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Köppels Coup: Inlandchef der «NZZ» wechselt zur «Weltwoche»



Von der Falkenstrasse an die Förrlibuckstrasse: René Zeller verlässt die «NZZ» und heuert bei der «Weltwoche» an. Der 53-Jährige wird die Zeitschrift von SVP-Nationalrat Roger Köppel als Leiter der Bundespolitik und Mitglied der Chefredaktion verstärken.

Rene Zeller

René Zeller wird im Verlaufe des Jahres zur «Weltwoche» wechseln. nzz/impressum

Zeller, Inlandchef und stellvertretender Chefredaktor der «NZZ», will eine neue berufliche Herausforderung annehmen: «Die Weltwoche gehört zu den wichtigsten publizistischen Stimmen der Schweiz», wird er in einer Medienmitteilung der «Weltwoche» vom Mittwoch zitiert.

Die Zeitschrift recherchiere hartnäckig und räume namentlich der Auseinandersetzung mit innenpolitischen Fragen grossen Stellenwert ein, wird Zeller weiter zitiert. Sie vertrete ein unternehmerisches, freiheitliches Weltbild und hinterfrage Parteien und Politiker jeder Couleur. «Dies entspricht meinem Credo als liberaler, parteipolitisch unabhängiger Journalist.»

Klarer bürgerlicher Kompass

«Weltwoche»-Chefredaktor und -Verleger Roger Köppel bezeichnet Zeller als «einen der besten Inlandjournalisten der Schweiz». Er verfüge über einen «klaren bürgerlichen Kompass», sei aber auch kritisch gegenüber Vertretern aller bürgerlichen Parteien.

Die «NZZ» bedauert in ihrer Mitteilung den Abgang ihres Inlandchefs: «René Zeller hat sich hervorgetan als zupackender Journalist, der hartnäckig recherchiert und pointiert kommentiert», wird Chefredaktor Eric Gujer zitiert.

Der SVP-Politiker Roger Koeppel spricht anlaesslich der ordentlichen Generalversammlung der Sika AG vom Dienstag, 12. April 2016, in der Waldmannhalle in Baar. Sika-Erbe und Verwaltungsrat Urs Burkard verteidigte an der Generalversammlung vom Dienstag erneut die Absicht der Familie, die Kontrollmehrheit an Sika an den franzoesischen Baukonzern Saint-Gobain zu verkaufen. Unterstuetzung erhielt er von den SVP-Nationalraeten Roger Koeppel und Hans-Ueli Vogt. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

SVP-Nationalrat und «Weltwoche»-Chef Roger Köppel. Bild: KEYSTONE

Der Wechsel wird «im Laufe des Jahres» erfolgen, heisst es bei der «NZZ». Der genaue Zeitpunkt sei noch Gegenstand von Gesprächen. Wer Zellers Nachfolger wird, steht noch nicht fest.

Erster Inlandchef der «NZZ am Sonntag»

Für die «NZZ» war Zeller insgesamt während 24 Jahren in unterschiedlichen Positionen tätig. Nach einem Volontariat begann er seine journalistische Karriere im Ressort Zürich. 1994 wechselte er in die Inlandredaktion, 1999 übernahm er die Leitung der Bundeshausredaktion.

Der Historiker, der mit einer Dissertation zur inneren Sicherheit der Schweiz promovierte, gehörte zum Gründungsteam der «NZZ am Sonntag» und war deren erster Inlandchef.

2004 verliess Zeller die Zürcher Falkenstrasse, um beim Schweizer Fernsehen für kurze Zeit die Leitung der Bundeshausredaktion zu übernehmen. Nach vier Monaten sprang er ab und wurde Kommunikationsberater. 2008 kehrte er als Nachrichtenchef zur «NZZ» zurück, 2009 wurde er Inlandchef und stellvertretender Chefredaktor. (leo/sda)

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