Europa
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa06040743 (FILE) - Forensic experts investigate a truck in which refugees were found dead as it stands on freeway autobahn A4 between Parndorf and Neusiedl, Austria, 27 August 2015 (reissued 21 June 2017). A trial against 11 defendants charged with involvement in the death of 71 migrants who suffocated in a refrigerated lorry which passed through Hungary and was discovered near Parndorf, Austria in 2015 started at the tribunal in Kecskemet, Hungary. Prosecutors are seeking life sentences in the case of four suspects and fixed-term imprisonment and expulsion from Hungary in the case of seven.  EPA/HANS PUNZ  AUSTRIA OUT *** Local Caption *** 52149340

In diesem Kühllaster starben im Jahr 2015 71 Flüchtlinge. Bild: EPA/APA

Prozess in Ungarn: Tote im Kühllaster erstickten nach drei Stunden

21.11.17, 15:16 21.11.17, 15:35


Die 71 Flüchtlinge, deren Leichen im August 2015 in einem Kühllaster in Österreich gefunden wurden, starben nach spätestens drei Stunden im unbelüfteten und verschlossenen Laderaum des Fahrzeugs.

Dies bestätigte ein medizinischer Sachverständiger am Dienstag vor dem Gericht in Kecskemet (Südungarn). Dort läuft seit Juni der Strafprozess gegen die mutmasslichen Schuldigen an der Tragödie, die damals weltweit grosse Erschütterung auslöste.

Der Sachverständige stützte seine Aussage auf die Ergebnisse der gerichtsmedizinischen Untersuchungen. «Der Erstickungstod der Menschen im LKW war ein besonders qualvoller», hält sein Gutachten fest.

FILE - In this June 21, 2017 file photo defendants stand in the courtroom at the beginning of the trial against eleven defendants charged with involvement in the death of 71 migrants who suffocated in a refrigerated truck which passed through Hungary and was discovered in Austria, near Parndorf, in 2015 at the tribunal in Kecskemet, 85 kms southeast of Budapest, Hungary. Prosecutors say an Afghan man and two Bulgarian men were part of the same trafficking organization involved in the 2015 case. (Sandor Ujvari/MTI via AP, file)

Die Angeklagten vor dem Gericht in Ungarn.  Bild: AP/MTI

Der Kühllaster war von Morahalom im Süden Ungarns abgefahren. Schon nach anderthalb Stunden war die Sauerstoffkonzentration im Laderaum dermassen abgesunken, dass die Menschen an Kopfweh und Atemnot zu leiden begannen. Nach knapp drei Stunden kam es bei ihnen zur Lähmung der Atmungsorgane und damit zum Eintritt des Todes.

Die Flüchtlinge starben demnach noch auf ungarischem Gebiet. Der Fahrer hatte den LKW in einer Pannenbucht der Autobahn A4 nahe dem Ort Parndorf in Österreich abgestellt. Anschliessend flüchtete er in einem Begleitfahrzeug.

Die meisten Mitglieder der aus Afghanen und Bulgaren bestehenden Bande waren kurz nach der Auffindung des LKWs in Ungarn verhaftet worden. Vier von ihnen sind des Mordes angeklagt, elf weitere verschiedener Schlepperdelikte. Die Urteile werden im nächsten Jahr erwartet. (sda/dpa)

Sayed verlor vor drei Jahren seine Familie auf der Flucht

Video: srf

Das könnte dich auch interessieren:

Migros und Coop sind im Fitnessfieber – und die kleinen Studios leiden

So will eine deutsche Architektin das Meer von Plastik-Müll befreien

1 Hanfsamen provoziert ein Gerichtsverfahren – eine Amtsschimmel-Komödie in 3 Akten

Wenn ich noch einen alten Kerl mit einer jungen Frau vögeln sehe ...

«Die Frage ist nur noch: Wann haben wir die Schmerzgrenze erreicht?»

So (böse) freuen sich Eltern, dass die Kinder wieder in die Schule müssen

In Liverpool muss Schnäppchen-Shaqiri beweisen, dass er der Königstransfer ist

Blutgräfin Báthory, die ungarische Serienmörderin

Aufgepasst, Männer! So vermeidet ihr «mansplaining»

Ronaldo verzückt die neuen Teamkollegen: «Es ist gar nicht möglich, mit ihm mitzuhalten»

Bauern wie zu Gotthelfs Zeiten? Per Initiative ins landwirtschaftliche Idyll

Nach Rausschmiss von «Guardians of the Galaxy»-Regisseur: Darsteller droht Disney

Blochers Zeitungsimperium druckt seinen eigenen Artikel gegen «fremde Richter»

Hipster-Bärte bedrohen die Rasierklingen-Industrie

Wie die Migros das Label-Chaos beseitigen will – und dafür kritisiert wird

So viel Geld macht Ferrari pro Auto – und so viel legt Tesla drauf

Die Erde ist bei Google Maps keine flache Scheibe mehr – das ist wichtiger, als du denkst

18 lustige Fails, die dich alles um dich herum vergessen lassen

Scheidungen sind out – und das hat seine Gründe

«Ich habe keine devote Ausstrahlung»: Tonia Maria Zindel über MeToo, Tod und Rätoromanisch

Wie das Geschwür am Hintern des Sonnenkönigs zum Trend wurde

Das sagt Osama Bin Ladens Mutter über ihren Sohn, den Terrorfürsten

Sie waren vor 10 Jahren unsere grössten Hoffnungen – das wurde aus ihnen

Die 8 grössten Kraftwerke zeigen das riesige Potential von erneuerbaren Energien

7 Mehrtageswanderungen, die sich richtig lohnen 

präsentiert von

Endlich «Weltklasse»: Wie Schalkes Max Meyer bei Crystal Palace statt Barça landete

Bruthitze und Megadürre –  Die Katastrophe von 1540 war schlimmer als der Hitzesommer 2003

Die Frau, die weltbekannt wurde, ohne es zu wissen

Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Daily Newsletter

0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Sommaruga kritisiert EU-Deal: «Keine Migrationskrise, sondern eine politische Krise»

Die Staats- und Regierungschefs der EU haben sich unter dem Eindruck der Regierungskrise in Deutschland für neue Massnahmen in der Flüchtlingspolitik ausgesprochen – unter anderem für Auffanglager für Bootsflüchtlinge. Justizministerin Simonetta Sommaruga (SP) begrüsst zwar die Absage an «nationale Alleingänge», aber äussert zwischen den Zeilen deutliche Kritik.

Stärkung der EU-Grenzschutzagentur Frontex, sogenannnte Anlandezentren für Flüchtlinge in den nordafrikanischen Transitländern, geschlossene Auffangzentren für Bootsflüchtlinge in den EU-Mittelmeerstaaten: Die in der Nacht auf Freitag getroffenen Beschlüsse des EU-Gipfels bedeuten eine weitere Verschärfung in der Flüchtlingspolitik der Europäischen Union.

Unter dem Druck von konservativen und nationalistischen Regierungschefs wie dem Österreicher Sebastian Kurz oder dem Ungarn Viktor …

Artikel lesen