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Clouds of smoke and crowd control agents rise shortly after the deadline for a city-wide curfew passed in Baltimore, Maryland April 28, 2015, as crowds protest the death of Freddie Gray, a 25-year-old black man who died in police custody.   REUTERS/Jim Bourg

Viele Jugendliche sind in Baltimore trotz Ausgangssperre auf der Strasse. Bild: JIM BOURG/REUTERS

Hunderte missachten in Baltimore Ausgangssperre: Polizei und Nationalgarde schreiten ein 



Die Polizei in Baltimore ist gegen hunderte Demonstranten vorgegangen, die der nächtlichen Ausgangssperre in der US-Grossstadt getrotzt haben. Die Polizei teilte nach Beginn der Sperre am Dienstagabend mit, sie setzte Pfeffergeschosse gegen eine «aggressive Menge» ein.

CNN und andere US-Fernsehsender berichteten, die Sicherheitskräfte verwendeten zudem Rauchbomben. Die Ausgangssperre, die am Dienstag um 22.00 Uhr (Ortszeit; Mittwoch 4.00 Uhr MESZ) in Kraft trat, war nach den schweren Krawallen wegen des Todes des Schwarzen Freddie Gray in Polizeigewahrsam verhängt worden. 

2000 Nationalgardisten im Einsatz

Wie der CNN berichtete, waren kurz nach Beginn der Ausgangssperre noch mehrere hundert Menschen auf den Strassen der Stadt. Auf Fernsehbildern war zu sehen, dass vor allem junge schwarze Männer sich nicht an das Ausgehverbot hielten.

A police armoured car moves down a street as clouds of smoke and crowd control agents rise shortly after the deadline for a city-wide curfew passed in Baltimore, Maryland April 28, 2015, as crowds protest the death of Freddie Gray, a 25-year-old black man who died in police custody.   REUTERS/Jim Bourg

Polizei und Nationalgarde fahren scharfes Geschütz auf. Bild: JIM BOURG/REUTERS

Am Montag hatten Randalierer Polizeibeamte mit Steinen und Flaschen beworfen sowie 144 Autos und mehrere Gebäude in Brand gesetzt. Der Gouverneur des Bundesstaates Maryland, Larry Hogan, rief daher den Ausnahmezustand für Baltimore aus, die Stadtverwaltung verhängte eine einwöchige nächtliche Ausgangssperre von 22.00 bis 05.00 Uhr. 

Die Polizei hatte angekündigt, das Ausgehverbot notfalls mit Gewalt durchzusetzen. Laut Hogan waren am Dienstagabend in der Ostküstenstadt 2000 Nationalgardisten und 1000 Polizisten im Einsatz, um weitere Krawalle zu verhindern.

Die Krawalle waren nach der Trauerfeier für den 25-jährigen Afroamerikaner Freddie Gray ausgebrochen, der am 19. April, eine Woche nach seiner Festnahme, an schweren Rückenmarkverletzungen gestorben war. Die genauen Umstände sind noch unklar.  (feb/sda/afp)

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Dieses Video zeigt, wie die Polizisten Freddie Gray verhaften. youtube

Krawalle in Baltimore

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