MH17
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MH17

Offener Brief eines trauernden Vaters: «Vielen Dank für den Mord an meinem geliebten, einzigen Kind!»



189 der Opfer von MH17 sind Holländer. Eine von ihnen ist die 17-jährige Elsemiek de Borst. Ihr Vater Hans de Borst hat dem russischen Präsidenten Wladimir Putin auf Facebook einen offenen Brief geschrieben:

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Hans de Borst. Bild via Facebook

Vielen Dank an Herrn Putin, an die Separatistenführer oder an die ukrainische Regierung!

Für den Mord an meinem geliebten und einzigen Kind, Elsemiek de Borst! Sie war 17 Jahre alt, in der fünften Klasse des Segbroek-Gymnasiums in Den Haag. Sie war auf dem Weg in die Ferien nach Malaysia zusammen mit ihrem kleinen Stiefbruder, ihrer Mutter (meiner Ex-Frau) und ihrem Stiefvater.

Elsemiek hätte nächstes Jahr ihre Abschlussprüfung gemacht, zusammen mit ihren besten Freundinnen Julia und Marina, sie war sehr gut in der Schule! Danach wollte sie an der Technischen Hochschule Delft studieren, sie freute sich schon darauf!

Aber jetzt ist sie plötzlich nicht mehr da! Sie wurde vom Himmel geschossen, in einem fremden Land, wo ein Krieg wütet!

Obenstehende Herren, ich hoffe, Sie sind stolz darauf, sie getötet und ein junges Leben und eine Zukunft ausgelöscht zu haben. Und ich hoffe, Sie können sich selbst in die Augen sehen.

Ich hoffe, mein Brief erreicht Sie, vielleicht auf Englisch übersetzt (was Sie als intelligente Herren sicher gut verstehen).

Nochmals vielen Dank!

Grüsse, Elsemieks Vater Hans de Borst aus Monster, Niederlande, dessen Leben ruiniert ist.

P.S. Herr Putin, ich hoffe, das intensive Gespräch mit unserem Premierminister hat Ihnen die Augen geöffnet! Ich weiss, dass Sie das nicht unbeeindruckt lässt. Ich wäre beeindruckt, wenn Sie das russische Militär zur Bewachung der Absturzstelle entsenden könnten, damit die holländischen Experten ihre Arbeit tun können. Danke im Voraus.

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Elsemiek de Borst. Bild via Facebook

(kri)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Patrick C. Price 21.07.2014 21:40
    Highlight Highlight Sehr traurig und bewegend.
    Aber die Bitte an Putin die Stelle mit russischem Militär zu sichern ist komplett kontraproduktiv. Die Unfallstelle liegt in der Ukraine. Ein "Schützen" durch das russische Militär wäre ein Einmarsch in ein souveränes Land und würde die Situation noch verschlimmern.
  • Ruslan 21.07.2014 18:44
    Highlight Highlight Mein Beileid, die Eltern.
  • Frappenta 21.07.2014 16:27
    Highlight Highlight Ich kann es immer noch nicht verstehen! Wir sind doch alles Erdenbürger und kämpfen wie primitive Höhlenbewohner ohne Hirn um ein Stück Land das doch allen gehört! Seit tausenden von Jahren schlägt sich die Menschheit die Köpfe wegen irgendwelchem Blödsinn oder der Religion ein! Aber ich bin eigentlich zuversichtlich das unsere Kinder es einmal besser machen werden und sich vom Herz und nicht vom Ego leiten lassen. Mein Beileid den ganzen Hinterbliebenen der 298 unnötigen Opfer.
  • Badgirlboogie 21.07.2014 13:27
    Highlight Highlight Mein Weltbild ist gestört
    Man liest immer von Separatisten,Rebellen,für mich sind das Terroristen !
    Kein Aufschrei,keine Demonstrationen gehen durch Europa,was für ein Hohn den unschuldigen
    Opfern gegenüber !
    Kniefall und Arschkriecherei vor Putin,ich könnte kotzen.
    Mein herzliches Beileid
  • seeliiinaa 21.07.2014 13:18
    Highlight Highlight Ich vergoss gerade Tränen. In was für einer Welt leben wir nur?!
  • Kza 21.07.2014 11:33
    Highlight Highlight Der Brief ging nicht nur an Putin, sondern an alle involvierten Parteien. Vielleicht solltet ihr euren Titel überdenken. Und zwar schnell.

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