Interview
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epa05089093 Police check suspects at the Cologne Central Station in Cologne, Germany, 05 January 2016. On New Years Eve dozens of women were molested and robbed around the Cologne Central Station.  EPA/MARIUS BECKER

«Das beste Mittel gegen Gewalt ist Hinschauen», sagt die deutsche Kriminologin Rita Steffes-enn. 
Bild: EPA DPA

Interview

Der «perfekte» Massendiebstahl: «Die sexuellen Belästigungen in Köln waren geplant»

Eine These zur Silvesternacht in Köln verdichtet sich: Die sexuellen Belästigungen waren Ablenkungsmanöver mit dem Ziel, an Handtaschen und Handys zu kommen. Die deutsche Polizeiforscherin Rita Steffes-enn, bezeichnet im Gespräch das Vorgehen als «aus Tätersicht perfekt», weil es effiziente Arbeitsmethoden mit Spass verbinde. 



Frau Steffes-enn, die Kölner Polizei beschrieb die sexuellen Belästigungen als eine Art Ablenkungsmanöver zum Stehlen. Das klingt abenteuerlich. 
Rita Steffes-enn​: Das mag abenteuerlich klingen. Aber anhand der Informationen, die mir vorliegen, muss ich davon ausgehen. Bei über 100 Anzeigen waren nur zwei Anzeigen wegen Vergewaltigung, bei drei Vierteln solche wegen sexueller Belästigung und Diebstahl. Wären die Attacken rein sexuell motiviert gewesen, hätte es konsequenterweise mehr Vergewaltigungen geben müssen. Da dies nicht der Fall war, muss davon ausgegangen werden, dass das Ziel des Delikts mit dem Diebstahl erfüllt war. 

Rita Steffes-enn

Kriminologin Rita Steffes-enn.
Bild: zvg

Zur Person 

Rita Steffes-enn ist Kriminologin am Zentrum für Kriminologie und Polizeiforschung in Kaisersesch, unweit von Köln. In Trainings arbeitet sie direkt mit Sexual- und Gewaltstraftätern zusammen. Ihre Schwerpunkte sind Gewalt- und Sexualdelinquenz sowie empirische und angewandte Polizeiforschung. Steffes-enn studierte Kriminologie und Sozialarbeit. Zuvor war sie als Polizeibeamtin in Rheinland-Pfalz tätig. (rar)

​Aber es ist doch nicht jeder Dieb auch ein Sexualstraftäter? 
​Natürlich nicht. Aber die Masche der sexuellen Belästigung ist schnell, effektiv und als Ablenkungsmanöver bestens geeignet. Eine Frau, die von allen Seiten angefasst, geschubst und beschimpft wird, ist in erster Linie darauf fokussiert, die Belästigungen abzuwehren und nicht ihre Handtasche zu schützen. Wenn die Tat dann auch noch ein bisschen Spass macht, ist das Vorgehen aus Tätersicht perfekt.

Sie glauben also an ein strategisches Vorgehen der Täter? 
Ja, die Attacken waren geplant und strategisch. Sie kamen in grossen Gruppen, zwei bis drei Männer führten die Belästigungen durch, ein innerer Kreis schützte vor Sicht und ein äusserer stand quasi Schmiere. Das Opfer ist eingekesselt und in Todesangst.

«Wenn in einer so kurzen Zeit, am selben Ort eine derartige Zahl von Delikten verübt wird, muss das Vorgehen abgesprochen worden sein.»

War auch der Treffpunkt im Vorfeld abgemacht? 
Inwieweit die Täter sich bereits im Vorfeld abgesprochen haben, muss polizeilich ermittelt werden. Aber wenn in einer so kurzen Zeit, am selben Ort eine derartige Zahl von Delikten verübt wird, muss das Vorgehen zumindest auf Platz abgesprochen worden sein. Ohne Koordination eines Rädelsführers hätte das nicht funktioniert. Das ist eine neue Dimension der Tat.​

Müssen wir uns auf mehr solche Attacken gefasst machen?
Das Perfide ist, dass die Täter bei solchen Attacken durch die Dynamik der Situation sehr gut geschützt sind. Die Opfer werden kaum zweifelsfrei aussagen können, welcher Täter genau welches Delikt begangen hat und wie er ausgesehen hat. Das macht die juristische Beweisführung schwierig. Für die Ermittlungsarbeit kann man nur hoffen, dass Handyfilme Aufschluss darüber geben können. Es würde mich aber nicht wundern, wenn es zwar zu ein paar Verhaftungen, aber kaum Verurteilungen kommen wird. 

Sie betreiben Polizeiforschung. Warum konnte die Polizei die Attacken nicht verhindern?  
​Die Täter waren einerseits durch die Menschenmasse geschützt, andererseits kann eine Polizeistreife aus zwei Mann eine solche Gruppe kaum effektiv aufhalten. Eine Konsequenz wäre verstärkte Polizeipräsenz. Da beginnt das Personalproblem. In der Nähe von Polizisten würden die Angreifer überdies natürlich nicht zur Tat schreiten. Also wären Zivilpolizisten nötig. Unsichtbare Polizisten werden aber dem Sicherheitsbedürfnis der Bevölkerung nicht gerecht. 

Dieses Bedürfnis dürfte gerade jetzt wieder grösser werden. Nicht zuletzt aufgrund der schieren Menge an zur Anzeige gebrachten sexuellen Übergriffen. 
Ja. Die Zahl muss man aber etwas relativieren. Es handelt sich um drei verschiedene Gruppen: Ein Teil gehört – leider – zur Standard-Zahl sexueller Übergriffe, die jeden Tag passieren. Ein zweiter Teil gehört zu den sexuellen Übergriffen, die bei jeder Grossveranstaltung – beispielsweise an Oktoberfesten – vorkommen, und beim dritten Teil handelt es sich um jene Übergriffe mit Diebstahl als Ziel. 

«Wenn wir jetzt die Angst siegen lassen und nicht mehr auf die Strasse gehen, überlassen wir sie der Kriminalität.»

Was das Ganze nicht angenehmer macht für die Opfer. Was passiert mit ihnen? 
Das Vorgehen der Täter ist in hohem Masse traumatisch für die Opfer. Deswegen wäre es mir auch lieber, wenn man sie in der ganzen Debatte nicht vergessen würde. Die Opfer wurden in Todesangst versetzt und mussten nach der sexuellen Belästigung auch noch bemerken, dass sie ausgeraubt wurden. Die Täter verfügen nach der Tat also über höchst persönliche Daten der Opfer. Sie wissen vielleicht, wo sie wohnen, wer ihre Freundinnen sind und haben Einblick in die privaten Fotos. Das ist sehr belastend. 

Wie können Frauen sich denn vor solchen Taten schützen? Die Kölner Bürgermeisterin schlug vor ​«stets eine Armlänge Abstand zu lästigen Männern» zu halten. 
Das ist natürlich unbeholfen. Und in solch einer Situation völlig realitätsfremd, aber es ist auch ein Versuch, nicht die Angst zu fördern, sondern den Mut, sich zu wehren. Und da sehe ich den richtigen Ansatz. Hinschauen ist das beste Mittel. Nach diesem schrecklichen Ereignis sind viele Menschen sensibilisiert. Sie werden die Situation einer von Männern umzingelten Frau ganz anders bewerten und im Idealfall eingreifen. 

Im Idealfall. Darauf zählen kann aber keine. 
​Nein. Aber wenn wir jetzt die Angst siegen lassen und nicht mehr auf die Strasse gehen, überlassen wir sie der Kriminalität. Wir müssen trotzdem weiter feiern, auch in Massen und eben unsere Werte und nicht die der Kriminellen hinaus auf die Strasse tragen.

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    Alle Leser-Kommentare
  • seventhinkingsteps 10.01.2016 21:19
    Highlight Highlight Wie gut, dass wir noch eine richtige Schweizer Partei haben, die sich für die Rechte der Frauen einsetzt und darauf pocht, dass Sexualstraftäter konsequent bestraft werden!!

    "2003 etwa sprachen sich im Nationalrat 38 von 44 SVP-Abgeordneten dagegen aus, dass Vergewaltigung in der Ehe als Offizialdelikt gelten sollte."

    http://www.nzz.ch/minarette-als-feministische-kampfzone-1.2835798

    Oh, hoppala.
  • DerWeise 08.01.2016 12:08
    Highlight Highlight "Eine These zur Silvesternacht in Köln verdichtet sich: Die sexuellen Belästigungen waren Ablenkungsmanöver mit dem Ziel, an Handtaschen und Handys zu kommen."

    Wow, da hat jemand keine Ahnung. Ich empfehle Mal einen längeren Aufenthal in Tunesion oder Ägypten. Ziemlich schön dort, alle sehr freundlich.
    Aber das konservative Frauenbild inkl westlicher Nacktmedien hat einen ziemlich schlechten Einfluss auf junge Männer bzw ihrer Sicht auf europäische Frauen.
  • Brienne von Tarth 07.01.2016 16:36
    Highlight Highlight Das haben alle kommen sehen (oder sollten). Überlegen wir mal: Ein Haufen junger Männer die nichts zu verlieren haben, sitzen den ganzen Tag rum und haben nichts zu tun. Sie haben auch kein Geld um etwas zu unternehmen. Was ist also die logische Folge? Richtig.... genau das was passiert ist! Gebt diesen Menschen endlich ARBEIT! Ich bin schon immer dafür gewesen und werde es auch immer sein, wir müssen Flüchtlinge aufnehmen und diesen Menschen helfen, aber dann bitte richtig. So das für alle Seiten eine Win-Win Situation entsteht und nicht wie jetzt wo wir eine Lose-Lose Situation haben.
    • Brienne von Tarth 07.01.2016 18:06
      Highlight Highlight du sagst es, die schon lange hier in der schweiz sind. die anderen nicht, die haben also noch keine bindung zum land. Und nein es kommt schon nicht nur davon das man rumsitzt usw. Aber es ist begünstigend um solche Aktion wie diese zu machen und auch zu planen. Und es ging ja nicht oder nicht nur um die sexuelle Belästigung also ist es falsch den ganzen Anlass nur auf diesen einen Aspekt zu reduzieren. Ich rede vom ganzen (Stehlen, Randalieren, Sexuelle übergriffe) das eher zustandekommt wenn diese Leute nicht beschäftigt sind.
    • TaZe 07.01.2016 23:05
      Highlight Highlight @ Bob. Ich bin wegen einer Massenentlassung im letzten Jahr arbeitslos. Ich habe auch kein Geld, ich sitze auch den ganzen Tag rum. Gehe ich deswegen mit meinen Freunden auf die Strasse, raube Männer aus und begrapsche diese? Schon beim Schreiben dieser Worte muss ich grinsen! Denn es ist einfach ein lächerlicher Versuch, diese Arsc*****er zu schützen.
    • TaZe 07.01.2016 23:06
      Highlight Highlight Ahja und Bob, gebt doch Menschen wir MIR einfach Arbeit ;-)
    Weitere Antworten anzeigen
  • ⚡ ⚡ ⚡☢❗andre ☢ ⚡⚡ 07.01.2016 16:02
    Highlight Highlight Was heisst nur 2 Anzeigen wegen Vergewaltiung?
    Beispiel: Wenn 2 Personen, von 10 Personen für 5h vergewaltigt werden, ist das z.B. schlimmer, wie 10 Personen, die von 10 anderen für je 10min vergewaltigt werden. Nicht immer ist die Qunatität das einzige Schlimmheitsmass.
    • trio 23.01.2016 01:48
      Highlight Highlight Es ging nicht darum ob es schlimm oder weniger schlimm ist. Wären die Attacken sexueller Natur gewesen, hätte es mehr Vergewaltigungen geben müssen. Weil aber der Diebstahl im Vordergrund stand und die sexuelle Belästigen zur Ablenkung stattfand, wurden "nur" 2 Vergewaltigungen zur Anzeige gebracht. Was natürlich nicht heisst, das es für die Opfer weniger schlimm war.
  • Tilman Fliegel 07.01.2016 13:44
    Highlight Highlight Tatsache ist, es gibt einen Punkt an dem man einfach die Schnauze voll hat und eine Kollektivstrafe verhängt, auch wenn es halt unschuldige trifft, aber wenigstens ist mal Ruhe. Eltern und Lehrer tun das manchmal. Als Schüler fand ich es gemein, als Vater bin ich auch schon an den Punkt gekommen und verstehe es jetzt. Und in dieser Geschichte bin ich auch langsam soweit, dass ich es gutheissen würde.
    • tobver 07.01.2016 13:51
      Highlight Highlight wen willst du denn bestrafen?
      mal kollektiv alle Männer? klar..
    • oliversum 07.01.2016 14:23
      Highlight Highlight Gegen wen? Alle arabisch oder nordafrikanisch aussehenden Personen? Alle Ausländer? Oder alle Männer? Und wohin soll man sie bringen? Ein Gefängnis geht ja nicht, dafür braucht es rechtstaatliche Verurteilung. Also in ein Konzentrationslager?
    • Donalf 07.01.2016 15:13
      Highlight Highlight Meine Bekannte trägt seit einem Angriff immer einen kleinen Farbspray mit den sie schon verwendet hat. Auf Grund der Farben an den Kleidern fand man den Übertäter schnell. Nicht ungefährlich aber wirksam.
    Weitere Antworten anzeigen
  • So en Ueli 07.01.2016 13:07
    Highlight Highlight Ich denke, dass das Diebstahl nur der Nebeneffekt war. Das eigentliche Motiv der Täter war doch rein sexueller und gewaltverherrlichender Natur. Diese Horde war klar organisiert, aber hier von einer innenpolitischer Absicht zu reden ist klar eine abstruse Theorie.
  • Karl33 07.01.2016 10:30
    Highlight Highlight Grad im Tagi noch eine andere Theorie von Frau Moni Sigrist gelesen, was dahinter stecken könnte :-)
    Benutzer Bild
    • maxi 07.01.2016 10:42
      Highlight Highlight genau! die rechten sind schuld wie immer 😂😂😂
  • Wilhelm Dingo 07.01.2016 10:07
    Highlight Highlight Super Analyse. Jetzt wissen wir, dass eventuelle organisierte kriminelle Strukturen dahinter stecken. Das mach die Sache noch viel unangenehmer und gefährlicher. In anderen Städten hat die Polizei bereits mit kriminellen Kurdisch/Libanesischen Clans zu tun. Ich hoffe der Rechtsstaat bekommt die nötigen Gesetze und Ressourcen um diese Strukturen zu zerschlagen.
    • Der Bademeister 07.01.2016 10:38
      Highlight Highlight In unserer direkten Demokratie haben wir es selber in der Hand für die notwendigen Gesetze und Ressourcen zu sorgen.
    • Nick Name 07.01.2016 11:35
      Highlight Highlight Ich habe das Gefühl, dass da bereits ein paar Gesetze ume sind, wonach die getanen Taten durchaus strafbar sind ...
      Falls nicht: Welches wären denn die neuen nötigen Gesetze?
    • Der Bademeister 07.01.2016 15:51
      Highlight Highlight Nach meiner persönlichen Meinung ist der "Täterschutz" zu gross. Das Strafmass für Delikte jeglicher Art ist zu verschärfen.
  • kliby 07.01.2016 10:02
    Highlight Highlight Auch hier wieder ein Deutungsversuch, der die Tatsache des 'arabischen' oder 'nordafrikanischen' Täters komplett ignoriert. Die Interviewte sagt: Alltägliche Übergriffe, normale Übergriffe bei Grossveranstaltungen, Übergriffe zur Ablenkung bei Diebstählen. Kultur kein Thema. Ich bin schockiert, wie links-feministische Medienschaffende und Politikerinnen die Ereignisse komplett ideologisch umdeuten und schönreden wollen. Wer kauft auch denn sowas noch ab?
    • Paul_Partisan 07.01.2016 10:23
      Highlight Highlight Auch hier wieder ein Deutungsversuch, der die Herkunft der Täter politisch ausschlachten will. Ich bin schockiert, wie rechts-populistische Kommentarschreibende und Politiker_Innen die Ereignisse komplett ideologisch umdeuten und Fremdenhass schüren wollen.
    • Paul_Partisan 07.01.2016 11:10
      Highlight Highlight Ich finde es eifach ziemlich peinlich, geht jetzt ein Aufschrei durch die Gesellschaft, weil vermutlich "Ausländer" daran beteiligt waren. Dabei ist sexuelle Gewalt nicht mit den Flüchtlingen nach Europa gekommen - sie war schon immer da. Aber wer normalerweise der Sexisumus in unserer Gesellschaft anprangert, wird als "Kommunisten/Hippie/Schwuchtel/Fotze" beschimpft... Gebt es doch zu: Gewalt gegen Frauen ist euch eigentlich scheissegal, hauptsache ihr könnt jetzt gegen Flüchtlinge hetzen!
    • Paul_Partisan 07.01.2016 11:10
      Highlight Highlight Zur Erinnerung: welche Partei macht sich in einem offiziellen Parteivideo über Frauen, die mit KO-Tropfen betäubt werden, lustig?
    Weitere Antworten anzeigen
  • URSS 07.01.2016 09:23
    Highlight Highlight Shocking !!! Nordafrikanische arabisch aussehende Männer ... Ja wie sieht den ein Nordafrikaner aus? Ein Araber?Ein Iraner sieht auch "Arabisch" aus...ist aber ein Perser!
    Ein Iraker auch, ist aber Kurde .
    Das sind Pauschale Verurteilungen. Damit möchte ich das widerwärtige Verhalten dieser Kriminellen nicht relativieren .Aber es ist schwer herauszufinden wer was wie...
  • stadtzuercher 07.01.2016 08:38
    Highlight Highlight @Rafaela Roth/Rita Steffes-enn: "Sie kamen in grossen Gruppen, zwei bis drei Männer führten die Belästigungen durch":
    Nicht Männer sondern Arschlöcher belästigen Frauen!
    Wenn wir schon verallgemeinern müssen.
    Benutzer Bild
    • Karl33 07.01.2016 09:38
      Highlight Highlight Ich finde, dieser Slogan entlarvt schön die Politische Korrektheit in diesem Fall, welche es nicht erlaubt, gewisse Tatsachen beim Namen zu nennen. Zum Beispiel, dass die Täter Ausländer waren.
    • kliby 07.01.2016 09:52
      Highlight Highlight Rendel, Männer sind heute individuell und müssen sich nicht deinen machohaften normativen Ansprüchen von 'gesunder männlicher Identität' unterwerfen. Sowas finde ich lächerlich.
    • xerxeszrh 07.01.2016 10:02
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