Luftfahrt
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Maschine von Ryanair landet in Rumänien statt Griechenland – zum Ärger der Passagiere



Die Passagiere des Ryanair-Flugs FR8582 ahnten nach dem Start im britischen Stansted nicht, welche Odyssee auf sie zukommen wird. Die Boeing 737 hätte eigentlich um 22 Uhr in Thessaloniki landen sollen. Doch stattdessen fanden sich die fast 200 Passagiere viele Stunden später in Rumänien wieder, wie der «Stern» berichtet.  

Das kam so: Als sich die Maschine über Mazedonien befand, sammelte sich über dem Flughafen in Thessaloniki dichter Nebel. Dieser veranlasste den Ryanair-Piloten zum Kurswechsel. Knapp 200 Kilometer vor dem Ziel, änderte die Maschine die Flugrichtung. 

Anstatt in der mazedonischen Hauptstadt Skopje zu landen, wo der nächstgelegene Flughafen gewesen wäre, flog der Pilot weiter bis nach Timisoara in Rumänien – das 800 Kilometer von Thessaloniki entfernt lieg. 

Gemäss den Passagieren kümmerte sich Ryanair nach der Landung in Rumänien herzlich wenig um den Weitertransport. Nach Angaben der gestrandeten Passagiere habe man ihnen nur eine einzige Möglichkeit angeboten: eine 18-stündige Busfahrt, die auch noch von einem einzigen Busfahrer durchgeführt werden sollte.

In sozialen Netzwerken machten die Menschen ihrer Empörung Luft. «Meine Eltern und 200 andere Passagiere sind aufgrund des Wetters am Flughafen Timisoara gestrandet. Niemand ist in Sicht und niemand geht ans Telefon. Babys und ältere Menschen müssen die Nacht in der Kälte verbringen», twitterte ein Angehöriger.

Warum Ryanair in Timisoara gelandet ist und nicht in den näher gelegenen Städten Sofia oder Skopje liegt auf der Hand: Die Airline hat eine Basis in der rumänischen Stadt. Und sie verstiess auch nicht gegen die eigenen Richtlinien. So heisst es in der eigenen Satzung: «Wenn wir aus Gründen, die wir nicht zu verantworten haben, nicht am Flughafen an Ihrem Zielort landen können und umgeleitet werden, gilt der Flug dort als abgeschlossen, sofern das Flugzeug nicht zum ursprünglichen Zielort weiterfliegt", heißt es dort. "Wir werden jedoch eine alternative Beförderungen arrangieren oder bestimmen, [...], um Sie ohne zusätzliche Kosten zum ursprünglichen Ziel zu befördern.» In diesem Fall war die Alternative eine 18-stündige Busfahrt. (ohe)

Orchester improvisiert ein Konzert am Genfer Flughafen

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Video: srf

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22Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Tolot 07.01.2019 00:54
    Highlight Highlight Was nichts kostet, ist auch nichts Wert!
  • Tobra 06.01.2019 22:55
    Highlight Highlight Auf der einen Seite eine Frechheit seitens Ryanair, auf der anderen sind die Leistungen in den AGB klar definiert und gegen die hat Ryanair nicht verstossen. Wer für einen Spottpreis fliegen will, darf auch keinen Service erwarten. Als Alternative und der Umwelt zu liebe wäre auch ein Verzicht auf Flugreisen, speziell mit Billigairlines, sinnvoll.
  • Der müde Joe 06.01.2019 21:02
    Highlight Highlight Ein Hoch auf unsren Busfahrer, Busfahrer!🎶
  • Alnothur 06.01.2019 20:43
    Highlight Highlight Sel-ber schuld! Haha.
  • LupaLouu 06.01.2019 20:42
    Highlight Highlight You always get what you pay for
  • Don Quijote 06.01.2019 20:28
    Highlight Highlight Timisoara ist absolut eine Reise wert! Das meine ich Ernst.

    Zu oben: Dass nicht die anderen Flughäfen angeflogen wurden, hat sowohl mit den höheren Landegebühren und eben auch mit der Verfügbarkeit des Fliegers für später (hohe Folgekosten bei fehlenden Maschinen für annullierte Flüge, zusätzliche Starts etc.) zu tun.

    Das nächste Mal halt was anständiges buchen.
  • Don Alejandro 06.01.2019 20:13
    Highlight Highlight Das Busticket ist sicherlich teurer als der Flug.
  • 2sel 06.01.2019 20:09
    Highlight Highlight Schlussendlich liegt es imer in den Händen des Piloten und dessen Einschätzung, wo die beste und sicherste Landung stattfinden kann...
  • Nelson Muntz 06.01.2019 19:47
    Highlight Highlight Hauptsache man kann sich in den sozialen Medien empören.
  • Buttercup Bumbersplat 06.01.2019 19:43
    Highlight Highlight Der Weg ist das Zeil - passt!
  • Töfflifahrer 06.01.2019 19:33
    Highlight Highlight . aber billig muss es sein.
  • derEchteElch 06.01.2019 19:14
    Highlight Highlight Ich vermeide grundsätzlich, mit Billigairlines zu fliegen. Ganz genau wegen solchem Theater. Allerdings sind mir die regulären Fluggesellschaften für Europa auch etwas zu teuer. Bleibt z.Z. nur easyJet oder ganz früh gebucht eine reg. Airline als Alternative übrig.

    Für Langstrecken darf es auch etwas mehr und teurer sein, ich will es bequem haben.

    Ja, es braucht definitiv eine Kerosinabgabe. Die Lobbyarbeit war wieder einmal unter aller Sau. Unglaublich, dass diese Politiker sich überhaupt noch getrauen, blicken zu lassen.
    • TheWall_31 06.01.2019 22:10
      Highlight Highlight Es braucht eine Kerosinabgabe, aber das nationale Strassennetz soll ausgebaut werden? Wirklich?
  • Tobi-wan 06.01.2019 19:11
    Highlight Highlight Irgendwie verspüre ich keinerlei Mitgefühl mit den Passagieren. Wer für 10 Euro fluegen will kann das gerne machen. Ich nehme mal an, dass sich einige nun ärgern nicht mit BA oder ähnlichen geflogen zu sein.
    • bebby 06.01.2019 21:33
      Highlight Highlight Woher nehmen Sie die Annahme, dass die für 10 euro geflogen sind? BA ist unterdessen je nach Destination in derselben Preisklasse.
    • Oban 06.01.2019 23:04
      Highlight Highlight Problem dabei wird sogar sein das man keinen Flug von BA auf dieser strecke finden wird. Nachem Ryanair und Easyjet auf diversen Stecken die Preise kaputt gemacht haben.
  • Cpt Halibut 06.01.2019 19:11
    Highlight Highlight Für 10 Stutz fliegen und sich dann beschweren. Our Brave New World!
  • Flötist 06.01.2019 19:04
    Highlight Highlight Tja so geht das. Hauptsache billig. Ich fliege manchmal auch mit Billigfliegern, aber plane immer mindestens 1 Tag Buffer ein für Zwischenfälle. Meistens gehts gut, aber nicht immer. Will man besser bedient werden fliegt man mit einer Fluggesellschaft der Star Alliance, dort würde ich ausnahmslos immer gut behandelt bei verpassten Anschlussflügen oder wenn ein Flug abgesagt werden musste. Kostet dann halt 150 anstatt 50 Franken, aber selbst das ist für einen innereuropäischen Flug verdammt günstig.
  • leu84 06.01.2019 19:00
    Highlight Highlight Wenn der Preis wichtiger ist, dann muss man sowas in Kauf nehmen. Sie haben immerhin ihre vertragliche Pflichten erfüllt.
  • Wurstbrot 06.01.2019 18:46
    Highlight Highlight Wer billig kauft bekommt halt auch nur billig. Erwarten sie etwa First Class Service. Geiz ist nicht immer geil.
    • Flötist 06.01.2019 19:06
      Highlight Highlight Schlussendlich ist das halt einfach eine Mischrechnung. Die meisten Flüge gehen tiptop und man spart Geld. Man muss einfach vorbereitet sein dass es mal passieren könnte, das man Geld für ein Hotel oder einen Zusatzflug mit einer anderen Airline ausgeben muss.
    • Supermonkey 06.01.2019 23:28
      Highlight Highlight An dieser Aussage gibts überhaupt nichts mehr anzufügen...

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