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Mindestens 62 Menschen bei Tsunami in Indonesien getötet



Bei einer Tsunami-Katastrophe an Indonesiens Küste sind nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde mindestens 62 Menschen ums Leben gekommen und 584 verletzt worden. 20 weitere Menschen gelten als vermisst, wie die Katastrophenschutzbehörde am Sonntag mitteilte.

Die Opferzahlen dürften demnach noch steigen, weil aus der Region noch keine umfassenden Informationen vorlagen. Getroffen wurden Küstenstriche zu beiden Seiten der als Sundastrasse bekannten Meerenge, die die beiden Inseln Sumatra und Java trennt. Darunter seien auch die Strände in Pandeglang, Serang und Süd-Lampung.

Dutzende Gebäude wurden den Angaben zufolge zerstört. Die Flutwellen trafen im Süden Sumatras und im Westen Javas an Land, ohne dass die Menschen dort vorab gewarnt worden wären, wie ein Behördensprecher sagte. Die Katastrophenschutzbehörde veröffentlichte Videoaufnahmen im Internet; sie zeigen Menschen, die in Panik auf höher gelegenes Gelände fliehen. Bilder aus der Region zeigen die Folgen des Tsunamis mit überfluteten Strassen und einem umgekippten Auto.

Hunderte Häuser zerstört

Einige der am heftigsten getroffenen Gegenden befinden sich in Banten, wo es viele Strandunterkünfte für Touristen gibt. Angesichts der Feriensaison dürfte dort Hochbetrieb geherrscht haben. Dem Sprecher der Katastrophenschutzbehörde, Sutopo Purwo Nugroho, zufolge wurden mindestens 430 Häuser, neun Hotelanlagen, zehn Schiffe und Dutzende Autos beschädigt. Schwere Tsunami-Schäden wurden unter anderem vom Urlauberstrand Carita gemeldet.

Laut der Indonesischen Agentur für Geophysik war die Ursache vermutlich ein Ausbruch des in der Sundastrasse liegenden Vulkans Anak Krakatau, der wiederum einen Unterwasser-Erdrutsch zur Folge hatte. Demnach ereignete sich die Eruption am Samstagabend um 21.03 Uhr (Ortszeit), 24 Minuten später sei der Tsunami dann auf Land getroffen.

Der Fluteffekt könnte durch den Neumond noch verstärkt worden sein, vermuteten die Behörden. «Diese Kombination könnte einen plötzlichen Tsunami ausgelöst haben», sagte Behörden-Sprecher Sutopo Purwo Nugroho. Die genauen Ursachen müssten aber noch bestätigt werden.

2200 Tote im September

Der Inselstaat Indonesien wird immer wieder von katastrophalen Tsunami-Flutwellen heimgesucht. Diese entstehen in der Regel durch Erdbeben unter dem Meeresboden. Dass sie durch Vulkanausbrüche und Erdrutsche ausgelöst werden, ist eher selten.

Erst Ende September hatte ein Beben der Stärke 7.4 die bei Feriengästen beliebte indonesische Insel Sulawesi erschüttert. Die Region um die Stadt Palu wurde kurz darauf von einem Tsunami getroffen. Bei bis zu elf Meter hohen Wellen reichte das Wasser bis zu einem halben Kilometer ins Landesinnere. Mehr als 2200 Menschen kamen ums Leben, Tausende wurden verletzt.

Mancherorts verflüssigte sich der sandige Boden und verschluckte ganze Strassenzüge und Dörfer. Über 200'000 Menschen verloren ihr Zuhause. Es entstand Sachschaden in Milliardenhöhe. Damals machte sich unter vielen Indonesiern Verbitterung breit über die aus ihrer Sicht zu langsame Reaktion der indonesischen Behörden auf die Katastrophe.

Aktivste Zone der Erde

Noch schlimmere Folgen hatte der Tsunami vom 26. Dezember 2004, der neben Indonesien zwölf weitere Länder im Indischen Ozean traf. Infolge der Riesenwelle kamen damals schätzungsweise 230'000 Menschen ums Leben.

Indonesien liegt auf dem Pazifischen Feuerring, der geologisch aktivsten Zone der Erde. Erdbeben und auch Vulkanausbrüche sind dort keine Seltenheit. Der Inselstaat hat so viele aktive Vulkane wie kein anderes Land der Welt.

Der aktuelle Tsunami ging von der Vulkaninsel Anak Krakatoa aus, die erst im Jahr 1883 durch eine verheerende Vulkaneruption entstanden war. Bei dem Ausbruch starben damals 36'000 Menschen, eine 20 Kilometer hohe Aschewolke verdunkelte die gesamte Region. (sda/reu/afp/dpa/apa/ap)

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