Huawei
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Huawei kommt nicht zur Ruhe – und macht eine Kampfansage an Android und Windows

watson liefert einen Überblick zur Newslage, nennt die brennendsten Fragen und schaut zurück auf die wichtigsten Ereignisse.



Was gibts Neues?

Was sind die brennendsten Fragen?

«Wenn sie nicht in der Lage sind, ihre eigenen ARM-basierten Chipsätze herzustellen, spielt das Betriebssystem keine Rolle.»

Neil Shah, Counterpoint Research
quelle: cnbc.com

Was bisher passierte

Eine Chronologie der wichtigsten Ereignisse im Handelskrieg der USA gegen den chinesischen Huawei-Konzern:

23. Mai 2019

Huawei verliert durch die US-Sanktionen Zugang zu Technologie aus anderen Ländern. Der japanische Elektronik-Riese Panasonic stoppt am Donnerstag die Lieferung von Bauteilen an den chinesischen Konzern und 68 Tochterfirmen.

Die drei deutschen Mobilfunkbetreiber, Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica, bieten trotz des drohenden Android-Boykotts weiterhin Huawei-Smartphones an. Auch Honor-Geräte würden weiter verkauft, berichtet golem.de.

Microsoft hat sämtliche Huawei-Produkte aus seinen amerikanischen Online-Shops entfernen lassen. Ähnlich wie Google müsste Microsoft dem China-Konzern auch den Zugang zu seiner Software versperren. Bisher hat sich Windows-Konzern aber auch hierzu nicht öffentlich geäussert.

22. Mai 2019

ARM, britischer Chip-Designer, hat seine Mitarbeiter laut BBC angewiesen, sämtliche Verträge, Support-Aktivitäten und anderweitigen Kontakte mit Huawei mit sofortiger Wirkung ruhen zu lassen. Damit droht Huawei, die Grundlagen für den Bau eigener Smartphone-Prozessoren zu verlieren.

Nach den Sanktionen der USA gegen Huawei setzen weltweit immer mehr Mobilfunkfirmen die Markteinführung neuer Smartphones des chinesischen Handykonzerns aus. Nicht so in der Schweiz: Swisscom, Salt und Sunrise planen laut eigenen Angaben noch keinen Verkaufsstopp.

21. Mai 2019

Richard Yu, Chef von Huaweis Privatkunden-Sparte, äussert sich erstmals zu den US-Sanktionen. Seinen Angaben zufolge ist neben Android auch Windows betroffen. Es sei für ihn kaum zu glauben, dass die USA in einen von ihren Sicherheitsbedenken nicht tangierten Bereich eingreifen.

Scheinbar unbeeindruckt von den US-Sanktionen präsentiert die Huawei-Tochter Honor zwei neue Android-Smartphones, das Honor 20 sowie das Honor 20 Pro.

Huawai arbeitet laut chinesischen Medienberichten an einem Ersatz-Betriebssystem, das auf Smartphones, PCs und anderen Plattformen laufen soll und mit Android-Apps kompatibel sei. Entsprechende Berichte gab es schon früher.

Das US-Handelsministerium gibt überraschend eine Lockerung bekannt. Huawei dürfe für einen Zeitraum von zunächst 90 Tagen weiterhin mit seinen bestehenden Lieferanten aus den USA interagieren. Damit seien zumindest vorläufig die wichtigen Firmware-Updates gewährleistet.

20. Mai 2019

Huawei gibt nach Bekanntwerden der US-Sanktionen eine erste offizielle Stellungnahme ab. Darin heisst es, dass alle bestehenden Android-Geräte weiterhin mit Sicherheits-Updates und Services versorgt werden sollen.

Google bestätigt offiziell, dass Huaweis Android-Lizenz suspendiert wurde. Der US-Internetkonzern sichert zu, dass Huawei-Kunden weiterhin Zugriff auf Google Play und andere Services für Android-Geräte haben werden.

Die US-Chiphersteller Qualcomm, Xilinx, Intel und Broadcomm haben laut einem Medien­bericht entschieden, vorerst keine weiteren Chips an Huawei zu liefern.

19. Mai 2019

Die Google-Mutter Alphabet hat nach Angaben aus Firmenkreisen Teile ihrer Geschäftsbeziehungen zu Huawei eingestellt, nachdem die US-Regierung den chinesischen Konzern auf eine Schwarze Liste gesetzt hat.

17. Mai 2019

Der US-Wirtschaftsminister Wilbur Ross kündigt am Donnerstag an, das der chinesische Huawei-Konzern am Freitag auf die US-Liste der gebannten Unternehmen komme. Damit wird es US-Firmen untersagt, ohne Genehmigung der US-Regierung Geschäfte mit Huawei zu tätigen.

16. Mai 2019

In China mehren sich Boykott-Aufrufe gegen Apple, wie das US-Onlinemedium «BuzzFeed News» berichtet.

US-Präsident Donald Trump räumt seiner Regierung per Dekret umfassende Möglichkeiten ein, gegen ausländische Telekom-Unternehmen vorzugehen. Es wird angenommen, dass Trump damit China und den grossen, staatsnahen Huawei-Konzern treffen will – zumal die USA gerade einen erbitterten Handelskonflikt mit der Volksrepublik austragen.

China ordnet formelle Untersuchungshaft für zwei Kanadier an, die am 10. Dezember 2019 wegen Spionagevorwürfen in Gewahrsam genommen worden waren. Ihre Festnahme wurde als Vergeltungsmassnahme für die Inhaftierung der Huawei-Managerin Meng Wanzhou in Kanada gewertet.

1. Dezember 2018

Die Huawei-Finanzchefin Meng Wanzhou wird auf Betreiben der USA bei einer Zwischenlandung im kanadischen Vancouver festgesetzt. China protestiert.

Januar 2018

Bereits Anfang 2018 sind die Huawei-Smartphones auf Geheiss der US-Regierung aus den Verkaufsregalen der US-Mobilfunkanbieter verschwunden – wegen angeblicher Sicherheitsbedenken. In den USA spielen Geräte von Huawei daher so gut wie keine Rolle mehr, da über 90 Prozent der in den USA verkauften Smartphones über Mobilfunkanbieter verkauft werden.

Ausgangslage

Huawei, einer der grössten Telekommunikationsausrüster der Welt, wird von den US-Behörden seit langer Zeit verdächtigt, seine unternehmerischen Aktivitäten zur Spionage für China zu nutzen. Beweise liegen bislang keine vor.

Huawei ist auf dem US-Markt nur wenig präsent, aber ein weltweit führender Anbieter der Infrastrukturtechnik der fünften Mobilfunk-Generation (5G), die deutlich schnellere Datenübertragungsraten bringen soll.

In den USA und in anderen Ländern sind die Chinesen wegen Sicherheitsbedenken rund um Datennetzwerke unter Druck geraten. Manche Sicherheitsexperten fordern, Huawei vom Ausbau des neuen 5G-Mobilfunknetzes komplett auszuschliessen.

Schweizer Unternehmen, allen voran die Mobilfunk-Provider Sunrise und Swisscom, wollen weiter mit Huawei kooperieren und Hardware des chinesischen Herstellers einsetzen.

Mit Material der SDA

(dsc)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Skeptischer Optimist 24.05.2019 23:31
    Highlight Highlight Der Amerikaner überhebt sich einmal mehr. Irgendwann wird er unter seinen Fehlern zerbrechen.
  • Typu 24.05.2019 20:39
    Highlight Highlight Falls es ganz hart auf hart kommen sollte, China hat nix in der Hand gegen die USA. Jegliche Produktion könnte auch ausserhalb Chinas geschehen. Einfach teurer. Der Yen ist keine Macht. Das Know how in China für die USA ersetzbar. China kann den USA nur über den Preis weh tun und dies nur auf wenige Jahre. Danach wäre China ein Riesengeschäft los da alles ausgelagert. Chinas Wirtschaftsmotor wäre aufgeschmissen. Seltene Erden? Quatsch. Die sind nicht selten. Man lässt China schürfen weils ökologisch mühsam ist. Billiger zu kaufen. Schürfen könnten viele Länder.
    • Haragius 25.05.2019 07:52
      Highlight Highlight Da wäre ich mir nicht so sicher.
      Ist China nicht der grösste Gläubiger der USA? Dachte ich zumindest ......
    • Typu 25.05.2019 09:32
      Highlight Highlight Was sollen sie schon tun? Das sind doch alles hirngespinste. China hat die welt über den preis am sack. Mehr nicht. Das kann alles umorganisiert werden. Kostet etwas, aber in ein paar jahren wär das durch. Was macht dann china mit ihren 1,3 milliarden menschen von denen ein grosser teil nicht ausgebildet ist? Viel spass dann als regierung.
  • Don Alejandro 24.05.2019 19:30
    Highlight Highlight Klassisches Eigentor der USA. China spickt pro Jahr zehtausende top ausgebildete Ingenieure auf den Markt. Huawei wird die Abhängigkeit vermindern und somit die Angriffsfläche verkleinern.
  • MaxHeiri 24.05.2019 18:29
    Highlight Highlight Nüchtern betracht kann Google, Facebook und Snapchat auf dem chinesischen Markt gar nicht agieren, da sie zensiert werden seit Jahren. Wieso regt sich darüber niemand auf?
    • arpa 24.05.2019 19:50
      Highlight Highlight Wiel es 'niemanden' vom uns betrifft vermutlich..
    • DasGlow 25.05.2019 10:20
      Highlight Highlight Warum sollte es mich belasten wenn in China Facebook geblockt ist? Ich benutze auch kein Facebook und das sogar freiwillig!
  • Haragius 24.05.2019 12:51
    Highlight Highlight Ich denke Huawei wird die richtigen Schritte finden.

    Beispiel Hardware RISC-V
    Company: Huawei
    Membership Level: Gold

    Betriebssysteme für Mobile's gäbe es genug. Maemo, MeeGo, Symbian, Tizen, SailfishOS und viele viele mehr. Gerade von MeeGo Weiterentwiklungen wie Tizen verspreche ich mir viel Potential. Das OS war zu Nokia N900 Zeiten einfach unschlagbar dank der Community. Damit konntest du Dinge anstellen, die ich bis heute bei keinem anderen MobileOS erlebt habe.
  • Kearney 24.05.2019 07:36
    Highlight Highlight Für PCs und Laptops ist das Problem nicht so gravierend. Letztlich könnte die Hardware ohne Betriebssystem ausgeliefert werden. Jeder Endanwender kann dann das selber Installieren.
    Was passiert aber wenn China als Gegenmassnahme keine "amerikanischen" Betriebssysteme mehr zulässt? Das würde ihren Zensurwünschen mächtig in die Hände spielen.🤔
    • TheOnlyZeus 24.05.2019 14:30
      Highlight Highlight Ein Grossteil der Käufer von Laptops will aber nicht selber noch ein OS installieren.
    • arpa 24.05.2019 19:52
      Highlight Highlight @Zeus
      Weiter,weiter,ok,schweiz,weiter wlan pw, ok fertig.. das ist nun kein Hindernis..
  • DerGrosseSee 24.05.2019 06:10
    Highlight Highlight Es ist doch ganz einfach... Die US-Regierung will verhindern, dass der Chinesische Riese an der USA vorbeimarschiert im technischen Kräfteringen. Also versucht sie jetzt Steine in den Weg zu legen.

    China war einmal ein Land der Ausbeutung, und mittlerweile kann es sich selbst ganz gut eigenversorgen. Das passt der US-Lobby natürlich nicht.

    Das Problem, während man kleinere Ausbeutungsstaaten mit eigenen Regimes oder Schattenregimes ausstatten kann, ist China deutlich zu gross und lässt sich nicht rumschubsen. Hier geht nur "fairer" Handel zu Konditionen, welche die Chinesen vorgeben.
  • Spina_iliaca 24.05.2019 00:04
    Highlight Highlight Chinas Zensur / Verbot der US-Softwareriesen?
    Ich weiss nicht wie China der WTO erklären will, dass sie Facebook Google und Co. nicht erlauben, aber fordern, dass man ihre Hardware nicht verbietet.
  • annego 23.05.2019 23:31
    Highlight Highlight Ich denke, sie werden ein Betriebssystem auf den Open-Source-Versionen von Android und Linux aufbauen. Android-Apps könnten weiter genutzt werden, die Entwickler müssten nur ihre App in den Huawei App Store laden. Auch Linux für die Laptops wäre ein sehr gute Option, da auch für das schon viele Programme existieren. Ein komplett neues Betriebssystem wäre schwieriger zu realisieren.
  • NotSokra 23.05.2019 23:05
    Highlight Highlight Man sollte weltweit China sanktionieren und auf alles verzichten, was von dort kommt. Ps. Geschrieben von einem Huawai-Handy aus *Hust*
  • Kommemtar 23.05.2019 22:47
    Highlight Highlight China könnte zum Beispiel Foxconn (den Produzenten von IPhones per sofort rausschmeissen. Das würde Apple im Moment ziemlich hart treffen aber langfristig kaum Wirkung zeigen.

    Passend dazu und wie ich finde sehr spannend:

    https://www.handelszeitung.ch/management/das-rechenbeispiel-fur-donald-trump

    Allgemein schaden die Sanktionen den Zulieferern viel mehr als Huawei selber.
    • The Destiny // Team Telegram 24.05.2019 06:21
      Highlight Highlight Apple hat die Produktion von iPad und Macbooks bereits nach Indonesien ausgelagert.
    • Ironiker 24.05.2019 13:10
      Highlight Highlight Apple musste auf Druck der Öffentlichkeit bessere Arbeitsbedingungen für die Arbeiter bei Foxconn durchsetzten. Dadurch konnte Foxconn nicht mehr so günstig Offerieren und die Produktion ging nach Indonesien. Fragt sich nur, was dort für Arbeitsbedingungen herrschen...
  • nick11 23.05.2019 22:42
    Highlight Highlight Das Problem wird nicht das Betriebssystem selbst sein, das lässt sich noch relativ "schnell" entwicklen, das Problem werden eher die Apps sein. Solange es die üblichen Apps nicht gibt, wird keiner das neue OS wollen, solange es nicht genügend Nutzer gibt, werden viele keien Apps dafür entwickeln. Ausser es wird kompatibel zu Android apps, wobei da dann Lizentechnische Probleme absehbar sind.
    • Julian Roechelt 23.05.2019 23:31
      Highlight Highlight Ich hoffe auf eine bessere Architektur als bei Android. Applikationen für Android zu schreiben macht keinen Spass.
    • Supermonkey 23.05.2019 23:48
      Highlight Highlight Die Chinesen haben ihre eigenen Apps, niemand benutzt dort Whatsapp oder Facebook. Aber alles staatlich kontrolliert und überwacht. Sollten sich die chinesischen Systeme und Apps weltweit verbreiten (Ali sei dank), haben wir ein anderes Problem...
    • Tobias W. 24.05.2019 08:49
      Highlight Highlight @Supermonkey: ganz genau. Und jetzt dürfen Sie drei mal raten, warum in China keiner Facebook verwendet....
    Weitere Antworten anzeigen
  • Tobias W. 23.05.2019 22:03
    Highlight Highlight Ich sehe ziemlich schwarz für Huawei. Selbst mehrere Jahre würden nicht reichen, um ein Betriebssystem wie iOS oder Android zu ersetzen. Man bedenke die Millionen von Apps von Dritt-Entwicklern. Und dafür soll dann jemand 600-1000 Franken ausgeben? Wohl kaum...

    Ich finde diesen Schritt von den USA übertrieben. Huawei und die ganze Chinesische „Politik“, deren Spionage und Grossmacht-Ambitionen finde ich zwar äusserst bedenklich. Aber das Verhalten der USA zeigt eindrücklich, was es bedeutet, wenn man zu sehr von den USA abhängig ist... Vertrauen kann man denen auch nicht.
    • MARC AUREL 24.05.2019 06:15
      Highlight Highlight Es wurde mal langsam Zeit, dass jemanden China zeigt, dass es so nicht weiter geht! Ohne Druck erlaubt sich China alles! Und es wird viel schlimmer wenn alle nur zuschauen. Nur scheint es allen hier egal zu sein!
    • Astrogator 24.05.2019 09:09
      Highlight Highlight @Marc Aurel: Wieso sollte uns an China stören was uns an den USA egal ist?

      Im Gegenteil, die USA als Kriegstreiber dürfen gerne ein wenig an Macht verlieren. Ein Garant für Demokratie sind die auch nicht wenn man sich die Liste unterstützter Regimes und Diktatoren ansieht.
    • MARC AUREL 24.05.2019 10:02
      Highlight Highlight Und wir Schweizer? Nazigold, Diktatoren usw.... unterstützen wir gerne wenn es um das liebe Geld geht, da sind wir Schweizer sehr weit vorne anzutreffen!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mova 23.05.2019 21:50
    Highlight Highlight Auf den Notebooks können die Chinesen mehr Linux einsetzen.
  • Lacaduc 23.05.2019 21:20
    Highlight Highlight Nimmt mich wunder was xiaomi angelastet wird, vielleicht Giftgas, oder Nuklearwaffen? Vielleicht erfindet aber die USA etwas neues. Lassen wir uns überraschen.
    • NurEineMeinung 24.05.2019 08:17
      Highlight Highlight ... oder vielleicht haben nicht-chinesische Firmen keinen freien Marktzutritt im grossen chinesischen Markt (frei im Sinne von unabhängig, ohne Beteiligung des chinesischen Staats, der so ans Know-how dieser Firmen kommt) und an Huawei wird ein Exempel statuiert.
  • John H. 23.05.2019 21:17
    Highlight Highlight In der IT war es jahrelang doch so: Wenn du Cisco und Microsoft implementierst/bestellst, hast du keine Probleme mit deinen Vorgesetzten. Das hat in den letzten Jahren aus Kostengründen teilweise geändert, über Sicherheit hat sich da niemand viele Gedanken gemacht, obwohl die Backdoors seitens der oben genannten Firmen bekannt und längstens belegt waren, DASSINDJADIEGUTEN.
    Nur für's Protokoll: die Chinesen sind auch nicht DIEGUTEN.
    Ob jetzt die Europärer DIEGUTEN sind - ich wage es zu bezweifeln.
    • Ueli der Knecht 23.05.2019 22:10
      Highlight Highlight Man muss trotzdem anerkennend zur Kenntnis nehmen, dass bei Huawei (und anderen chinesischen Firmen) bisher noch nie solche Backdoors nachgewiesen wurde, obwohl fieberhaft danach gesucht wurde und noch wird.

      Das heisst:

      --> Entweder die Chinesen sind ehrliche und integere Software-Entwickler, die tatsächlich keine Backdoors einbauen.

      --> Oder die Chinesen bauen genau so wie die Amis und alle anderen auch ihre Backdoors ein (weil es ist normal, dass man seiner heimischen Regierung hilft), aber sie machen es besser und geschickter als alle anderen, weil sie technologisch besser drauf sind.
    • The Destiny // Team Telegram 24.05.2019 06:25
      Highlight Highlight @Ueli, quatsch, viele Budget-Phones aus China sind mit Malware verseucht.
    • Statler 24.05.2019 10:50
      Highlight Highlight @Destiny: Malware ist aber keine Backdoor.
      Malware holst Du Dir mit einer App auf Dein Handy (oder auf Deinen PC).
      Backdoors sind vorinstallierte «Hintertüren» die nicht nur auf Handys sondern auch und vor allem in Routern und anderen Netzwerk-Geräten drin sind.
    Weitere Antworten anzeigen
  • MrJS 23.05.2019 21:04
    Highlight Highlight Mit der Entwicklung dieses Betriebssystems wird Huawei nur gewinnen. Man stelle sich vor, 1.3 Milliarden Menschen werden dieses nutzen. Die App-Entwickler werden jedenfalls auf diesen Zug aufspringen.
    • Gipfeligeist 23.05.2019 21:33
      Highlight Highlight Ich glaube (hoffe!), dass alle Android Apps auch via Huawei laufen werden. Ich glaube nicht, dass Entwickler ein drittes Betriebssystem akzeptieren werden. Am Ende würde der Nutzer verlieren
    • Zinni 23.05.2019 22:30
      Highlight Highlight Android oder iOS... Massig Auswahl. Ich würde es begrüssen, wenn wir mehr Auswahl hätten. Denn irgendwie ist alles das selbe. Aber so richtig deftig eingeschlagen hat bei mir noch kein mobiles Betriebssystem. Ich hoffe, dass die Chinesen es jetzt hinkriegen. Ich würde es ihnen gönnen.

      Und spionieren und unfair kämpfen tun eh alle in diesem Bereich. Aber dass EIN mann (Trump) seine Macht so gezielt gegen einen Konzern einsetzt, und das ohne Beweise vorzulegen, ist zumindest für mich mal was Neues.
    • sunshineZH 23.05.2019 22:45
      Highlight Highlight Denke ich nicht, haben schon viele versucht (Microsoft, Samsung etc.) und sind gescheitert...
  • John H. 23.05.2019 21:03
    Highlight Highlight Es geht nicht wirklich um Smartphones oder Computer und deren Betriebssystem, es geht um die Netzwerkinfrastruktur. Dass dabei auf allen Ebenen gekämpft wird, ist im momentan herrschenden Wettbewerbssystem eingebaut.
    Alles andere ist Ablenkung.
  • salamandino 23.05.2019 20:35
    Highlight Highlight Das neue Betriebssystem welches Google und Android Konkurrenz machen könnte wäre Elastos.

    Ein dezentrales Blockchainprojekt welche folgende Punkte priorisieren:
    Sicherheit, Dezentralität und Transparenz.

    www.elastos.org
    www.cyberrepublic.org

    • Ueli der Knecht 23.05.2019 22:21
      Highlight Highlight Das ist leider alles noch ziemlich im Baby-Alter, sprich noch lange nicht ausgereift, geschweige denn alltagstauglich. Aber auf alle Fälle sind diese Projekte sehr vielversprechend, und die dabei gewonnenen Erfahrungen äusserst wertvoll.

      Ich meine, in Zukunft werden solche smart-contract-basierte Betriebssysteme tatsächlich zum allgemeinen Standard werden. Bis dann wird man Blockchain nur noch als altmodisches Relikt in Erinnerung haben. Distributed Ledger, zB. mit einem Directed Acyclic Graph oder andere Techniken werden Blockchain über kurz oder lang ersetzen (weil effizienter).
  • Restless Lex 23.05.2019 20:28
    Highlight Highlight An die Experten der Runde, könnte Huawei nicht einfach ein auf LINUX basierendes Betriebssystem auf ihre LapTops laden? Da diese OpenSource sind dürften sie eigentlich keinem Embargo unterliegen und jeder Nutzer kann nach dem Kauf selber entscheiden, wenn er sich Win10 auf den PC laden möchte. Müsste es halt kaufen oder bereits besitzen.
    • 45rpm 23.05.2019 22:53
      Highlight Highlight Natürlich könnte Huawei das. Bei den anderen PC Herstellern kann der Kunde auch explizit ein Linux ordern, statt Windows.
      Die Frage ist eher, ob es auch genügend Kunden gibt, die das wollen.

      So oder so, wegen Linux können die USA wenig ausrichten, auch wenn da Amerikaner daran beteiligt sind. Es fehlt eine Institution, die man wirtschaftlich und politisch unter Druck setzen könnte.
  • Scaros_2 23.05.2019 20:23
    Highlight Highlight Habt ihr euch auch schon einmal Gedanken darüber gemacht, was China machen könnte und wie das auf die USA sich auswirkt und auch gesamt wirtschaftlich auf globaler ebene?
    • TanookiStormtrooper 23.05.2019 20:39
      Highlight Highlight Zur Herstellung von Computerkomponenten (von Akkus bis Antennen) sind die Amis auf seltene Erden angewiesen. Weltweit fördert China 70% davon und momentan beziehen die USA 80% ihres Bedarfs aus China.
      Da könnte die amerikanische Techindustrie ganz schön ins schleudern kommen, wenn sie diese nicht mehr bekommen oder die Preise steigen.
      Xi Jinping war diese Woche demonstrativ in einer Mine, die eben diese Metalle und Erden fördert, ein ziemlich deutliches Signal.
    • Hierundjetzt 23.05.2019 21:04
      Highlight Highlight Wenn China etwas „machen“ könnte, dann hätten Sie dies bereits im Vorfeld getan....
    • bad robot 23.05.2019 21:10
      Highlight Highlight Wäre gar nicht mal so schlecht, wenn die technologische Entwicklung eine Pause von ein paar Jahren einlegen würde.
    Weitere Antworten anzeigen
  • red 23.05.2019 20:15
    Highlight Highlight Ich finde das Ganze brandgefährlich.
    Nahezu jede Industrie dieser Welt ist in der Wertschöpfungskette auf Rohstoffe oder Teile angewiesen, die nur noch in China produziert/gewonnen werden. Von Ausgangsstoffen für Arzneimittel und Chemie, Computerchips, Elektronikteile im allgemeinen usw.
    Der wohl sehr ungebildete und betriebsblinde Trump ist sich nicht mal bewusst, dass die Chinesen als Gegenmaßnahmen nahezu die kompletten Wertschöpfungsketten der Westlichen Welt nachhaltig stören oder gar zerstören können.
    Da steht viel mehr auf dem Spiel als nur ein paar Handys und PC‘s.
    • Kong 23.05.2019 22:08
      Highlight Highlight was wir als Leser nicht abschätzen können, ist wie weit im Hintergrund schon weiterverhandelt wurde und was wirklich gespielt wird. die haben ja auf beiden Seiten genug kluge Köpfe, das die nicht zum Letzten gehen werden. Ich wäre nicht überrascht, wenn in 3-4 Wochen alles beigelegt wäre, im Endeffekt wollen USA & China Business machen... soweit meine Hoffnung. Aber zumindest im Konsumgüterbereich wäre ein Umdenken nicht schlecht (weniger ist mehr)?
    • Typu 23.05.2019 22:08
      Highlight Highlight Sehe ich anders. China hat sich als Produktions-Powerhouse aufgestellt. Ist quasi Ihre Hauptkompetenz. Gefährden sie diese, wird das China um Jahre zurückwerfen. Produktion in andere Länder verlagern ist nicht schmerzfrei, aber definitiv machbar und ist bereits im Gange.
    • Rainbow Pony 23.05.2019 22:44
      Highlight Highlight Ganz so einfach ist es nicht: in der Theorie könnte China natürlich aufhören, Produktionsgüter in den Westen zu liefern und die Staaten, die Sanktionen umgesetzt haben, erpressen. In der Praxis ist das natürlich mit enormen Kosten verbunden, die auch (oder vielleicht sogar vor allem?!) China nicht tragen will (oder vielleicht kann). Die gesamte Chinesische Volkswirtschaft baut - wie die westliche - auf einer enormen Verschuldung von Unternehmen und v.a. privaten. Ein, auch nur teilweiser, Stopp würde diesen Kreislauf unweigerlich unterbrechen. Es ist anzunehmen, dass China das nicht will.
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