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«Es ist wie bei uns an der Fasnacht: Wer keine Maske trägt, wird komisch angeschaut»: watson-Reporter Nico mit Freundin Tania auf Stadtbummel in Livorno. bild. watson

«Es hat nie einen besseren Zeitpunkt gegeben, in Italien Ferien zu machen»

Endlich wieder am Meer chillen: Kaum haben die Grenzen geöffnet, ist watson-Reporter Nico in die Toskana-Ferien gefahren. Er erzählt, warum die Italiener trotz Corona unglaublich glücklich sind und weshalb es nie einen besseren Zeitpunkt gegeben hat, nach «Bella Italia» zu reisen.



Ich gebe es zu. Irgendwann war die Sehnsucht nach dem Meer einfach grösser als die Vernunft. Zusammen mit meiner Freundin Tania bin ich gleich am ersten Tag der Grenzöffnung vom Tessin in die Toskana gebrettert. Nun liege ich am «White Beach» nahe Livorno und nippe an meinem Negroni. Es ist unglaublich toll. Am Spiagga merkt man von Corona überhaupt nichts. Sogar die Strandverkäufer sind bereits zurück. Abstand zu halten ist überhaupt kein Problem, denn es hat noch nicht viele Leute. Und wisst ihr, die Italiener nehmen es etwas lockerer: Es gilt hier generell eine Ein-Meter-Abstandsregel, nicht zwei Meter wie in der Schweiz.

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Von Corona keine Spur: der «White Beach» nahe Livorno. bild: watson

Egal wohin man geht, die Italos haben unglaublich Freude, wenn sie Touristen antreffen. Im Restaurant können es die Mitarbeitenden kaum fassen, wenn sie Deutsch sprechende Leute antreffen. Ein Tischnachbar wollte als Beweis sogar unser Nummernschild anschauen. Die Italiener versprühen einfach eine unglaubliche Lebensfreude. Kein Wunder. Die waren fast drei Monate lang in ihren kleinen Wohnungen eingesperrt und haben natürlich jetzt selbst wieder richtig Bock, das Leben in vollen Zügen zu geniessen. Dazu gehört natürlich auch der Espresso oder das Birra in der Café-Bar.

«Es ist wie bei uns an der Fasnacht: Wer keine Maske trägt, wird komisch angeschaut.»

Nichtsdestotrotz ist das Coronavirus in Italien immer noch präsent. Die Leute wirken vorsichtig, aber sehr happy. In den Städten tragen eigentlich alle Menschen eine Maske oder haben zumindest einen Mundschutz mit dabei. Es ist wie bei uns an der Fasnacht: Wer keine Maske trägt, wird komisch angeschaut. Und ohne Maske kommst du in keinen Laden hinein. An das müssen sich auch die Schweizerinnen und Schweizer gewöhnen. Kurz nach dem Grenzübergang versuchte ein Schweizer, ohne Maske einen Tankstellenshop zu betreten. Er wurde sofort hinausgeworfen.

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Probieren geht über studieren: Nico beim Winetasting in Bolgheri. bild: watson

Kein Overtourism, kein Anstehen: Ich denke, es hat nie einen besseren Zeitpunkt gegeben, nach «Bella Italia» zu reisen. Denn normalerweise treten sich in bekannten Orten Amerikaner, Chinesen oder Schweizer auf den Schuhen herum. Jetzt sind wir (noch) fast alleine. Bald fahren wir nach Florenz. Dort kannst du jetzt Museen besuchen, ohne stundenlang Schlange zu stehen. Überall kannst du ohne Probleme in einem hippen Resti speisen, wo du sonst Wochen zuvor reservieren musst. Die Hotels sind ebenfalls extrem günstig. Selbst in Viersternehäusern kannst du für einen Spottpreis übernachten.

«Kein Anstehen, kein Overtourism: Es hat wohl nie einen besseren Zeitpunkt gegeben, nach ‹Bella Italia› zu reisen.»

Am besten überzeugt ihr euch selbst, wie toll Italien nach dem Corona-Horror wirklich ist. Ich gehe jetzt an ein Wine-Tasting, denn mittlerweile sind auch hier Wolken aufgezogen. Arrivederci!

(Aufgezeichnet: amü)

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