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Luis Suarez kann seine Emotionen nicht unter Kontrolle halten. bild: screenshot barcatvplus

«Das Ende einer Ära» – Luis Suarez verabschiedet sich unter Tränen aus Barcelona



Am Ende hat Luis Suarez doch noch den Abgang aus Barcelona gekriegt, den er verdient. Der 33-jährige Uruguayer, der in den Plänen des neuen Trainers Ronald Koeman keine wichtige Rolle mehr spielt und deshalb für nur 6 Millionen Euro zu Atlético Madrid wechseln wird, wurde heute nach sechs Jahren bei der «Blaugrana» offiziell verabschiedet.

Zuvor hatte es eine regelrechte Schlammschlacht um seinen Abgang gegeben. Die «Marca» berichtete von einem internen Machtkampf mit Klubboss Josep Maria Bartomeu, der Suarez unter keinen Umständen zu einem Liga-Konkurrenten ziehen lassen wollte. Für den Toptorjäger habe es gar eine No-Go-Liste mit Klubs gegeben, zu denen er nicht wechseln dürfe. Darunter Real Madrid, Manchester City, Paris St-Germain und auch Atlético Madrid, zu dem Bartomeu seit dem Griezmann-Transfer alles andere als ein gutes Verhältnis pflegt.

Am Ende musste Bartomeu aber nachgeben und so kam es heute doch noch zu einer versöhnlichen Trennung. Bei seiner Verabschiedung betrat Suarez zusammen mit Ehefrau Sofia Balbi und den gemeinsamen Kindern noch einmal den Rasen des Camp Nou, wo er mit den 14 gewonnenen Pokalen für Fotos posierte.

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Suarez mit Familie und Pokalen. bild: screenshot barcatvplus

Unbedingt gegen Barça spielen

Danach nahm der Top-Torjäger im klubeigenen TV-Sender Stellung zu seinem Transfer und der sonst eher kühle Uruguayer wurde dabei richtig emotional. «Ich lasse viele Freunde hier. Ein Mensch, der Gefühle hat, geht. Vielen Dank an meine Familie, die alles mit mir ausgehalten hat. Höhen und Tiefen», erklärte Suarez unter Tränen. Es sei eine wunderschöne Zeit gewesen. «Dass meine Kinder sehen, wie ich Titel gewinne und ich neben dem Besten der Geschichte spiele ... das wird für immer bleiben. Vielen Dank an die Fans für all die Zuneigung. Das werde ich nie vergessen.»

Dankbar sei er dem Verein auch für die Unterstützung nach seinem Fehltritt bei der Weltmeisterschaft 2014, als er Giorgio Chiellini in die Schulter biss und monatelang gesperrt wurde. «Der Verein schenkte mir immer viel Vertrauen.» Er sei sich bewusst, dass Barça momentan am «Ende einer Ära» stehe, «aber ich bin stolz auf alles, was wir erreicht haben. Hier zu spielen, war ein Traum.»

Suarez erklärte, dass Koeman ihm per Telefon ziemlich schnell klar gemacht habe, dass er beim Umbau nicht mit ihm plane. «Der Klub braucht eine Veränderung und der Trainer zählte nicht auf mich. Aber ich möchte zeigen, dass ich immer noch auf höchstem Niveau spielen kann.» Deshalb habe er auch nicht eines der zahlreichen Angebote aus dem Ausland angenommen. «Es tönt ironisch, aber ich wollte unbedingt zu einem Klub, bei dem ich gegen Barcelona und Real Madrid spielen kann.»

«Leo fühlt sich seltsam»

Noch habe er sich aber nicht mit dem Gedanken beschäftigt, wie es sein werde, gegen seinen Ex-Klub zu spielen. «Es wird sicher speziell werden, aber ich freue mich sehr auf die neue Herausforderung bei Atlético.» Vor allem für Kumpel Lionel Messi wird Suarez' Abgang schwer wiegen, denn die beiden sind auch neben dem Platz sehr gut miteinander befreundet. «Leo weiss, was ich denke, und ich weiss, was er denkt», führte Suarez aus. «Wir sind alt genug, um uns gegenseitig Ratschläge zu geben. Leo fühlt sich etwas seltsam, weil ich zu einem direkten Rivalen gehe, aber nichts wird sich in unserer Beziehung ändern.»

Zusammen mit dem restlichen Captain-Team um Gerard Piqué, Sergi Roberto und Sergio Busquets sowie mit Linksverteidiger Jordi Alba begleitete Messi seinen Kumpel zu seiner Verabschiedung. Versöhnliche Worte gab es am Schluss etwas überraschend übrigens von Präsident Bartomeu, der Suarez gar ein Abschiedsspiel in Aussicht stellte: «Ich hoffe, das ist möglich», erklärte er.

Auch Bartomeu ist offenbar nicht entgangen, dass mit Suarez nicht irgendein Spieler den FC Barcelona verlässt. Der Uruguayer, der im Sommer 2014 von Liverpool nach Barcelona gewechselt hatte, wurde beim spanischen Topklub sofort zum Torschützen vom Dienst. Mit 40 Toren wurde er in der Saison 2015/16 vor Cristiano Ronaldo und Lionel Messi gar Torschützenkönig der spanischen Meisterschaft. Vergangene Saison traf er noch 16 Mal. Mit 198 Toren in 283 Spielen ist Suarez nach Lionel Messi (634) und Cesar Rodriguez (232) der drittbeste Torschütze der Vereinsgeschichte.

Doch «El Pistolero» glänzte nicht nur als Vollstrecker, sondern auch als Vorbereiter. Zu seinen 198 Toren gesellen sich für einen Stossstürmer beachtliche 109 Assists. Mit Barcelona gewann Suarez je viermal die spanische Meisterschaft und die Copa del Rey, zweimal die Supercopa sowie je einmal die Champions League, den UEFA Super Cup und die FIFA-Klub-WM.

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