Obama empfängt Trump im Weissen Haus

20.01.17, 16:12

Wenige Stunden vor der Amtsübergabe haben US-Präsident Barack Obama und seine Frau Michelle das Ehepaar Trump im Weissen Haus empfangen. Donald und Melania Trump kamen aus der Kirche St. John, wo sie den offiziellen Teil des Tages mit einer Messe begonnen hatten.

Obama und seine Frau Michelle empfingen Trump und dessen Frau Melania am Freitagmorgen Ortszeit am Eingang des Präsidenten-Amtssitzes. Anschliessend posierten die beiden Ehepaare für ein gemeinsames Foto, bevor sie sich ins Innere begaben. Dort wollten sie gemeinsam Tee trinken.

Trump trug einen schwarzen Anzug mit roter Krawatte, Melania war ganz in leuchtendes Himmelblau gewandet. Die Amtseinführung in Washington findet bei kühlem, regnerischem Wetter statt.

Zugang versperrt

Nach einem kurzen Aufenthalt im Weissen Haus werden die zwei Paare ins Kapitol fahren. Dort wird Trump gegen Mittag Ortszeit den Eid als 45. Präsident der USA ablegen, nach letzten Angaben um 11.47 Uhr (17.47 MEZ). Am Nachmittag folgt eine Parade zum Weissen Haus. Der offizielle Teil des Tages endet mit dem Besuch dreier Bälle.

Erwartet werden rund 800'000 Schaulustige. In der Stadt herrschten massive Sicherheitsvorkehrungen. Grosse Teile der Innenstadt waren durch Beton- und Metallbarrikaden für den Autoverkehr abgesperrt. Laut den Behördenangaben sollten rund 28'000 Sicherheitsbeamte im Einsatz sein.

Kritiker Trumps versuchten, seinen Anhängern den Zugang zur Vereidigungszeremonie zu versperren. Sie bildeten am Freitag Menschenketten vor einem der zwölf Kontrollpunkte in der US-Hauptstadt. Einige wurden von der Polizei abgeführt.

Die Arbeit beginnt

Der 70-jährige Trump war auch am Tag seiner Amtsübernahme bereits am Morgen auf Twitter zu lesen: «Heute fängt alles an. Ich sehe Euch um 11.00 Uhr (17.00 MEZ) zur Vereidigung», schrieb er am Freitag als erstes auf Twitter. «DIE BEWEGUNG GEHT WEITER - DIE ARBEIT BEGINNT!»

Laut Umfragen tritt der Immobilienmilliardär das Amt mit historisch niedrigem Rückhalt in der Bevölkerung an. Nur rund 40 Prozent der Bürger sehen ihn positiv. Sein Vorgänger Obama verlässt dagegen das Weisse Haus mit hohen Popularitätswerten.

Mehrere dutzende Abgeordnete der Demokraten wollen die Vereidigungszeremonie boykottieren. Für Samstag ist ein «Frauenmarsch» gegen Trump in der Hauptstadt und an vielen anderen Orten in den USA und weltweit geplant. Allein in Washington werden Hunderttausende erwartet. (sda/afp/dpa)

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Brikne, 20.7.2017
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