Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Todesfall: Zürcher alt Nationalrat Paul Eisenring verstorben



Der langjährige Zürcher alt Nationalrat Paul Eisenring ist tot. Der CVP-Politiker verstarb bereits am 1. Mai, wie seine Familie am Dienstag mitteilte. Er wurde 92 Jahre alt.

Von 1963 bis 1991 sass Eisenring für die CVP im Nationalrat. Er gehört zum Wirtschaftsflügel der Partei. Von 1950 bis 1965 war er Chefredaktor der «Schweizerischen Handelszeitung».

Der studierte Jurist hatte viele Ämter inne: Er war Mitglied des Verwaltungsrates der Brown Boveri, Motor-Columbus, Jacobs Suchard S.A. und dutzender weitere Unternehmen. Ab 1990 präsidierte er während sieben Jahren die Schweizerische Multiple Sklerose Gesellschaft.

Im gleichen Jahr war bekannt geworden, dass sich Eisenring als Beirat für die ausserordentliche Geheimdienst-Organisation P-27 zur Verfügung gestellt hatte. «Projekt-27» war eine private Organisationen, die ohne Rechtsgrundlage und Finanzaufsicht mit Bundesgeldern finanziert wurde und keiner politischen Kontrolle unterstand.

Der ausserhalb von Verwaltung und Armee stehende geheime Nachrichtendienst, wurde zu Beginn der 80er Jahre ins Leben gerufen und sollte laut Pflichtenheft mit unkonventionellen Methoden, unter Inkaufnahme eines erhöhten Risikos und notfalls unter Bruch fremder Rechtsordnungen, also durch Spionage, Informationslücken schliessen.

Abschluss der Fichen-Affäre gefordert

Gleichzeitig sollte die Organisation ein unabhängiges Übermittlungssystem im grenznahen Raum aufbauen, was allerdings nicht ausgeführt wurde. Nach der Bekanntmachung durch eine Parlamentarische Untersuchungskommission (PUK) liess der Bundesrat die Einheit 1991 auflösen. Auf seine Beirats-Tätigkeit angesprochen, erklärte Eisenring damals, man habe dem Vaterland einen Dienst erwiesen.

Von sich reden machte der Zürcher CVP-Mann auch, als er im September 1990 in einem Postulat verlangte, dass das «Geschäft Fichen-Affäre» ohne Verzug abgeschlossen und bereinigt werden solle. Er regte an, die allein beim Bund eingesparten rund 50 Mio. Franken gleichsam als «Bussgeld» einem wohltätigen Zweck zuzuführen. (sda)

Das könnte dich auch interessieren:

Nach Maurers Englisch-Desaster: Jetzt nimmt ihn Martullo in die Mangel (You Dreamer!😂)

Link zum Artikel

13 Cartoons, die unsere Gesellschaft auf den Punkt bringen

Link zum Artikel

Super-GAU für Huawei? Das müssen Handy- und PC-User jetzt wissen

Link zum Artikel

Perlen aus dem Archiv: So (bizarr) wurde 1991 über den Frauenstreik berichtet

Link zum Artikel

Strache-Rücktritt: Europas Nationalisten haben einen wichtigen General verloren

Link zum Artikel

Steakhouse serviert versehentlich 6000-Franken-Wein – die Reaktionen sind köstlich

Link zum Artikel

Das Huber-Quiz: Dani ist zurück aus den Ferien. Ist er? IST ER?

Link zum Artikel

Instagram vs. Realität – 14 Vorher-nachher-Bilder mit lächerlich grossem Unterschied

Link zum Artikel

8 Gerichte, die durch die Beigabe von Speck unwiderlegbar verbessert werden

präsentiert vonMarkenlogo
Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen