschränkung auf einzelne Länder ist eh Schwachsinn. Wenn Abrüsten, dann global unter UNO-Mandat.
  • Snowy 18.02.2019 10:07
    Highlight Highlight Kindergarten!

    Das gleiche zynische Spiel beim Umweltschutz: Solange die anderen nicht aufhören, die Umwelt zu verpesten, machen wir das auch.

    Erst wenn alle anderen auch zur Umwelt Sorge tragen, machen wir auch mit. Minimi...

    Vielleicht mal jemand den Herren mitteilen, dass bis dahin kein lebenswerter Globus mehr da sein wird.

    Gerade die Nationen mit globalem Führungsanspruch sollten mit gutem Bsp vorangehen.
    • PaLve! 18.02.2019 10:48
      Highlight Highlight 1. Vergleich mal die Anteile der Emissionen, erstens aller westlicher Länder und aller asiatischen
      Länder
      2. Vergleiche die Einwohnerzahlen der Regionen
      3. Wer ist wohl der Böse jetzt? Der durchschnits-Chinese oder doch eher der Durchschnitts Europäer
    • PaLve! 18.02.2019 10:51
      Highlight Highlight Und noch etwas: Was sind das für Firmen die in China die Umwelt verpesten? Chinesische? Nein, europäiesche.
      Das Problem hat einen Namen. Kapitalismus.
      Solange das Wachstum der Antriebsmotor ist, hat Umweltschutz halt keine Priorität. Ist so.
    • Hierundjetzt 18.02.2019 15:35
      Highlight Highlight China ist ein Erzkapitalistisches System, dass jährlich 11% Wachstum braucht, damit die Bevölkerung aus der Armut befreit werden kann. China hat 300 Mio Menschen die Mangelernährt sind.

      Es gibt keine europäischen Firmen in China, da es China nicht zulässt, dass Ausländer auch nur 1 Firma kaufen. Max. 50% via ein Joint-Venture. Nie direkt eine Firma.

      China hat 1,3 Mrd Einwohner. Es hat die grösste Schwerindustrie weltweit. Europa hat 740 Mio. und keine nennenswerte Schwerindustrie.

      Tut mir leid, Deine Argumente sind samt und sonders invalid.
  • LibConTheo 18.02.2019 08:37
    Highlight Highlight Ungemütliche Zeiten für die NATO, wen sich nebst Russland auch China dazu bekennt keinen Wert auf Abrüstungsverträge zu legen, da diese offensichtlich sowieso nicht erfüllt werden.

    Dass China militärisch die Weltmacht wird, ist praktisch in den Stein gemeisselt. Die Frage ist nur noch wann, und wird der Westen dies "reaktionslos" so annehmen.
  • Hein Doof 18.02.2019 08:33
    Highlight Highlight [...] Ganze 643 Milliarden Dollar wurden für diese Zwecke ausgegeben – China hingegen «nur» 168 Milliarden. [...]

    Naja, China hat da meiner Meinung nach noch einige Zeit vor sich bevor sie zu den USA aufgeschlossen haben...
  • Hierundjetzt 18.02.2019 08:22
    Highlight Highlight Ich bin froh, dass China sagt, dass es keine Gefahr sei. Dann wird es so sein.

    Die Raketen brauchen Sie ja nur gegen die Uiguren. Upsi, die sind ja schon alle in den „Arbeitslagern“.
  • Fabio Haller 18.02.2019 08:20
    Highlight Highlight Aus der Sicht von China ist das Aufrüsten fast schon Pflicht wenn man sieht wie unglaublich viel die USA über Jahrzehnte schon ins Militär reingesteckt hat.

    Und aus der Sicht der USA ist der Ausstieg aus dem INF Vertrag auch fast schon Pflicht wenn sich andere Länder wie China nicht daran halten müssen.

    Wenn die USA nicht schon so lange ein riesiges Arsenal besitzen würde und mal wirklich eine wirkungsvolle Abrüstungspolitik besitzen täte. Würde der Osten auch vielleicht ein bisschen ruhiger agieren.

    Würde bei Nordkorea auch einen Schub geben.

    Aber eben passiert in absehbarer Zeit eh nie.
    • Perimius 18.02.2019 09:01
      Highlight Highlight Und aus der Sicht der USA ist der Ausstieg aus dem INF Vertrag auch fast schon Pflicht wenn sich andere Länder wie China nicht daran halten müssen.

      China MUSS sich gar nicht an den Vertrag halten, da sie ihn , wie im Text erwähnt wird, gar nie unterschrieben hat.
    • Xnce 18.02.2019 09:31
      Highlight Highlight @Perimius

      Schön hast du das wiederholt.

      Gut gemacht.
    • Scaros_2 18.02.2019 10:12
      Highlight Highlight Die USA hat auch eine wahnsinnige investitionsstrategie.

      Die kaufen jedes Material fürs Militär immer 3x ein.

      Z.b ein stuhl zum harre schneiden

      1x zum nutze
      1x als ersatz fals kaputt
      1x als ersatz des ersatz

      Und nachdem das zeug abgeschrieben ist werfen sie alle 3! Weg und kaufen neu.

      Das ist ihre investitionsstrategie.
    Weitere Antworten anzeigen
  • rodolofo 18.02.2019 07:26
    Highlight Highlight - Übermässige Erziehung (Konfuzius?)
    - Übermässige Glorifizierung von Ehrgeiz und Disziplin
    - Militarismus und übermässige Betonung des Kampfes (militärisches Denken)
    Gleichzeitig:
    - Abtötung von Kreativität, Lebensfreude, Emotionalität
    Äusserlich beeindruckend bis Furcht einflössend,
    innerlich leblos, hohl, traurig, ohne Ausstrahlung.
    Nein, dieses China ist nicht zu beneiden und kann kein Vorbild sein für die Welt.
    Dieses China ist unsympathisch und abstossend.
    Ich möchte möglichst wenig mit diesem China zu tun haben, mit einzelnen ChinesInnen vielleicht, wenn sie "Charakter" haben...
    • Ökonometriker 18.02.2019 09:53
      Highlight Highlight Warst du schonmal in China? Wie gut ist Dein Chinesisch?
      Mir kommen die Chinesen um einiges lebenslustiger und emotionaler rein als die Schweizer.

      Klar, das Bildungssystem ist sehr leistungsorientiert. Aber das sieht man auch z.B. in Osteuropa. Das liegt weniger an der Kultur, sondern mehr an den tiefen Löhnen, durch welche die Leute viel mehr Wettbewerbsdruck haben. Durchschnittseinkommen in der Schweiz = top 1 Prozent in China.
    • Raphael Stein 18.02.2019 10:20
      Highlight Highlight Und wie schaut bei dir aus Ökonometriker, arbeitest, oder hast du gearbeitet in China?
      Rodolfos Aussagen waren etwas grobschlächtig, aber er trifft den Kern der Sache doch recht gut.

      China bildet nicht nur Menschen aus, sonder erzieht sie gleichzeitig. So passen sie in das Schema rein, welches die Politspitze vorgibt.

      Und das ist um einiges extremer als bei uns hier im Westen.

      Du wirst es sehen. Wenn die Chinesen etwas haben, dann ist es Zeit.

      Während wir uns demontieren, bauen sie auf. So einfach ist das.

      Ein Jahr China hat mir völlig genügt.
    • Oh Dae-su 18.02.2019 10:34
      Highlight Highlight Es ist schade, dass du mit China nichts zu tun haben willst.
      Während einer längeren Chinareise würde dir nämlich bewusst werden, dass Chinesen herzliche, freundliche Menschen sind, die einen besonders grossen Wert auf ihre Familie legen. Auch sind sehr viele alles andere als einverstanden damit, was Winnie Puuh und seine Schergen so treiben. Leider hatten sie halt diesbezüglich nie eine Wahl.
      Gerade die jungen Chinesen und Chinesinnen entsprechen auch so gar nicht mehr dem Klischee, das man bisweilen hierzulande von ihnen hat.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bynaus @final-frontier.ch 18.02.2019 07:25
    Highlight Highlight Man darf bei diesen Zahlen nicht vergessen, dass ein Dollar in China nicht das gleiche ist wie ein Dollar in den USA. Gemäss OECD ist die Kaufkraft in China ca. 3.5 höher, das heisst, aus 168 Milliarden werden so schnell 588 Milliarden, was durchaus mit den USA vergleichbar ist.
    • Dr. Unwichtig 18.02.2019 10:08
      Highlight Highlight Nettes Beispiel für gefährliches Halbwissen. Die Kaufkraft wird über einen Warenkorb ermittelt, der hauptsächlich aus Konsumgütern besteht. Bezogen auf Militärmaterial, das zudem häufig auf dem internationalen Markt eingekauft werden muss, hat sie keinerlei Aussagekraft.
    • DemonCore 18.02.2019 11:55
      Highlight Highlight
      China kauft nur einen sehr kleinen Teil seiner Rüstungsgüter international ein. Nuklear bestückbare Raketen sind nicht darunter.
    • Bynaus @final-frontier.ch 18.02.2019 12:02
      Highlight Highlight @Dr. Unwichtig: China entwickelt die Mehrheit seiner Waffen selber und kauft vergleichsweise wenig international ein (im Gegensatz etwa zur Schweiz). China ist sogar einer der aktivsten Waffenexporteure. Wie im Artikel erwähnt, fliesst gegenwärtig viel Militär-Geld in Forschung und Entwicklung, auch dieses Geld wird im Inland ausgegeben. Entsprechend landen die Dollars (bzw. Yuans), die China fürs Militär ausgibt, vorwiegend wieder in den Taschen seiner eigenen Bürger, die sie für ebendiese Konsumgüter ausgeben.
    Weitere Antworten anzeigen
  • AquaeHelveticae 18.02.2019 07:13
    Highlight Highlight "Dafür konnte China uneingeschränkt über die Jahre hinweg ein eigenes Waffenarsenal entwickeln."
    Und genau darin wird der Grund liegen weshalb die USA aus dem INF ausgetreten sind. Die Russen werden wohl lediglich als Vorwand hinhalten müssen. Die Amerikaner wollen einen neuen Vertrag, welcher auch von den aufstrebenden Supermächten unterschrieben wird.

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