DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Urteil gegen Freddy Nock: Staatsanwalt und Verteidigung melden Berufung an

23.12.2019, 10:1323.12.2019, 11:13
Der Staatsanwalt will eine höhere Strafe für Freddy Nock
Der Staatsanwalt will eine höhere Strafe für Freddy Nock
Bild: KEYSTONE

Die Staatsanwaltschaft Zofingen AG und die Verteidigung haben zur erstinstanzlichen Verurteilung des Hochseilartisten Freddy Nock Berufung angemeldet. Die Staatsanwaltschaft hatte vor Bezirksgericht eine höhere Strafe gefordert, der Verteidiger einen Freispruch.

Die Anmeldung der Berufung bedeute, dass die Staatsanwaltschaft erst nach Vorliegen des schriftlich begründeten Urteils entscheide, ob sie Berufung einlegen werde. Das teilte die Oberstaatsanwaltschaft Aargau am Montag mit. Der Verteidiger gab auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA bekannt, man habe ebenfalls Berufung angemeldet.

Das Bezirksgericht Zofingen hatte den 55-jährigen Nock am 11. Dezember wegen versuchter vorsätzlicher Tötung seiner Ehefrau zu einer teilbedingten Freiheitsstrafe von zweieinhalb Jahren verurteilt.

Unbestrittene Streitigkeiten

Der Staatsanwalt hatte eine Freiheitsstrafe von siebeneinhalb Jahren gefordert. Es sei wiederholt zu massiver Gewalt gekommen. Die Staatsanwaltschaft hatte Nock auch wegen der mehrfachen Gefährdung des Lebens und der mehrfachen versuchten schweren Körperverletzung angeklagt.

Der Verteidiger plädierte auf Freispruch. Die Sachverhalte seien nicht belegt. Der Tötungsvorsatz sei eine Erfindung der Staatsanwaltschaft. Es sei jedoch richtig, dass die Streitigkeiten jeweils hässlich ausgetragen worden seien.

Sich tot gestellt

Nock hatte gemäss Urteil versucht, seine Frau im März 2013 mit einem Kissen zu ersticken. Er habe die Frau aufs Bett geworfen und das Kissen mit beiden Händen auf den Kopf der Frau gedrückt, hielt die Gerichtspräsidentin fest. Diese habe sich leblos gestellt, daher sei nichts Schlimmeres geschehen.

Nock war vergangene Woche acht Tage nach seiner Verurteilung aus der Sicherheitshaft entlassen worden. Die Beschwerdekammer des Aargauer Obergerichts hatte die entsprechende Beschwerde von Nock gutgeheissen. Sie schätzte die Flucht- und Wiederholungsgefahr anders ein als das Bezirksgericht Zofingen. (aeg/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Kabel-Unfall bei Ski-WM St.Moritz: Ex-Flugstaffel-Chef steht vor Gericht

Das Militärgericht 2 in Aarau befasst sich am heutigen Donnerstag mit einem spektakulären, aber glimpflich verlaufenen Unfall einer Kunstflugstaffel im Februar 2017 in St. Moritz. Zu verantworten hat sich der damalige Leiter des PC-7-Teams.

Der Unfall ereignete sich am 17. Februar 2017 im Rahmen der Ski-WM in St. Moritz. Zu diesem Anlass hatte das Fernsehen SRF eine Seilbahnkamera eingerichtet. Zwei Seile führten sie parallel zur Rennstrecke.

Als Attraktion war eine Kunstflugvorführung …

Artikel lesen
Link zum Artikel